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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Geheimdienst-Studie Die Welt im Jahr 2025

21.11.2008 ·  Amerika und der Dollar verlieren an Bedeutung. Russland und Kanada profitieren vom Klimawandel. Und das Terrornetz Al Qaida zerfällt. So sieht die Welt in knapp zwei Jahrzehnten aus, glaubt der amerikanische Geheimdienst.

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Der amerikanische Geheimdienst hat eine Prognose vorgelegt, wie die Welt im Jahr 2025 aussehen wird. Demnach müssen die Vereinigten Staaten und der Dollar in den kommenden Jahren mit einem Bedeutungsverlust rechnen. Der Klimawandel wird die landwirtschaftlich nutzbare Saison in Russland und Kanada verlängern und den Zugang zu Ölvorkommen im hohen Norden erleichtern und damit die Wirtschaft beider Länder stärken.

Russlands möglicher Aufstieg zur Weltmacht werde jedoch erschwert durch zögerliche Investitionen in den Energiesektor sowie die andauernde Kriminalität und die Korruption in Behörden. Die Geheimdienstexperten warnen außerdem davor, dass das organisierte Verbrechen die Herrschaft in einem Staat in Ost- oder Mitteleuropa an sich reißen könnte. Den Namen des Landes nennt der Bericht nicht. Länder in Afrika und Südasien könnten laut Prognose unregierbar werden. Die Weltbevölkerung werde immer stärker um Nahrungs-, Wasser- und Energieressourcen konkurrieren.

Iran als zentrale Figur in einer neuen Weltordnung

Der Bericht geht weiter davon aus, dass das islamistische Terrornetz Al Qaida zerfällt - und zwar „schneller als die Leute glauben“. In muslimischen Ländern werde Al Qaida immer unpopulärer, heißt es. Ein nicht-arabisches Land außerhalb des Nahen Ostens könnte zu geopolitischer Bedeutung heranwachsen. Auch Iran könnte eine zentrale Figur in einer neuen Weltordnung werden, wenn das Land seine theokratische Staatsform abstreife.

An dem Bericht „Global Trends 2025“ wurde ein Jahr lang gearbeitet. Er wurde vom Nationalen Geheimdienstrat vorgelegt und soll der amerikanischen Führung Einblick in kommende Risiken und Chancen geben. Derartige Prognosen werden alle vier Jahre vorgelegt.

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Von Günther Nonnenmacher

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