In der Innenpolitik verfügt der Bundespräsident nach der geheiligten Formel nur über die „Macht des Wortes“. Außenpolitisch kommt dazu die „Macht des Besuchs“, also eine Symbolik, die nicht nur die Sympathien des obersten Repräsentanten anzeigen soll, sondern auch sein Land, auf eher indirekte Weise, verpflichtet.
Präsident Gauck hat seine erste Visite nach Polen geführt, und das ist auf doppelte Weise verständlich: es beruht auf der geographischen Nähe des früheren Rostocker Pastors und auf der geistigen Verbundenheit aus gemeinsamer Wertschätzung der Freiheit.
Man sollte solche Signale nicht überschätzen, ihre Bedeutung (und Interpretierbarkeit) aber auch nicht vernachlässigen. Von außen, vor allem vom westlichen Ausland her gesehen, stehen an der Spitze des deutschen Staates nun zwei Ostdeutsche, beide mit einem ausgeprägt protestantischen Hintergrund.
Die Neigung mancher Partner, vor allem die Frankreichs, dahinter eine Lockerung der westlichen Verankerung des vereinten Deutschland zu vermuten, mag übertrieben sein. Aber sie existiert und kann politisch relevant werden.
Beide Diktatur erprobt
Karola Schramm (Alorak)
- 28.03.2012, 22:35 Uhr
Nach dem törichten Kotau vor den 68er Chaoten
Ernst-Markfried Kraatz (ErnstKraatz)
- 28.03.2012, 05:46 Uhr
Ausrichtung
Martin Geier (martingeier)
- 27.03.2012, 23:05 Uhr
Und wenn schon
Wolfgang Richter (langweiler2)
- 27.03.2012, 22:48 Uhr
Mangelnde Staatsraison
Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)
- 27.03.2012, 22:24 Uhr