27.09.2007 · oll. Statt Waschpulver hat die Stiftung Warentest zur Abwechslung einmal 17 Schulbücher unter die Lupe genommen: sieben Geschichtsbücher und zehn Biologiebücher aus drei Bundesländern, mehr nicht. Die Tester beurteilten Fehlerfreiheit, ...
oll. Statt Waschpulver hat die Stiftung Warentest zur Abwechslung einmal 17 Schulbücher unter die Lupe genommen: sieben Geschichtsbücher und zehn Biologiebücher aus drei Bundesländern, mehr nicht. Die Tester beurteilten Fehlerfreiheit, fachliche Richtigkeit und didaktische Qualität; befragt wurden außerdem Schüler. Wer die didaktische Qualität bewertet hat, verrät die Stiftung nicht. Rechtschreibfehler und Kommafehler wurden lieber beiseitegelassen, doch sachliche Fehler, fehlende Bildbeschriftungen, aber auch inhaltliche Schnitzer berücksichtigt. Keines der Bücher blieb unbeanstandet, in den schlechtesten wimmelte es von Fehlern. Das erstaunt nicht. Kein Buch ist fehlerfrei. Schon immer haben Lehrer den Unterricht dazu benutzt, Fehler in Büchern richtigzustellen. Die Ergebnisse des Tests sind weniger aufregend als die Schlussfolgerung, welche die Stiftung daraus zieht: Einheitliche Schulbücher für alle Länder sollen die festgestellten Mängel beseitigen. Doch woher nimmt sie die Gewissheit, dass diese dann fehlerfrei sind? Übrigens gibt es in Braunschweig eine kompetente Stelle zur Schulbuchforschung, das unabhängige Georg-Eckert-Institut. Warum wurde das nicht mit dem Test beauftragt?
Gib mir ein Ah! - gib mir ein Oh!
Gerhard Bandorf (MAGNIFIER)
- 28.09.2007, 14:11 Uhr