G.H. Kinder sind keine Werkzeuge zur Erreichung von Zielen, die nichts mit ihnen zu tun haben. Der Antrag der Grünen, mit dem sie die letzte Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe erreichen wollen, nützt den Kindern nicht, sondern benutzt sie nur. "Die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Familien ist durch die Stiefkindadoption gewachsen...Damit kann nun auch das gemeinschaftliche Adoptionsrecht in Angriff genommen werden", behaupten Frau Künast und ihre Fraktion. Natürlich ist die "Akzeptanz" gleichgeschlechtlicher "Familien" gewachsen - man wird doch nicht den Kindern Ablehnung entgegenbringen, weil ihr Vater oder ihre Mutter sich für eine schwule Partnerschaft entschieden haben. Und natürlich würde - insoweit ist das Kalkül der Grünen begründet - die Öffentlichkeit um des Kindes willen im Einzelfall eine Beziehung akzeptieren, also nicht mißbilligen oder ausgrenzen, in der zwei Homosexuelle sich mit Hilfe eines fremden Kindes zur "Familie" stilisieren. Fraglich ist aber, ob das Kind von dieser unnatürlichen Konstellation einen Vorteil hätte. Weil Kinder sich selbst gegen eine solche Adoption bis zur Volljährigkeit nicht wehren könnten, muß der Staat grundsätzlich ihre Verzweckung verhindern.