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Gauck in den Niederlanden „Wir feiern gemeinsam die Befreiung vom nationalsozialistischen Joch“

 ·  Es ist die bisher wichtigste Auslandsreise des Bundespräsidenten. Joachim Gauck spricht in den Niederlanden zum Jahrestag der Befreiung von der Naziherrschaft.

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Otto Meier

Können Täter befreit werden?

Nein, nicht alle Deutschen waren Täter, insbesondere nicht Kinder und manipulierte Jugendliche, aber die Mehrheit der Deutschen waren zumindest Mitläufer/Mittäter, die bei einem Sieg der Nazis sicherlich nicht getrauert hätten. Dann von Befreiung zu sprechen, ist eine Lüge, die nach dem Krieg vielleicht verständlich war, heute aber nur noch einen schalen Beigeschmack hinterläßt.

Deutschland wurde nicht befreit, es wurde besiegt. Deutschland wurde auch nicht von den Nazis befreit, wie sich nach dem Krieg oft genug zeigte. Bis heute wurde das Unrecht der Arisierung nicht umfassend beseitigt. Und selbst unser Bundespräsident versteckt sich hinter einer Rechtsordnung, die die Auslieferung eines Nazis bis heute verhindert hat. Deutschland wurde befreit?

Heute hätte Deutschland noch immer die Möglichkeit, sich zu befreien. Doch sie wird nicht genutzt. Weder das Unrecht der Arisierung wird endgültig beseitigt, es bleibt eine Erbsünde, noch wird das erneute Aufkommen der Nazis bekämpft.

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Uta Vandeloh
Uta Vandeloh (vandel) - 06.05.2012 14:56 Uhr

Ein Gedenktag zum Ende des 2 Weltkrieges ist angemessen,

doch ein Feiertag angesichts von Millionen Toten, Verstümmelten und Traumatisierten
sicherlich nicht.
Man muss der Fackel des Wahnsinns gedenken, die 60 Staaten der Erde auf drei Kontinenten in Mordrausch versetzte.
Nicht zu vergessen die Motive - Versailler Verträge für D, Kolonialherrschaft für Japan. "Asien den Asiaten" war Japans Losung für Pearl Harbor, und Italien trug den Krieg zu seinen Kolonien nach Nordafrika.
D.s Angriff auf Polen hätte m.E. begrenzter und effektiver bekämpft werden können (Verhindg.von
KZ)doch die sofortige Kriegserklärg GBs und Fs trug die Fackel in die eigenen Länder und ganz Europa. Die neutralen NL wären vermutlich nie besetzt worden, da Hitler vom Lebensraum Ost hypnotisiert war.

Warum erklärten die Westmächte nicht auch der UdSSR den Krieg, die in Absprache mit Hitler die 4. Teilung Polens vollzogen und zuvor Finnland eroberten? "Germany first" und endgültig, war Churchills Devise, und dabei ging es ihm sicherlich nicht um Racism ...

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Michael Posthoff

Hätte Gauck ähnliche Worte in der Ukraine finden können..

..die Zerstörungen und Opfer dieser Region dürften riesig gewesen sein. Und wenn es einigen hier den geistigen Zugang erleichtert, die meisten getöteten Juden hatten russische Päße.

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Jan Froehlich

Tag der Befreiung / systemische Abgrenzung

Ich erlebe den 08. Mai selbstverständlich als ein Tag der Befreiung, welcher nur leider nicht aufgrund eines Volksaufstandes oder eines gelungenen Attentats und einer anschließenden Revlte, sondern durch die - verdiente - militärische Niederlage erfolgt ist. Dabei ist es schon schrecklich, dass bis zu dem Ende keinen nennenswerten inneren Widerstand gab, der den Krieg, das Morden in den Lagern und die Unterdrückung der eigenen Bevölkerung beendet hat. Da aber beispielsweise die Niederländer ihre Befreiung - leider - nicht einem deutschen Volksaufstand zu verdanken haben, fällt es mir aus systemischen Gründen schwer mit ihnen die Befreiung zu feiern, auch wenn ich mich mit ihnen selbstverständlich sehr darüber freuen kann. Deutschland stand bis zu der Befreiung systemisch im Land der Täter und aus diesem Grunde sollte Deutschland bei allen Feiern mit den Niederlanden immer auch ein Stück weit bedauern, nicht aktiv daran mitgewirkt zu haben.

