pes. Das ist die Kommunistische Partei Chinas, wie man sie kennt. Wenn sie schon das Denken ihrer Untertanen nicht kontrollieren kann, so will sie wenigstens massiv Einfluss auf das nehmen, was sie erfahren. In dieser Hinsicht hat das Internet den Herrschern schon viel Kummer bereitet, kommen doch auf diesem Wege allerlei Informationen und Meinungen ins Land, die überhaupt nicht erwünscht sind. Deshalb wird jetzt die "Internet-Polizei" verstärkt. Aber nicht nur die Keule der Repression wollen Chinas Führer schwingen. Vielmehr soll das Internet mit Regierungspropaganda überschwemmt werden. Wenn diese nur geschickt genug daherkäme, könnte die KP ihrem Ziel, die "Meinungsführerschaft" im Internet zu übernehmen, in der Tat nahe kommen. Wenn sie dann noch die Größe aufbrächte, ihre Propaganda mit anderen Meinungen in einen edlen Wettstreit treten zu lassen, hätte sie der politischen Kultur im Land einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Aber das ist ein für China viel zu exotischer Gedanke. Auf nichts versteht sich die Partei so gut wie auf Machterhaltung. Wenn sich schon etwas verändern muss, dann nur unter ihrer Kontrolle - koste es, was es wolle.