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Fraktur - Die Sprachglosse Kampfradler

 ·  Lieber Krampfader als Kampfradler? Bundesverkehrsminister Ramsauer ist besorgt über die kriegsähnlichen Zustände auf Deutschlands Straßen.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (30)

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Gerda Fürch

New Yorker sind höflicher, gelassener und - nicht aggressiv!

In New York, quer durch Manhattan, werden Radfahrende respektiert und nicht aggressiv von der Fahrbahn gehupt, an den Straßenrand gescheucht und nicht aggressiv von der Polizei gejagt. New Yorker sind viel höflicher und gelassener.

Wenn kein Auto kommt, laufen alle New Yorker bei roter Ampel über die Straße! Tag und Nacht. Auch Eltern mit ihren Kindern. Keiner regt sich auf und geht aggressiv, angriffslustig oder rechthaberisch gegen das Verkehrsverhalten anderer Verkehrsteilnehmer vor. Es gibt auch keine Helmpflicht! - Ich habe in einer Woche nicht einen einzigen Unfall zwischen Autofahrern und Radfahrern gesehen. Autofahrer und Radfahrer respektieren sich gegenseitig!

Wie ist diese New Yorker Höflichkeit und dieser gegenseitige Respekt entstanden?
Diese Höflichkeit und dieser gegenseitige Respekt ist zuallererst das Auffallendste in New York, einer wirklichen Metropole mit über 8 Millionen Einwohnern, die ich Ende März erstmals besucht habe.

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Marco Vogt

Als Fußgänger wird man doch auch fast umgenietet von Radlern...

Meine Tochter - 3 Jahre - hätte es fast erwischt auf einem normalen Fussgängerweg auf dem ein ca. 60jähriger Radler fuhr, weil er nicht auf der Straße fahren wollte. Er verfehlte unsere Tochter, die einen Schritt zur Seite machte nur um wenige Zentimeter.

Das kann dann tödlich enden!

Einsicht beim Radler, sondern Beschimpfung unserer Tochter und uns. Einsicht: Null, anschließend Flucht, um einer Anzeige zu entgehen.

Ich fordere amtliche Kennzeichen für Radler ! Ich bringe auch an unseren 5 Rädern gerne solche Kennzeichen an.

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Marco Vogt

Als Autofahrer halte ich mich wenn ich Rad fahre...

auch an die Regeln... Und ich fahre auch oft Rad. Beobachte aber immer, dass viele Radfahrer dies nicht tun.

Das ist schlicht Selbstmordversuch.

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Johannes Wald

Einseitiger Blick

Erstaunlich, dass H. Ramsauer nicht die Fußgänger, die bei Rot über die Ampeln gehen, gesehen hat. Wäre er in Frankfurt gewesen, so hätte er neben den Radfahrern, den Fußgängern auch noch die Autos, die bei Rot über die Ampel fahren, beobachten können. Ich lade ihn ein, einmal vormittags am Opernplatz (Bockenheimer Landstr. / Einfahrt Mainzer Landstr.) sich ein Bild zu machen. Die Situation ist der Verwaltung (und ebenso den politischen Parteien) bekannt und man reagiert mit äußerster Gelassenheit auf das Problem. Nur weiter so. Bis ein Mensch tot bleibt.

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nick fury
nick fury (monoman) - 14.04.2012 17:27 Uhr

Wie schafft es Herr R. seinen Namen in der Zeitung lesen zu können?

Na ja, der Vorstoss Ramsauers ist ja schon ein paar Tage her, als nämlich die Autofahrer gerade wieder die Osterspritpreiserhöhung frisch zu spüren bekommen hatten, alljährlicher running gag. Da macht es sich ja nur zu gut, mal wieder einen Sündenbock an Land zu ziehen und ein bisschen darauf rumzuschlagen. Wirklich allerunterste Schublade...