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Jörg Tiffert
Jörg Tiffert (Tiffy) - 06.05.2012 14:13 Uhr

Tag der Befreiung - für die Sieger ein Freudentag, für uns Deutsche- der Anfang vom Ende.

Herr J. Gauck schade, dass Ihnen, immer so etwas nicht über den Lippen kommt.

Aber wenn die Linie vorgegeben ist, dann ist es schwer auch Kurven zu meistern!

Es tut mir als Deutscher, schon ein bisschen in der Seele weh, wie hier wieder Geschichtsverklauserung betrieben wird, ohne dass Leid und die Zeit der Entbehrung des Deutschen Volkes in Betracht zu ziehen, und damit meine ich nicht nur die Zeit nach 1945.

Aber bestimmt, haben Sie sich auch immer gerne mit den Feierlichkeiten zum 08.Mai in der DDR, befasst und mit gefeiert.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 17:42 Uhr
Cornelia  Holtmann

Und das gilt auch für die deutschen Juden?

...

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Jörg Tiffert
Jörg Tiffert (Tiffy) - 06.05.2012 19:57 Uhr

1945

Das Jahr, was uns Deutsche von heute prägte und das Jahr, was die Deutschen von damals in Schutt und Asche versinken ließ.

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Cornelia  Holtmann

1945 das Anfang vom Ende?

Ich hätte nicht geglaubt, das lesen zu müssen. Also nicht 1939, nicht 1933?

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Andreas Pätzold

Blankes Entsetzen

...beschleicht mich wenn ich hier einen nicht unerheblichen Teil der Kommentare lese. Insbesondere jemanden der Represion und Unfreiheit am eigenen Leib erfahren musste als Heulsuse zu verunglimpfen ist der Gipfel der Schäbigkeit

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Hans Quednau
Hans Quednau (HQuednau) - 06.05.2012 12:18 Uhr

Befreiung als Geopolitik

Der Krieg, indessen Folge wir befreit wurden, war schon in den Pariser Vorortverträgen angelegt. John Maynard Keynes warnte 1919 in "The Economic Consequences of the Peace” vor dem kommenden Krieg. Der amerikanische Ökonom Thorstein Veblen wurde in seiner Rezension zu Keynes Buch deutlicher: Das Ziel des Versailler Vertrages war „to reinstate the reactionary régime in Germany and erect it into a bulwark against Bolshevism.”

Mit Krediten aus dem Dawes- und Young-Plan entstanden in Deutschland Industriegiganten, wie die IG Farben oder die Vereinigten Stahlwerke, teilweise mit amerikanischen Direktoren. Sie finanzierten ihrerseits die NSDAP und ermöglichten die Aufrüstung. Auch der künftige Kriegsgegner kam nicht zu kurz. Von 1929-1932 errichtete z. B. die amerikanische Fa. Albert Kahn in der Sowjetunion über 500 Industrieobjekte, vorwiegend zur Produktion schwerer Traktoren, d.h. Panzer. Ziel und Ergebnis des folgenden Krieges war die anglo-amerikanische Hegemonie über die halbe Welt.

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Andreas Krawik
Andreas Krawik (Krawika) - 06.05.2012 11:35 Uhr

Tag der Befrei ung von den Faschisten - unsere Verantwortung

Nach Lektüre der Kommentare hier könnte man meinen, Freiheit und Demokratie wären eine reine Selbstverständlichkeit und nicht durch tausendfache Opfer der Alliierten teuer erkauft worden. Freiheit und Demokratie sind aus Sicht der konservativen Schreiber eine urdeutsche Erfindung, ansonsten schützt die Gnade der späten Geburt vor einer adäquaten Auseinandersetzung und der Verantwortung für die Zukunft.
Etwa so, wie man hier die Etablierung einer faschistischen Regierung in Griechenland toleriert, so lange nur die Schulden bedient werden und Asylanten und Flüchtlinge, mit barbarischen Mitteln, abgewiesen werden. Genug Verachtung und Respektlosigkeiten gibt es hier allenthalben zu lesen. (siehe Kommentare im Artikel "Unheilvolle Morgendämmerung")
Der Schoss ist noch fruchtbar - das ist unsere Verantwortung.

