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Gazastreifen Israel nimmt 500 Abzugsgegner fest

16.08.2005 ·  Israelische Polizisten haben an diesem Morgen das Eingangstor von Neve Dekalim aufgebrochen, der größten Siedlung im Gazastreifen. In der Nacht waren 500 Abzugsgegner festgenommen worden.

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An diesem Dienstag morgen haben israelische Polizisten das Eingangstor der größten Siedlung im Gazastreifen aufgebrochen. Der israelische Rundfunk meldete, Polizisten hätten die Eisenpforte von Neve Dekalim, dem Hauptort des Siedlungsblocks Gusch Katif, durchsägt, um die Verteilung von Räumungsbefehlen an die Einwohner zu ermöglichen.

Zudem sollten mehrere große Räumungs-Container in die Siedlung gebracht werden. Der israelische Online-Dienst „ynet“ meldete, Dutzende von Einwohnern der Siedlung hätten sich den Sicherheitskräften entgegengestellt. Sie versuchten, die Einfahrt von Lastwagen zu verhindern. Die Frist zur freiwilligen Räumung läuft in der kommenden Nacht aus. Am Mittwoch morgen wollen die Sicherheitskräfte mit der Zwangsevakuierung beginnen.

Im Norden bereits zwei von vier Siedlungen geräumt

Bereits in der Nacht wurden rund 500 radikale jüdische Gegner des Gaza-Abzugs von Sicherheitsbeamten festgenommen. Die Militanten hätten versucht, in die Siedlungen im Gazastreifen einzusickern, berichtete der israelische Militärrundfunk unter Berufung auf die Polizei. Bei den Festnahmen sei es zu Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurde laut Militärradio mindestens ein Soldat verletzt. Unter den Festgenommenen seien mehrere Anführer der radikalen Siedlerbewegung.

Israel hatte am Montag die historische Räumung des Gazastreifens nach 38jähriger Besatzung eingleitet. In einigen Siedlungen scheiterten sie zunächst am Widerstand der verbliebenen Einwohner. Überraschend wurden im Norden des Westjordanlands bereits zwei von vier zu evakuierenden Siedlungen komplett geräumt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, dpa, AFP
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