01.03.2013 · Anmerkungen eines vom deutschen Umerziehungswesen Erreichten zur neuesten Liste des Schreckens.
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
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der große deutschen Romanist und Antifaschist zeigt allen in seiter "LTI" (Sprache des III. Reiches) wie sehr gleichgeschaltete Medien den Sprachgebrauch und die Sprache selbst prägen. Er hat sich als Dresdener Jude der heimlichen Mühe unterzogen, aufzuschreiben, wie die "Goebbels-Maschine" die Deutschen über ihre Sprache fernsteuert. Bestürzend ist dabei der eminente Erfolg der Manipulation(en). Es ist viel interessanter, festzustellen, wie sehr Goebbels in den heutigen Köpfen hängen geblieben ist. Mit Einschalten, Ausschalten, Liqui-dieren, Auftreten, Anlassen und den vielen Abkürzungen (Kfz usw.) sind massenhaft Begriffe im Umschwang, die die ehem. Hetzorgane hier eingepflanzt haben. Die Sache mit den "Migranten" ist dagegen eher lächerlich, und der Zweck leicht durchaubar.
Herrschaft über die Begriffe bedeutet Herrschaft über die Verhältnisse
Ein gutes Beispiel ist die Realitätsverzerrung durch das
Begriffspaar Arbeitgeber/Arbeitnehmer.
Arbeit manifestiert sich in diesem schiefen Sprachbild erst dadurch,
dass ein „Arbeitgeber“ einen „Arbeitsplatz“ zur
Verfügung stellt, es impliziert, dass ein Arbeitsplatz
Voraussetzung zur Arbeit sei und dass eine Tätigkeit erst durch die
Zurverfügungstellung eines solchen Platzes zur „Arbeit“
geadelt wird. Hier konstituiert Sprache ein
Abhängigkeitsverhältnis, eine Hierarchie: wer gibt, der hat
das Sagen. Ohne dass dir etwas gegeben wird, also Arbeitsplatz und Lohn,
„hast“ du keine Arbeit. Hier bildet Sprache
Machtverhältnisse ab.
Wer gibt seine Arbeitskraft, und wer eignet sich den durch sie
geschaffenen Mehrwert an?
Man mag das durchschauen, aber die Definition wird niemand mehr vom Kopf
auf die Füße stellen können, selbst wenn man das wollte.
Insofern bleibt nur die Möglichkeit, auf den Gebrauch dieser und
ähnlicher realitätsverfälschender Begriffe zu verzichten.
Ach du meine Güte, Herr Horn.
Das mag 1848 ja ganz spannend und bedenkenswert gewesen sein. Das "real Existierende" war nicht sehr überzeugend.
…greift unser BEGRIFFS-VERMÖGEN an.
H i e r dürften die philosophischen Fakultäten an unseren
UNIVERSITÄTEN nicht „würdevoll“ schweigen.
Wir brauchen keine Elfenbeintürme!
Ohne SPRACHE = KEINE Philosophie!
Ohne PHILOSOPHIE= KEINE Sprache!
Die Verhunzung der deutschen Sprache durch politisch korrekten Neusprech ist wohl bereits so verfestigt, daß auch Lächerlichkeit nicht mehr tötet (rationale Argumente nützen sowieso nichts). Diese geistige Bevormundung der Mehrheit durch eine Minderheit selbst ernannter Gutmenschen ist die größte Gefahr für die freie Meinungsäußerung seit 1945. Hier ist nänlich mit Verspätung eines der Ziele von "1984" noch verwirklicht worden. Der Zweck des dortigen Neusprech bestand vor allem darin, Sätze wie "der Große Bruder ist ungut" von vornherein undenkbar zu machen. Wie jedenfalls die veröffentlichte Meinung zeigt, ist dieser Status des Großen Bruders von "Migrationshintergründigen" und anderen Minderheiten seit langem erreicht.