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Michael Scheffler

Herr Friedrich

Während ab 1917 in der Sowjetunion eine Diktatur aufgebaut wurde, bemühte sich die Weimarer Republik unter irrwitzigen Reparationslasten, die erste Deutsche Demokratie zu werden. Die Reparationen und die Wirtschaftkrise führten zur Radikalisierung der Gesellschaft auf beiden Seiten, die die Nationalsozialisten schließlich per Wahl mit 44 % vollendeten. In dieser Zeit hatte die Sojetunion bereits die Komintern zur Unterwanderung westlicher Staaten wie Spanien organisiert und diverse Sträuße mit den baltischen Staaten und Polen ausgefochten. Was nach 1933 kam, steht auf einem anderen Blatt.

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Frank Weiss

Befreiung ja, aber

Aus einer militärischen und moralischen Niederlage wurde in Westdeutschland nach Abschaffung des Besatzungsstatuts in den 3 Zonen allmählich eine Befreiung der Deutschen. Im Osten kann ich (auch wenn dies einige Medien und linke Historiker gern anders suggerieren) keine Befreiung der Deutschen durch die Sowiet-Armee erkennen - im Gegenteil ein unmoralisches Unrechtssystem wurde durch ein anderes ersetzt. Insofern wird man hier wohl differenzieren müssen. Ich denke, dass dies der Bundespräsident genauso sieht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 12:30 Uhr
Jack Murphy

Sichtweisen

In welchem Deutschland leben Sie?
Die kollabierende kommunistische Diktatur UdSSR hat 1990, im Angesicht ihres eigenen Untergangs, Deutschland die Freiheit gewährt mit totalem Abzug seiner Besatzungstruppen. Die West-Allierten bestehen nach wie vor auf Besatzung (vgl. Truppenpräsenz der USA, GB) und Stationierung von Nuklearwaffen in der BRD, was uns zu einem bevorzugten Ziel für Russland macht im Falle eines Nuklearkonflikts mit der Nato.

Friedensvertrag mit Deutschland - für den Westen ein no-go.
Freiheit für Deutschland - für den Westen keine "reale Option".
Deutschland existiert nicht als souveräner Staat (Vgl. Schäuble Zitate).

Wenn Pastor Gauck also über Deutschlands Freiheit schwadroniert spricht er von der Freiheit eines Kanarienvogels im Käfig. Dieser darf lediglich entscheiden ob er frisst oder stirbt.

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Stefan Wahowski

Wie gut es ist, dass die marsjanischen Nationalsozialisten zurückgeschlagen wurden.

Wie gut es ist, dass die marsjanischen Nationalsozialisten zurückgeschlagen wurden.

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Cornelia  Holtmann

Es ist merkwürdig,

dass es sich viele Kommentatoren nicht vorstellen können, dass der 8. Mai auch für die Deutschen ein Tag der Befreiung war. Natürlich konnte es kein Tag ungeteilter Freude sein, denn die Niederlage wurde bestimmt auch von denen schmerzlich erlebt, die die Nationalsozialisten als einzig Kriegsschuldige begriffen haben und über die Verbrechen entsetzt waren.

Trotzdem: Auch viele Deutsche werden erleichtert gewesen sein, bedeutete das Kriegsende zwar zunächst eine ungewisse Zukunft, zugleich aber auch das Ende des Krieges, das Ende der Bombenangriffe und die Hoffnung auf die Heimkehr der Ehemänner, Väter und Söhne. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass auch viele Deutsche die Zeit des Nationalsozialismus als eine Zeit der Unterdrückung erlebt haben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 14:58 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Frau Holtmann

ganz Ihrer Meinung !

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Manfred Nerlinger
Manfred Nerlinger (Kah7) - 06.05.2012 09:16 Uhr

Deutschland wurde besiegt und nicht befreit.