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Reinhard Wolf

Richtig! Gerade im Bereich der opferlosen Straftaten mangelt es an Reglement und Präventivstrafen

Das besonderes Augenmerk ist aber nicht nur auf den eindeutig aggressiven, weil attackierenden Knightbikefightrider zu richten: Insbesondere der vermeintliche Opferradler, der sich regelmäßig und wiederholt von SUV´s und anderen Vehikeln anfahren und sogar absichtlich überfahren läßt, um sich so seinen gesellschaftlichen Aufgaben und insbesondere seiner steuerpflichtigen Arbeit zu entziehen, verdient die besondere und erhöhte Aufmerksamkeit! Im Krieg kennt die Staatsräson ja schließlich auch kein Pardon mit denjenigen, die sich aus Feigheit vor dem Feind selbstverstümmeln und sich auf diese Weise ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung und Verantwortung entziehen. Straßenverkehr ist Krieg! Deshalb sollte auf gar keinen Fall die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen, gerade im Bereich der opferlosen Straftaten unterschätzt werden! Durchgreifende Maßnahmen müssen schon beim Versuch des Kaufes eines Fahrrades und somit bei der versuchten Vorbereitung der Teilnahme am Straßenverkehr erfolgen!

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Otto Bahmann
Otto Bahmann (OBahmann) - 14.04.2012 13:58 Uhr

Bitte keine Kriegsrhetorik!

Warum muss man von "kriegsähnlichen Verhältnissen" sprechen und Menschen "Kampfradler" nennen? Vielleicht ist man ja mit dem Leben an sich im Moment überfordert und sucht nach überschaubaren Feldern - aber wozu dieses Überengagement?

Ich finde es ist höchst unglaubwürdig und ich habe ernste Bedenken, wenn Normabweichungen solche Zuweisungen erhalten.

Sicher ist es nicht immer optimal, aber im Sinne gegenseitiger Rücksichtnahme, meiner Meinung nach, zu lösen.

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Hans Winter
Hans Winter (hans1969) - 14.04.2012 13:47 Uhr

Puffer zwischen Autos und Radfahrern

....genauso kann ich den meisten vorherigen Schreibern beipflichten. Alibiradwege werden von Autos zugeparkt, von Liferfahrzeugen/LKWs als Abladestelle benutzt oder von unvorsichtigen Fussgängern gedankenlos überquert. In Frankfurt stehen sogar Bestuhlungungen von Cafes so, dicht an den Radwegen, dass bei Vergrößerung der Tischrunde Leute ihre Stuehle auf den Radweg stellen.

Wenn Ramsauer den Radfahren den Kampf ansagen möchte, dann bitte auch den Radwege zuparkenden Autos, LKWs, sowie den hirnlosen Passanten bzw. den Stadtverwaltungen die Radwege so unkenntlich anlegen, dass die nicht zweifelsfrei als solche erkannt werden und letztendlich den Autos die noch bei rot über die Ampel fahren oder Kreuzugen durch nicht vorausschauende Fahrweise blockieren.

Das könnte dann wirklich deeskalierend sein.

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Aldo Cordoba

Fahrradfahrer = Guter Mensch

Das Problem ist doch ein politisches: von Grünen und Geistesverwandten wurde jahrzehntelang der Mensch auf dem Drahtesel als klug, verantwortlich und grundsätzlich rechthabend dargestellt.

Demnach fühlt sich "Radfahrer" stets im Recht - und außerdem hat er kein Nummernschild!
Ein Nummernschild würde hier rasch abhelfen; absolut unverständlich, warum hier keine Versicherungs- und Identifizierungspflicht gegeben ist…

Ach ja… Radfahrer sind ja immer im Recht… Jetzt verstehe ich.

(Habe übrigens 3 Fahrräder, nur so zur Info.)

