Ab 6, ab 12, ab 16 oder ab 18 Jahren. Die „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ hat keine einfache Aufgabe, gewiss. Auf der einen Seite drohen Zensurvorwürfe, auf der anderen lauern starke wirtschaftliche Interessen. Im Zweifel muss der Jugendschutz Vorrang haben. Aber wer sich die Praxis der FSK vor Augen hält, fragt sich: Geht es hier wirklich um den Schutz von Kindern und Jugendlichen?
So teilt die Prüfstelle zum - zweifellos eindrucksvollen - Film „Schindlers Liste“ mit: Würde man dieses Werk erst ab 16 Jahren freigeben, verwehrte man jungen Menschen die Möglichkeit, sich „intellektuell und emotional“ den KZ-Greueltaten anzunähern. Das also steht im Vordergrund: Geschichtsvermittlung à la Hollywood. Bei sexuellen Darstellungen ist es den Kontrolleuren offenbar vor allem wichtig, ob falsche Rollenbilder verfestigt oder Vorurteile geschürt werden. Das alles ist dem Zeitgeist unterworfen. Das Vorabend-Fernsehprogramm ist schließlich auch nicht gerade „ab 12“ geeignet. Wenn aber die sogenannte Selbstkontrolle versagt, hilft nur Fremdkontrolle.
Ohne Sachkenntnis geschrieben
Christian Keichel (Christian_Keichel)
- 12.10.2010, 15:18 Uhr
Toll, so stellt man es sich vor
Stefan Neudorfer (sttn)
- 12.10.2010, 16:28 Uhr
Ohne Sachkenntnis?
Rainer Egold (Humanitas)
- 12.10.2010, 18:48 Uhr
@ Herr Egold
Christian Keichel (Christian_Keichel)
- 13.10.2010, 13:22 Uhr