Hitler und sein Schergen haben sich nicht an die Macht geputscht sondern wurden frei gewählt. Nach der Wahl haben sie geschickt ihre Macht ausgebaut und zementiert. In den Niederlanden, Frankreich, Polen, der Ukraine usw. hatten die Nazis willige Helfer. Ohne diese wäre die systematische Verfolgung nicht möglich gewesen. Wie wird mit dieser Tatsache umgegangen? Werden diese Kollaborateure auch Deutschland in die Schuhe geschoben? Haben sich die Niederlande für ihre Kollaborateure schon entschuldigt? Oder Frankreich? Oder Polen? Warum haben die so genanten Alliierten die KZs nicht bombardiert, obwohl ihnen klar war, was dort passiert ist? Wo ist hierfür die Entschuldigung geblieben? Der Krieg mit all seinen Verlusten ist seit 67 Jahren zu Ende! Heute, im Jahre 2012, gibt es für keinen deutschen Politiker einen Grund sich für diesen Krieg zu entschuldigen. Er und seine Gründe sind in den Geschichtsbüchern als Mahnung verewigt. Politker lernt aus der Geschichte bevor sie sich wiederholt!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 00:59 Uhr
Manfred Nerlinger
Manfred Nerlinger (Kah7) - 07.05.2012 00:59 Uhr

Erläutern Sie bitte, wo ich die Geschichte auf den Kopf gestellt habe.

Ich habe Behauptungen aufgestellt, die mit geschichtlichen Fakten übereinstimmen. Wenn sie diesen Behauptungen nicht zustimmen können oder möchten, dann bitte in einer sachlichen Art und Weise und mit Begründungen.

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waldemar gzubek

an merlinger

Stelle bitte die Geschichte nicht auf den Kopf und erbarme dich unser, schreibe lieber nichts mehr in der FAZ.

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Carlos Anton

@Stefan Leichsenring

Als nicht Betroffener hat man leicht reden und es ist wohl bequemer sich als befreit zu fühlen als besiegt. Ich kann ja verstehen, dass man gerne mitfeiern möchte. Man sollte aber nicht vergessen, dass für viele am Tag der Kapitulation ein neuer Horror begann. Angesichts dessen ist es pietätslos und unchristlich von Befreiung zu reden, jedenfalls in dieser Weise.

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Frank Bach
Frank Bach (Spindel) - 06.05.2012 07:14 Uhr

braun und dumm?

Alle, die nicht fühlen können, dass 1945 eine Befreiung für Deutschland war, möchte ich fragen: wollt Ihr, dass Deutschland immer kleiner wird? Meistens wurde unser Land, wenn wir Krieg gespielt haben, von unseren Besiegern ein Stück kleiner gemacht. Das wollt Ihr doch nicht, oder?

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 06.05.2012 02:09 Uhr

Phrasendrescher

Natürlich ist es ein historisches Ereignis, wenn 67 Jahre nach dem 2. WK ein deutscher Bundespräsident von den Niederlanden eingeladen und eine öffentliche Rede zum Befreiungstag reden darf.

Wieweit die Niederländer sich mit den Inhalten auseinandersetzen, wird deren Sache sein.

Jedenfalls reicht es mir schon, wenn ich sein übliches "Freiheit in Verantwortung" höre und er immer noch denkt, er hätte die Definitionsmacht über den Freiheitsbegriff gepachtet und vor egoistischen Interpretationen warnen zu müssen.

Dass er seine Rede dann auch noch auf die "Freiheitskämpfe" in Nordafrika u.d. nahen Osten ausweitet, zeigt, wie schlecht er informiert ist. Da hätte er besser schweigen sollen, denn einige sog. Freiheitskämpfe wurden aus dem Westen initiiert um geostrategisch und politisch Boden zu gewinnen.

Ein Redenschwinger und Phrasendrescher, Gaucks Handwerk und er spricht nicht für mich.

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TOBIAS RÜGER
TOBIAS RÜGER (t.ruger) - 05.05.2012 22:36 Uhr

Die Befreiung vom Nazismus ist mit Sicherheit ein Grund zum Feiern

Das niederländische Trauma, mit dem NS-Regimer weitaus mehr als zum Selbstschutz nötig gewesen zusammengearbeitet zu haben, hat Gauck anscheinend nicht thematisiert. Das ist schade, insbesondere in Anbetracht des in den Niederlanden weitverbreiteten antideutschen Ressentiment - das wie ich meine ein Verdrängungsverhalten angesichts der Kollaboration ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 12:04 Uhr
Jan Heijo Smit
Jan Heijo Smit (jhsmit) - 06.05.2012 12:04 Uhr

Die Anderen...?!

