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Frankreich Chirac ist die Provokationen leid

12.01.2006 ·  Der französische Staatspräsident ist entschlossen, die Provokationen aus Teheran nicht länger nur mit Protestäußerungen zu beantworten. Die Radikalisierung der iranischen Führung sieht er als schwere Bedrohung für den Nahen Osten.

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Der französische Staatspräsident Chirac ist entschlossen, die Provokationen aus Teheran nicht länger nur mit Protestäußerungen zu beantworten. „Die internationale Gemeinschaft steht vor dem Imperativ, über den Respekt der Verpflichtungen zu wachen, die für die Sicherheit aller vereinbart wurden“, sagte Chirac.

Frankreich bemüht sich derzeit, Rußland von der Notwendigkeit einer Stimmenthaltung zu überzeugen, um im UN-Sicherheitsrat Handlungsspielraum gegen das Regime in Teheran zu gewinnen. Paris hegt dabei die Hoffnung, daß China dem Beispiel Rußlands folgen könne. Chirac ist zu der Überzeugung gelangt, daß Teheran die Verhandlungen mit der EU-Troika nur als Zeitgewinn betrachtet hat und mit wirtschaftlichen Angeboten zur Zeit nicht zum Einlenken gebracht werden kann.

Die Radikalisierung der iranischen Führung insbesondere gegenüber Israel sieht Chirac als schwere Bedrohung für den Nahen Osten. Wirtschaftssanktionen gegenüber Iran hält der französische Präsident als ernstzunehmende Warnung an das Regime für angemessen.

Frankreich ist mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent der drittgrößte Exporteur nach Iran. Die Exporte werden dabei von der Automobilindustrie dominiert (55 Prozent). Die französischen Unternehmen sind ebenfalls sehr aktiv im Bereich der Erdölwirtschaft, insbesondere der Konzern Total. Drei Prozent der französischen Erdöleinfuhren stammen aus Iran.

Quelle: mic., F.A.Z., 13.01.2006, Nr. 11 / Seite 2
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