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Fraktur - Die Sprachglosse Panzer-Peer

 ·  Was wird erst sein, wenn im Verlauf des Transparenz-Kreuzzuges auch noch publik wird, dass Steinbrück die „Bismarck“ nachbaute?

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Wir hätten ja nie geglaubt, dass wir uns einmal Sorgen um ein Rauhbein wie Peer Steinbrück machen müssten. Jetzt aber ist es fast so weit. Nein, doch nicht wegen der Sache mit den Nebeneinkünften. Das wettert er, wie man sieht, locker ab. Was sollte uns auch daran überraschen, dass der angebliche Finanzfachmann Steinbrück besonders gerne vor angeblichen Finanzfachmännern redete, am liebsten noch in deren Schweizer Fluchtburgen?

Dort liegt schließlich unser schönes deutsches Schwarzgeld. Steinbrück hat immer gesagt, er wolle es zurück nach Deutschland holen, und das nicht nur in kleinen Scheinen. Außerdem weiß man schon lange, dass sich die dümmsten Lämmer ihre Schlächter selbst suchen. Aber auch mit dummen Wölfen, und nur solche tragen Schafspelz, haben wir kein Mitleid.

Nein, weit mehr fürchten wir, was im Verlauf des sich gerade formierenden Transparenz-Kreuzzuges noch alles über den Genossen der Bosse II. herauskommen könnte. Manches liegt ja schon offen zutage, ohne dass seine Brisanz bisher erkannt worden wäre. Denken Sie nur an die gemeinsame Steuererklärung mit der Gattin – reines Dynamit. Das heißt nämlich, dass Steinbrück (skrupellos, wie er ist) das Ehegattensplitting in Anspruch nimmt, dieses ultrareaktionäre Knechtschaftsinstrument zum Fernhalten der Frauen von Produktion und Selbstverwirklichung. Wenn das die SPD-Damen erfahren, die doch sogar dem Vorzeigeerziehungsurlauber Gabriel Saures gaben!

Und was sollen die Pazifisten in der SPD (und erst bei den Grünen) dazu sagen, dass Steinbrück gerne Kriegsschiffe nachbaute, darunter auch noch die „Bismarck“? Dass Panzer-Peer mit seinem Leopard die Oldenburger Heide umpflügte, was einem Verbrechen gegen den Frieden und, viel schlimmer, gegen die Ökologie gleichkommt? Fehlt nur noch ein Foto, das ihn auf einer Party in der Uniform der 7. Kavallerie zeigt, als General Custer, gleich neben Prinz Harry.

Aber wollen wir das alles und noch mehr wirklich wissen? Angesichts der gerade wieder ausgebrochenen Null-Toleranz gegen die Gnade der Intransparenz braucht man wirklich ein gutes Anti-Transpirant. Denn was wäre, wenn Steinbrück ob dieser Kampagne ins Grübeln darüber geriete, warum außer ihm in der SPD niemand den Kandidatenjob haben wollte? Dann ständen wir im Herbst nächsten Jahres vielleicht tatsächlich alternativlos da, und dieser Gedanke brächte überzeugte Demokraten wie uns schon ins Schwitzen.

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