Ja, besonders im Westen des Landes gab es ein weitverbreiteten antideutschen Ressentiment. Aber das hat sich der letzten zehn Jahre geändert. Eben im Westen war der „Hungerwinter 44/45“ mit zehntausenden Opfer. Ja, zu viele Niederländer waren zu Passiv. Aber das ist noch keine Kollaboration. Eine Verleumdung.
Ist da noch Platz für Deutsche Selbstreflexion nach Ihre Meinung? Oder sind es wieder die Anderen… So vielleicht ist das genannte Verdrängungsverhalten, was Sie nannten, die Ihre.
Oder glauben Sie auch das die, durch das Auswertiges Amt in May 1940 konstruierten , dem deutschen Publikum zu Schau gestellte, Akten doch nicht falsch waren? (Aus die Akten konnte man lesen dass die Britten am Punkt waren die Niederlanden zu besetzen. Um Hitler ein Rechtfertigung zu geben in die Niederlande ein zu fallen. So ein weniger bekannter „Gleiwitch“ Kasus. Es waren die Anderen….).

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Peter Rietbergen

Kein weitverbreitetes antideutsches Ressentiment

Als Holländer glaube ich nicht dass es in den Niederlanden noch ein weitverbreitetes antideutsches Ressentiment gebe. Ich habe jedenfalls nichts gegen Deutschland, ganz im Gegenteil sogar!

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Henri Broekhuis

ein schöner Tag...

geboren aufgewachsen in Holland mit deutschen, österreichischen und niederländischen Vorfahren war es für mich als Kind immer ein bisschen schwierig an dem Jahrestag der Befreiung. Jetzt ist es endlich so weit dass dieser Tag der ja im Grunde durchaus nicht als anti deutscher Tag gemeint ist auch zusammen mit dem deutschen Präsidenten gefeiert wird.
Für mich persönlich ist das eine Befreiung! Freiheit zusammen feiern ohne Vorwürfe und Ressentiments.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 14:57 Uhr
Karin Gossmann-Walter

ein schöner Satz von Ihnen Hr. Broekhuis

Freiheit... zusammen feiern ohne Vorwürfe und Ressentiments! - und noch immer ist es doch für manchen so schwer.

Ich vermute, für einen ganz grossen Teil der Deutschen war sicherlich der Tag auch eine Befreiung. Meine Verwandtschaft empfand es so, endlich Frieden und haben sich an den
Wiederaufbau gemacht.

Gerade die jetzige Zeit ist geprägt von Vorwürfen und nationalen Tönen, wann hört das endlich mal auf, Vorwürfe und Vorurteile nicht immer weiter in Generationen zu tragen ?
Ich hatte mal die Hoffnung, damit ist es vorbei, doch es flammt leider wieder auf.

Die Vergangenheit immer wieder mit Ressentiments aufwärmen, ich bins leid!!! - möchte mit Holländern, Griechen, Italienern usw. (ganz einfach) friedlich zusammen leben.

Nichts hören von Hitler oder antideutsches i. Ausland, da ich einen deutschen Pass habe, was
mir bis dato auch seltenst passiert ist.
Sondern sich als Menschen - egal welcher Nationalität - im Heute sehen, das kann nur bereichern, Schaden nie.

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Cornelia  Holtmann

Es ist unerträglich, in welcher Weise Herr Gauck in einigen Kommentaren verunglimpft wird.

Unser Bundespräsident findet die richtigen persönlichen Worte, er verzichtet auf leere Floskeln. Gleichzeitig nehmen wir es ihm ab, dass seine Reden ihm etwas bedeuten. Er liest nicht einfach die Texte, die ein anderer ihm geschrieben hat. Dass er dabei gelegentlich sichtbar bewegt erscheint, kann m.E. nur diejenigen stören, die sich eigentlich Funktionäre und Bürokraten an der Spitze des Staates wünschen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 12:57 Uhr
Cornelia  Holtmann

Es ist genau die ständige (bewusste?) Fehlinterpretation seiner Worte,

die Herr Köhler nicht mehr hat ertragen können.

Jeder, der sich mit Herrn Köhlers Lebenslauf beschäftigt, jeder der die Positionen kennt, die er auch beim IWF vertreten hat, weiß, dass er der letzte ist, der einem Wirtschaftsimperialismus das Wort redet.

Herr Köhler hat von Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr beim Schutz der Handeslwege gesprochen (z. B. im Kampf gegen die Piraten am Horn von Afrika).

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 06.05.2012 11:33 Uhr

keine guten Nerven

Woher wollen Sie wissen, dass er seine Texte immer selber schreibt ?
Alles was Gauck bisher sagte, waren leere Floskeln. Das ist sein Job, leere Floskeln zu floskeln.

