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Glosse Politik Auch robust

K.F. So, so: Irak-Kriegs-Gegner Barack Obama würde, säße er im Weißen Haus, Al-Qaida-Ziele in Pakistan angreifen, selbst wenn Präsident Musharraf dagegen wäre. Redet Obama so, weil sich die Begeisterung für ihn etwas gelegt hat und ...

K.F. So, so: Irak-Kriegs-Gegner Barack Obama würde, säße er im Weißen Haus, Al-Qaida-Ziele in Pakistan angreifen, selbst wenn Präsident Musharraf dagegen wäre. Redet Obama so, weil sich die Begeisterung für ihn etwas gelegt hat und die Senatorin Clinton, die neulich ihren Konkurrenten als naiv verspottet hat, im demokratischen Vorwahlkampf davongezogen ist? Obama, der Liebling der Parteilinken, braucht für die Nominierung kräftige Unterstützung auch aus den anderen Parteilagern. Also posiert er an der Anti-Terror-Front. So lang ist der "11. September" ja noch nicht her; und im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet soll Al Qaida tatsächlich wieder erstarkt sein. Wer Obamas Äußerung ernst nimmt, kommt ins Grübeln, gerade weil Pakistan und sein Präsident für das Niederringen der Terroristen so unerlässlich sind. Musharraf hat laviert und Fehler gemacht, aber ihm den innenpolitischen Boden unter den Füßen wegzuziehen würde die Lage weiter verschlechtern. Die Welt, die das Ende der Regierung Bush herbeisehnt, wird, wenn denn ein Demokrat ihm nachfolgen sollte, feststellen, dass es parteiübergreifende Kontinuitäten gibt. Unilateralismus ist keine Erfindung Bushs.

Quelle: F.A.Z., 03.08.2007, Nr. 178 / Seite 10

 
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