Das Dummköpfe unsere Sprache besudeln, indem sie unablässig
nach Euphemismen suchen, ist an sich noch nicht neu. - Neu scheint mir
das Duckmäusertum, mit dem sich die meisten diese
Sprachverrenkungen zu eigen machen.
Der von Herrn Stahlberg dankenswerter Weise zitierte Schopenhauer
schrieb dazu auch dies: "Daß, ... mit der Vermehrung der
Begriffe der Wortvorrath einer Sprache vermehrt werde, ist recht und
nothwendig. Wenn hingegen Letzteres ohne Ersteres geschieht; so ist es
bloß ein Zeichen der Geistesarmuth, die ...da sie keine neuen
Gedanken hat, mit neuen Worten kommt." (§ 300 aus Aber die
Sprache laßt unbesudelt Wider die Verhunzung des Deutschen) -
Heute kommt zu der gockelhaft übertünchten Geistesarmut noch
eine ekelhaft totalitäre Form der Rechthaberei und
Unterdrückung. Diese Leute möchten uns mit ihren Wörtern
auch ihren eigenen geistigen Zustand ins Hirn pflanzen. Ihre
Sprachverdrehungen dienen dazu, Probleme "verschwinden" zu
lassen, die sie vor uns verheimlichen wollen.
Ist der Mensch glücklich und zufrieden, bedient er sich anderer Wörter
Eine lange und nicht immer glückliche Historie wie die unsere, bringt Vieles mit sich, auch Unwörter. Mit dem Zeitgeist ändern sich auch die Begriffe. Wobei die derzeitige Umgangssprache auch nicht gerade als bestes Beispiel für die deutsche Ausdrucksweise in die Geschichte eingehen wird. Das könnte man besser machen, den Europäischen oder auch Globalen Gedanken aufgreifend. Aber die Unwörter allein sind ja nicht das Problem, sie sind ein Zeichen von Respektlosigkeit und Frustration. Würden die Menschen respektvoll miteinander umgehen, voller Hoffnung und Zuversicht sein, glücklich und zufrieden, würden derartige Begriffe erst gar nicht aufgegriffen/benutzt. Wie man in den Wald hineinruft - so schallt es heraus. Fühlen sich die Menschen schlecht behandelt, ist es eine natürliche Reaktion und da muss man noch froh sein, wenn es bei Unwörtern bleibt. Heute müssen ja schon afrikanische Stämme und andere Völker unseren Kindern Respekt beibringen. Das stimmt mich nachdenklich, nur mich?
Nächster Schlag gegen die Benachteiligung
Rot-Rot-Grün beschließen - initiiert durch die glorreiche
Piratenpartei die Einführung von Unisex-Toiletten im Berliner
Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg in öffentlichen Gebäuden.
Begründung:
„Existieren nur nach Männern und Frauen getrennte Toiletten,
so benachteiligt dies Menschen, die sich entweder keinem dieser beiden
Geschlechter zuordnen können oder wollen oder aber einem
Geschlecht, das sichtbar nicht ihrem biologischen Geschlecht entspricht.“
Ob man das Wort "UNISEX" wegen evtl. sprachlicher
Falschauslegung und damit verbunden Mißdeutungen bezüglich zu
erkaufender Leistungen beibehalten wird, scheint mir noch offen zu sein.
Aber vielleicht gibt es auf der nächsten Sitzung des
Bezirksparlamentes Friedrichshain-Kreuzberg eine Klärung.
Dummheit ist rasend schnell ...
mit "um... zu" wird manchem Verein absichtliches Verlieren unterstellt.
(Borussia führte 2 zu 0 - ... um 2 zu 4 zu verlieren).
Sportler müssen "EINHUNDERTPROZENT"??? Leistung bringen,
so als gäbe es auch "Zweihundertprozent"...
Mehrzahl sexistisch - was soll der Unfug/ die UnfugIN ???
"Was weiß ich!!?!" - "Keine Ahnung..." und "man/frau"???
decken Gesamtschul(LEERER?)intelligenz auf...
