V.Z. Viel tut sich derzeit nicht in der Innenpolitik - auch Rudolf Moshammers hinterlassener Zimmerterrier "Daisy" ist entgegen anderslautenden Gerüchten nicht an der Vogelgrippe erkrankt. Ansonsten sprechen die Abordnungen der mutmaßlich regierungsbildenden Parteien Tag für Tag und hübsch der Reihe nach die Themen durch, wobei aber nichts wirklich entschieden werden kann, bevor man zum Eigentlichen kommt, den Finanzen in ihrer konkret verhärmten Gestalt. Da lautet die Schlüsselfrage der Politik dann nicht mehr "wer wen?", sondern "wer wieviel?" Mit den großen Parteien sind auch die kleinen fast verstummt. Wenn, lagertheoretisch gesprochen, die Hauptstreitkräfte zu Verhandlungen übergehen, geben eben auch die Hilfstruppen Ruh' - das enthüllt nebenbei indessen erheblich mehr vom immer noch abgeleiteten Selbstverständnis der kleinen Parteien, als diesen lieb sein kann. Doch das ist nur die Ruhe vor den Stürmen, den jeder Beschluß der künftigen Koalitionspartner hervorrufen wird, der tatsächlich spürbare Einschnitte bedeutet - vielleicht schon unter den Verhandlungspartnern selbst.