12.07.2002 · Sprachforscher empfehlen, anstatt des anrüchig klingenden Begriffs „Homo-Ehe“ besser „Gleichenehe“ zu sagen.
Der Ausdruck „Homo-Ehe“ sollte durch die Bezeichnung „Gleichenehe“ ersetzt werden. Dies hat eine Fachjury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) empfohlen, nachdem die Sprachforscher fast 400 Vorschlägen ausgewertet hatten.
Gesucht worden war ein besserer Ausdruck als der anrüchig klingende Begriff „Homo-Ehe“. Die Sprachforscher waren der Auffassung, dass die Vorsilbe „Homo“ negativ besetzt sei. Zudem tauche die Bezeichnung im Schriftlichem allenfalls mit Anführungszeichen oder mit dem Attribut „so genannt“ auf. Mit dem Wort „Gleichenehe“ kann nach Überzeugung der Sprachgesellschaft „die Ehe unter Gleichen gut und treffend bezeichnet werden“. Von den Einsendern vorgeschlagen worden sei unter anderem auch „Ehenoid“, „Regenbogenehe“, „Similarehe“ und „Treuebund“.
Als Bezeichnung für die weibliche und die männliche Lebenspartnerschaft empfiehlt die Jury die Begriffe „Frauenehe“ und „Männerehe“. Vorgeschlagen waren unter anderem „Fehe“ und „Mehe“ sowie „Feminat“ und „Maskulat“. Eine besondere Bezeichnung der Partner in diesen Verbindungen sei nicht erforderlich, es sollten „meine Frau“ und „mein Mann“ genügen.