Nee, Leute, schmeißt "Duhdän" und lateinische
Regelwerke fort -
und grabt die Liebe zu unser Sprache -
und die Achtung anderer Zungen -
wieder aus.
---
PS.: Unsere Sprache galt vor laaaanger Zeit, ähnlich dem
Französischen, nicht nur im Baltikum als DIE Sprache der Literatur -
kein Grund zur Überheblichkeit, wohl aber zum pfleglichen Umgang.
Schön, nicht wahr?
Auf dem Werbeschild für Bauinteressenten in einem
Konversionsgelände las ich vor einiger Zeit: "An alle
Bauherren / Bauherrinnen......"
Wenn das nicht ein Fall ist, der nach Klärung schreit...
In diesem Geschwätz von der Bedeutung der Worte spiegelt sich nichts weiter als ein trübes Gemisch aus Gutmenschentum und intellektueller Wichtigtuerei wider. Denn die Worte sind vollkommen sekundär. Ich kann einen Schwarzen Neger nennen und es wird keine Sekunde abwertend klingen, eher wie, wenn man einen Bayern Seppel nennt. Und es klingt bei anderen Gelegenheiten abwertend, wenn ich vom Schwarzen rede, als wäre es der schwarze Mann. Natürlich ist die Entwicklung der Sprache, soweit sie unbewußt geschieht, wichtig. In diesem Sinne sind Mauthner oder Klemperer bedeutsam. Aber keiner von beiden wäre wohl auf den trüben Gedanken gekommen, das Verfahren umzukehren, und ein Unwort des Jahres zu kreieren und an den Pranger zu stellen. Wobei ja nicht eigentlich das Wort, sondern die angeklagt sind, die es aussprechen. Und da sieht man die gerade Linie von diesen selbsternannten Saubermännern der Sprache zur Inquisition.
Ein Wort haben die doch vergessen in ihrer Anklageschrift, und zwar das
menschenverachtende ARMUTSKONFERENZ.
„Armut“ impliziert Passivität, Unfähigkeit,
Scheitern, das Ausgeliefertsein an dahergelaufene Samariter, das
Es-Einfach-Nicht-Schaffen. Wenn das nicht vor Stigmatisierung und Ab-
und Ausgrenzung wabert, dann wabert nichts.
Nennen wir Arme lieber „ungerecht Behandelte“, das ist
schön, gut und wahr. Das impliziert, dass die anderen Schuld sind,
Klassenziel erreicht.
Benennt euch also um in UNGERECHTBEHANDELTENKONFERENZ.
(via PPQ)
Von Seneca
--- 1bis 65 n.Chr. ---
„Erstaunlich ist für manche Dinge
das Treffende des Ausdrucks,
und der Sprachgebrauch der Alten
bezeichnet vieles in der wirksamsten Weise.“
--------------------------------------------------
Apropos:
Statt „Unwörter“ aufspüren zu wollen,
sollte man lieber
„ausgelatschte Redewendungen“ aufspießen, etwa:
Die Menschen waren sehr „verunsichert“
(= in Katastrophenfällen!).
Es ist nicht so, dass die nak nur schwarze Listen veröffentlicht
und deshalb unnütz wäre. Die nak tut auch andere Dinge.
Hauptsächlich fordern. Beispiel gefällig?
„nak-Sprecher Thomas Beyer fordert … Mindestlohn,
Mindestrente, Bildungsgerechtigkeit, Gesundheitsvorsorge, Weiterbildung,
Betreuungsmöglichkeiten und bezahlbaren Wohnraum.“
Ach ja und dies auch:
„nak-Sprecher Thomas Beyer fordert von der Bundesregierung
verlässliche finanzielle Mittel gegen die Bedürftigkeit in
Deutschland: Österreich fördert dortige Armutskonferenz mit
85.000 Euro, Deutschland mit 8900 Euro die hiesige“
Quasi eine
„Armutsbesprechungsmindestförderungspauschale“: Wenn
man schon nicht alle reich machen kann, dann wenigstens die nak selber.