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 22:28 Uhr
Stefan Albert

schafft Arbeitsplätze ;-)

(Ironie an:)
Prima Idee, dann können noch Tausende von Beamte im täglichen Wachkoma die Fahrräder
und die Nummernschilder, (besonders die gestohlenen) verwalten; schafft Arbeitsplätze und Steuer-Geld hat der Staat ja genug.
(Ironie aus.)

Allein durch die Tatsache, dass 1 Liter Benzin ca. 8 kWh Energie sind, ist klar, dass Autofahren richtig übel ist.
Bedauerlicherweise ließen sich noch zig weitere dunkelste Schattenseiten der sorglosen und leichtfertigen PKW-Nutzung anführen. (Spare ich mir heute abend mal...)

Ist man in der Lage ehrlich, aufrichtig, klug und kreativ darüber nachzudenken, dann wird einem schnell klar, dass das Ausmaß des motorisierten Individualverkehrs seit Jahrzehnten bereits krankhaft ist und sich noch deutlich verschlimmert hat.

Je mehr der Mensch die PKW-Nutzung ablehnt, je reifer, entwickelter und verantwortungsbewusster ist er.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 14.04.2012 17:34 Uhr

Wenn schon, denn schon

Dann sollten Fußgänger aber auch Nummernschilder tragen müssen. So könnten auch sie strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie z.B. einfach auf Radwege laufen. Auch für Kinderwagen würde sich das anbieten. Sicherlich könnte so die horrende Zahl von Verkehrstoten, die durch Radfahrer und Fußgänger verursacht werden, verringert werden.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 14.04.2012 12:48 Uhr

Ein Problem: gemischte Verkehrszonen

In vielen Städten ist das Radfahren in Fußgängerzonen und auf Fußwegen erlaubt bzw. geduldet, das führt zur ständigen Gefährdung von älteren Fußgängern und Kindern. Städtische Verkehrsflächen werden hauptsächlich den Autofahrern zur Verfügung gestellt, die übrige Bevölkerung muß sich mit Restflächen begnügen. Saarbrücken ist ein typisches Beispiel: Innerstädtisches Radfahren auf Straßen gleicht einem Suizidversuch, die wenigen Alibiradwege, durch weiße Linien abgetrennte Fahrbahnrandstreifen, sind entweder zugeparkt oder aber so schmal, daß man von vorbeifahrenden Autos riskiert aus dem Sattel geworfen zu werden oder aber von einer sich öffnenden Fahrertür eines geparkten Autos zum Salto mortale gezwungen wird. Solange Radfahrer und Fußgänger auf gemeinsamen Flächen zusammengedrängt werden wird sich an dem Problem "Kampfradler" nichts ändern, es sei denn, die Polizie kontrolliert verstärkt und konfisziert die Räder solcher Fahrer an Ort und Stelle.

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Uwe Wöhlbrandt

Freiheit für alle

Die Straßen in Deutschland sind das letzte Stück Freie Wildbahn!

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steffen stein

Wenn der Herr Ramsauer etwas für den Radverkehr tun möchte...

... dann sollte er Radwege abschaffen und so die Fahrbahnen verbreitern oder Parkplätze draus machen - das kommt allen zugute und bei der Autolobby macht er auch noch Punkte damit.

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Ralph Burgwald

Radler u. Geschwindigkeitsbegrenzungen

Na immerhin halten sich Radler an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Fahren Sie doch einfach mal Strich 50 in der Stadt Herr Ramsauer und schauen Sie wie Sie als einziger, der so fährt, zusammengehupt und bedrängt werden.

Ach so, wenn ich im Auto sitze bin ich auch immer zu schnell

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.04.2012 10:43 Uhr
Marco Vogt

Nee nee....

Wir sind mal in Berlin mit dem Fahrrad den Kreuzberg runtergefahren. Da war ein Blitzer, den wollten wir provozieren.

Wir haben 70 km/h geschafft und am Ende hat uns die Polizei rausgezogen. Da wird keinen Führerschein hatten mussten wir eine Strafe zahlen, obwohl es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Begründung: Unangepasst Geschwindigkeit im Straßenverkehr.

