13.03.2006 · D.D. Nach der Parlamentswahl dürfte die Präsidentenwahl in Kolumbien nur noch Formsache sein: Der fulminante Sieg der Parteien, die sich auf eine Unterstützung Präsident Uribes festgelegt haben, hat die "historische", da erst durch ...
D.D. Nach der Parlamentswahl dürfte die Präsidentenwahl in Kolumbien nur noch Formsache sein: Der fulminante Sieg der Parteien, die sich auf eine Unterstützung Präsident Uribes festgelegt haben, hat die "historische", da erst durch Verfassungsänderung möglich gewordene Wiederwahl Uribes im Mai vorweggenommen. Denn auch wenn in der Entscheidung über die Zusammensetzung der beiden Häuser des Parlaments nicht der Präsident zur Wahl stand, so war die Abstimmung doch ein Plebiszit über den Kurs, den Uribe vor vier Jahren eingeschlagen hatte: kompromißlose Bekämpfung der sich als Linksguerrilla ausgebenden Rauschgiftterroristen der Farc, Entwaffnung der rechten, oft mit lokalen Machthabern verbündeten Paramilitärs, Friedensgespräche mit den Terroristen des ELN. Das zweite und das dritte Ziel hat Uribe schon erreicht, so daß die Hoffnung nicht unbegründet ist, der ewige Kreislauf der Gewalt in Kolumbien könnte ein Ende haben. Vor diesem Hintergrund ist der Wahlsieg der "Uribistas" aber nicht nur Bestätigung, sondern auch Auftrag. "Demokratische Sicherheit" heißt nicht nur Kampf gegen Gewalt, sondern auch Kampf für eine neue soziale und wirtschaftliche Ordnung im Land.