Home
http://www.faz.net/-gpf-nkwt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

George W. Bush "Feinde der Freiheit sind nicht untätig, wir auch nicht"

 ·  FAZ.NET dokumentiert Auszüge aus der Rede an die Nation des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, gehalten am Freitagmorgen (MESZ) auf dem Flugzeugträger „Abraham Lincoln“.

Artikel Lesermeinungen (0)

In seiner Rede an die Nation am Freitagmorgen (MESZ) auf dem Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ sagte der amerikanische Präsident George W. Bush unter anderem:

„Die größeren Kampfhandlungen im Irak sind beendet. In der Irak-Schlacht haben die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten gewonnen. Und nun ist unsere Koalition damit beschäftigt, das Land zu sichern und wieder aufzubauen. In diesem Kampf ging es um das Anliegen der Freiheit und um den Frieden auf der Welt. Unsere Nation und unsere Koalition sind stolz auf die Errungenschaft, aber es waren Sie, die Mitglieder des Militärs Amerikas, die das geschafft haben ... Ihnen ist es zu verdanken, daß unsere Nation sicherer ist. Dank Ihnen ist der Tyrann gestürzt und der Irak frei.

Präzision, Tempo und Kühnheit

Die Operation Irakische Freiheit wurde mit einer Kombination aus Präzision, Tempo und Kühnheit durchgeführt, die der Feind nicht erwartet und die Welt vordem noch nie gesehen hat... Wir haben heute größere Fähigkeiten, eine Nation zu befreien... Mit neuen Taktiken und Präzisionswaffen können wir militärische Ziele erreichen, ohne die Gewalt gegen Zivilisten zu richten. Kein Instrument der Menschheit kann die Tragödie, die ein Krieg mit sich bringt, ungeschehen machen. Aber es ist ein großer Fortschritt, wenn die Schuldigen weitaus mehr zu fürchten haben als die Unschuldigen...

Von der Diktatur zur Demokratie

Der Übergang von der Diktatur zur Demokratie wird Zeit brauchen, aber das ist jede Anstrengung wert. Unsere Koalition wird bleiben, bis unsere Arbeit erledigt ist, und dann werden wir gehen. Und wir werden einen freien Irak hinterlassen...

Der Irak-Kampf ist ein Sieg im Feldzug gegen den Terrorismus, der am 11. September 2001 begann und der weitergeht... Von Pakistan über die Philippinen bis zum Horn von Afrika jagen und stellen wir die Mörder aus den Reihen der Al Qaida... Die Befreiung des Irak ist ein entscheidender Fortschritt im Kampf gegen den Terror. Wir haben einen Verbündeten des Al-Qaida-Netzwerkes ausgeschaltet und eine Quelle der Terrorfinanzierung abgeschnitten. Und so viel ist sicher: Kein Terror-Netz auf der Welt wird Massenvernichtungswaffen vom irakischen Regime erhalten, denn dieses Regime gibt es nicht mehr...

Unser Krieg gegen den Terrorismus wird nach den Prinzipien geführt, die ich allen klar gemacht habe... Jede Person, die an Terrorattacken gegen das amerikanische Volk oder an der Planung beteiligt ist, wird zum Feind unseres Landes und ein Ziel der amerikanischen Justiz. Jede Person, Organisation oder Regierung, die Terroristen unterstützt, schützt oder ihnen Unterschlupf gewährt, ist Komplize bei der Ermordung von Unschuldigen und gleichermaßen Terror- Verbrechen schuldig... Jedes Regime, das Verbindungen zu Terroristen- Gruppen hat und den Besitz von Massenvernichtungswaffen sucht, ist eine ernste Gefahr für die zivilisierte Welt, und wir werden ihm entgegentreten...

Gewalt bleibt unser letztes Mittel

Die Anwendung von Gewalt war immer und bleibt auch unser letztes Mittel. Aber alle, Freunde und Feinde gleichermaßen, dürften wissen: Unsere Nation hat eine Mission. Wir werden auf Bedrohungen unserer Sicherheit reagieren und wir werden den Frieden verteidigen. Unsere Mission dauert an... Die Feinde der Freiheit sind nicht untätig, und wir sind es auch nicht.“

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Antiterrorkampf 2.0

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Obama möchte das Kapitel, das am 11. September 2001 begann, schließen. Mit dieser Absicht aber steht seine Verantwortung als Präsident und Oberbefehlshaber in einem Spannungsverhältnis, das schwer aufzulösen ist. Mehr 15 3