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G8-Gipfel Raketenwerfer für den Fall der Fälle

19.07.2001 ·  Genua wappnet sich gegen den Ansturm von schätzungsweise 150.000 Demonstranten.

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Etwa 18.000 Sicherheitskräfte, vom einfachen Schutzpolizisten bis hin zu Spezialisten aus Armee-Einheiten, sollen für die umfassende Sicherheit innerhalb der „Roten Zone“ in Genuas Altstadt sorgen.

Wenn dort am Wochenende der G8-Gipfel über die Bühne geht, will Italien auf jede Eventualität vorbereitet sein: Für den Fall der Fälle stehen an geheimen Orten sogar zwei Batterien „Spada"-Raketenwerfer bereit, die einen möglichen terroristischen Anschlag aus der Luft vereiteln soll. Innerhalb der der „roten“, vier Quadratkilometer großen, Hochsicherheitszone sind Autos und Busse vollständig verboten - mit Ausnahme der Transportfahrzeuge für teilnehmende Regierungsmitglieder.

Sturm der „Roten Zone“

Kritisch wird es für die Sicherheitskräfte am Freitag - das Genua Sozialforum (GSF), das mehr als tausend Gruppierungen von Globalisierungsgegnern vereint, hat den „Sturm“ der „Roten Zone“ angekündigt. Diese ist allerdings mit einer viereinhalb Meter hohen Metallwand und Betonblöcken gesichert. Das Demonstrieren ist den Kritikern nur in der „Gelben Zone“ erlaubt, in der nicht ganz so starke Sicherheitsmaßnahmen gelten.

Das GSF rechnet mit rund 150. 000 Demonstranten, die nach Genua reisen wollen. Vorsichtshalber sind bereits ab Mittwoch die Autobahnanschlüsse westlich und östlich der 650.000-Einwohner-Stadt gesperrt. Der Christoph-Columbos-Flughafen bleibt allen Zivilisten ab Donnerstag versperrt.

U-Boote und Taucher

Die insgesamt sechs „schwimmenden Hotels“ im Hafen, in denen insgesamt sieben Staats- und Regierungschef sowie ihre Delegationen untergebracht sind, werden auch seeseits scharf bewacht: Ein Bojenkordon und Netze verhindern unautorisierte Anfahrten zu den Kreuzern, während Mini-U-Boote und Taucher rund um die Uhr nach Minen und Saboteuren Ausschau halten.

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