Mein persönliches Highlight der entarteten Wörter ist
übrigens die „Ehrenamtspauschale“ (unbedingt auf der
nak Website nachsehen).
Mein Oma hätte dazu einen allemannischen Ausdruck verwendet:
„Es isch zum Schüsse.“ Dieser dürfte heute sicher
oft missverstanden werden.
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. [...] Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geschaffen ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen." (Johannesevangelium, 1. 1-4) Worte haben Menschen jahrtausendelang geholfen, Ordnung in das Chaos und Licht in das Dunkel zu bringen. Will man Menschen verführen, dann muß man ihnen zuallererst den eigenen Kompaß, die eigene Orientierung nehmen ... und dazu widerum muß man sie der Fähigkeit berauben, Dinge zu erkennen, zu benennen und sich darüber auszutauschen. Den Menschen des Wortes, dieses göttlichen Funkens in uns allen, zu berauben, ist das Ideal jeder totalitären Herrschaft. Im III. Reich hat man dazu Bücher verbrannt, heute merzt man sie systematisch Wort für Wort aus. Und am Ende werden diejenigen, die jetzt für grüne "Political Correctness" stimmen, ebenso sprachlos auf das Ergebnis schauen wie einst diejenigen, die 1933 für Hitler gestimmt hatten.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.03.2013 10:48 UhrVielen Dank, Herr Anders
Besser kann man die böse Absicht nicht beschreiben.
darf man das? und klauen und betteln? und Sozialsystem abzocken? Darf man nicht! weil stimmt zwar, aber ist politisch nicht korrekt
Gibt es diese Interjektion auch in französischer Variante??
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.03.2013 09:51 UhrÜbersetzt wäre es "Horrible à dire."
Und natürlich wird es - ähnlich wie im Deutschen - auch immer mal wieder in Sätze eingebaut.
Herrgott wirf Geld runter, auf dass dieser Artikel bundesweit gross
plakatiert werde!
Im Ernst: wenn sie nicht so lustig wären, wären diese
Sprachverrenkungen womöglich sehr bedenklich. Nur: sind sie lustig?
Wohl kaum.
Oder als "Anzeige" getarnt
in "BILD", Herr Zapf (verteilt in gut erfassbare Portionen über eine Woche).
Wir sind von Armutskonferenzen umzingelt:
Jeden Tag erhalten wir Anschauungsunterricht über die Abgründe des Umerziehungsunwesens: Im Berliner Reichstag, in den Senaten und Landesparlamenten, in den Kreistagen und Stadtquasselbuden. Da bin ich froh, dass ich alterstarr unverbesserlich bin. Soll heißen: resistent und in jeder Hinsicht unerreichbar für die Bildungsversuche der Ungebildeten. Und das bleibt so.
Danke! Gegen eine Inflation der Begrifflichkeiten. Inflation haben wir schon genug und es hat sich noch nichts wirklich geändert auch wenn man "dem Kind einen anderen Namen gegeben hat".
Bemerkenswert ist, wie schnell sich in gewissen Kreisen innerhalb der letzten Jahre der gedankenlose oder vorsätzliche Gebrauch des Wortes „Unterschicht“ durchgesetzt hat. Das scheint in diesen Kreisen pc-gerecht und auch nicht diskriminierend. Analog dem tiefschürfenden Vordenken von Familienministerin Schröder („das Gott“) bietet sich ein Nachdenken – in einem landesweiten, ausschweifenden Arbeitskreiszyklus - über „die Unterschicht“ vs. „das Unterschicht“ an. Ersteres wäre wohl frauenfeindlich und das geht ja ganz und gar nicht.
Was für Wörter:
Unwort
Abgrundshintergrund
Entsorgungspark
Mülltrennung
Bildungspolitik