09.12.2005 · Nm. Niedersachsen hat jetzt als erstes Bundesland die Ankündigung wahr gemacht, vom Wintersemester 2006 an Studiengebühren einzuführen, der Stuttgarter Landtag will bald folgen. Unter denen, die für die Hochschulen verantwortlich ...
Niedersachsen hat jetzt als erstes Bundesland die Ankündigung wahr gemacht, vom Wintersemester 2006 an Studiengebühren einzuführen, der Stuttgarter Landtag will bald folgen. Unter denen, die für die Hochschulen verantwortlich und nicht in die Parteipolitik eingespannt sind, gibt es kaum jemanden, der dies nicht für unerläßlich hielte, um die Lage an den deutschen Universitäten zu verbessern (oder wenigstens eine weitere Verschlechterung zu verhindern). Die ideologisch ausgewalzte Frage, ob damit Kinder armer Leute vom Studium abgehalten würden, wird sich erledigen, wenn es die entsprechenden Stipendien und Darlehen gibt. Eine andere Frage ist es, was mit dem Gebührengeld geschieht. Der niedersächsische Wissenschaftsminister will es für eine "gezielte Verbesserung der Studienbedingungen" einsetzen. Das beste wäre es, wenn die Regierungen durch eine neue Einnahmequelle gar nicht erst in Versuchung geführt würden: Die Gebühren sollten jeweils bei den einzelnen Hochschulen bleiben, denen zunehmend Selbständigkeit und Eigeninitiative abverlangt werden. Da wäre es förderlich, wenn ein Wettbewerb darüber entstünde, wer seine Mittel am besten einsetzt.