Erinnern Sie sich, was BP Köhler erlebte, als er, übermüdet aus Afgh. kommend, im Flugzeug der BW einmal nicht floskelte und ehrlich sagte, dass wir uns daran gewöhnen müssten, Kriege für Ressourcen führen zu müssen.

Auch Männer dürfen weinen. Keine Frage. Ich stimme jedoch allen zu, die ihn als Heulsuse bezeichnen. Wenn er bei jeder Rede, bei der es feierlich wird, gleich zu weinen anfängt kann doch die Frage gestellt werden, ob er der richtige Mann für dieses Amt ist. Das hat mit Funktionären oder Bürokraten nichts zu tun sonder einfach nur mit guten Nerven.

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Hartmut Albrecht

Böse Nazis - gute Deutsche

Bei allen derartigen Gelegenheiten sprechen unsere Repräsentanten davon, daß "die Nazis" in Holland (ersatzweise ein Dutzend weitere Länder) eingefallen seien, daß "Nazis" von Guernica bis Coventry friedliche Städte bombardiert hätten, daß "Nazis" in den eroberten Gebieten Gräuel verübt hätten und zum Schluß bis zum letzten Mann gegen die Alliierten das Reich verteidigt hätten. In meinen Augen waren es Deutsche, Soldaten, Zivilverwaltung, Polizei usw. denen man diese Taten ankreiden muß. Die Argumentationsfigur mit den bösen Nazis soll uns heimlich auf die Seite der Guten der Geschichte schaffen, die selber Opfer gewesen wären. Haben die Amerikaner lauter "Demokraten" über den Atlantik gesandt, die Sowjetunion nur überzeugte Kommunisten?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 17:16 Uhr
Hartmut Albrecht

die Argumentation mit den Nazis ist mir zu holzschnittartig

Sehr geehrte Frau Holtmann,
wenn ein deutscher Präsident in den Niederlanden vom Joch der Naziherrschaft spricht, dann kann ich nicht daran vorbeisehen, daß z. B. mein Vater Mitglied der NSDAP war, daß mehrere Onkel bei der SA waren, ohne daß diese blutrünstig in die Niederlande eingefallen wären. Ich kann auch nicht übersehen, daß die Waffen-SS viele Holländer und Belgier in ihren Reihen hatte (Leon Degrelle). Viele waren eben Nazis und Deutsche, viele von ihnen waren fehlgeleitet aber persönlich anständig, und viele andere waren leider bereit, furchtbare Verbrechen zu verüben. Die Grenzen dürften wohl fließend gewesen sein zwischen den "Guten" und den "Bösen".
Herr Gauck wäre m. E. besser nicht in die NL gefahren, und noch besser wäre es m. E., wenn wir das Amt des BP abschafften und den jeweiligen Präsidenten des Bundesrates das Unterschreiben der Gesetze erledigen ließen. Bei diesen Staatsbesuchen kommt nur dummes Zeug raus.
In jedem Fall: Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Cornelia  Holtmann

Sehr geehrter Herr Albrecht,

Wie - meinen Sie - hätte Herr Gauck sich denn verhalten, was hätte er sagen sollen?

Es ist natürlich klar, dass jeder Mensch aufgrund seiner Taten, seines Denkens und seiner Persönlichkeit individuell beurteilt werden muss. Aus diesem Grund kann natürlich nicht kollektiv von den "bösen Deutschen" und den "demokratischen Amerikanern" gesprochen werden.

Darum geht es aber nicht: Natürlich lebt jede Nation mit ihrer Geschichte und hat die Verantwortung für diese Geschichte zu tragen (ohne dass von einer Kollektivschuld die Rede sein darf). Dieser Verantwortung hat sich der Bundespräsident ´zu stellen.

Wir profitieren als Nation ja auch kollektiv von den "Errungenschaften" unserer Geschichte. Unser Wohlstand ergibt sich als Folge der großen Leistungen deutscher Wissenschaftler und Ingenieure, aus der Tatkraft seiner Unternehmer (z. B. Siemens, Benz, Daimler ...).

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Hollandes Hand

Von Günther Nonnenmacher

Die Bundesregierung sollte sich klar darüber sein, was genau es bedeutet, wenn sie zur Krisenbewältigung „mehr Europa“ fordert. Mehr 31 33