Denn die muss man beachten ;-)

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Jürgen Dietze
Jürgen Dietze (dietzej) - 14.04.2012 11:41 Uhr

Zustimmung

Auch für mich als Autofahrer sind Ampeln eine Zumutung! Das ständige Stoppen und Wiederanfahren ist spritintensiv und damit umweltunverträglich, außerdem gasfußfeindlich.

Oft sind Ampeln autounfreundlich, weil fußgängerverträglich geschaltet. Ich kann deshalb die Radfaher verstehen und fahre ab sofort immer bei Rot drüber. Sollte ich dabei mal einen Radfahrer umnieten, dann Entschuldigung, aber Fußgänger werden ja auch von Radfahrern umgemäht. Schwund ist immer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 13:50 Uhr
Horst Delmen

Saukomisch

Toll, an Ihnen ist ja ein richtiger Komiker verloren gegangen - allerdings eher ein Mario Barth als ein Loriot.

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Ulf Röttger
Ulf Röttger (urms) - 14.04.2012 11:40 Uhr

Zwei Seiten der Medaille

Als Münsteraner (also sicherlich die Fahrradhauptstadt Deutschlands) und sehr aktiver Radfahrer möchte ich gerne zweierlei Lanzen brechen (Kampfradler, gell?!). Ich bin flott unterwegs, und wie der Karlsruher Radler unten bemerkte, normale Staßen können sicherer sein als Radwege. Aber gefühlt 90% aller Radfahrer sind für die Straße nicht sicher genug. Da wird keine Richtung angezeigt, geschnitten, plötzlich angehalten, und mit Rädern gefahren, die an sich schon Schrott sind. Die meisten sportlichen Radfahrer fahren korrekt, aus Selbstschutz und ich halte an Ampeln an, egal wie scheinbar 'unsinnig'. Die 'Kampfradler' sind hingegen eher 'Sonntagsradler', die ein Rad wie ein Spielzeug benutzen.
Andererseits wird man als Radfahrer in der Tat oft gegängelt, auf miserable Radwege verwiesen und regelmäßig von der Verkehrsführung benachteiligt. Münster ist da noch sehr nett, Landstraßen, kleine Orte, ... ein Graus.
Seht Radfahrer als vollwertige Teilnehmer an, dann klappt es.
Gruß aus MS :)

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Christoph Rohde

Rücksichtslosigkeit herrscht

Hier in München fahren Kampfradler an engen Stellen - am Karlsplatz - auf der falschen Seite und zwingen die richtig fahrenden Radler fast in die Autos. An Ampeln drängeln sie sich vor, wenn man den Weg der Kreuzung freihalten will. Die Rad-Anarchos meinen, sich als ökologisch Korrekte alles erlauben zu können. Da wird man fast schon mal handgreiflich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.04.2012 16:18 Uhr
Lukas Durand

Vordrängeln

Ich weiß nicht ganz genau, was Sie mit dem Vordrängeln nun meinen. Aber an Ampeln auf der rechten Fahrbahnseite an den Autos vorbei vorzufahren, ist erlaubt. Man wird dabei aber immer wieder von Autofahrern angefeindet, die nicht so sattelfest (haha) in der STVO sind.

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Arndt-B. Janssen

Vom Ende her,

wie es seine Kanzlerin rät, sollte der Ramsauer Peter die Problematik betrachten. Wie viele der über 5.000 Verkehrstoten im Jahr werden von zu schnell oder Rotlicht missachtenden Autofahrern verursacht? Wie viele von sog. Kampfradlern? Eigentlich recht einfach, an welcher Stelle angesetzt werden muss, um Ergebnisse zu erzielen. Offenbar kämpft der Ramsauer Peter aber eine Defensivaktion für die fortgesetzte Dominanz des Autoverkehrs in Städten. Dahinein passen auch seine Überlegungen zur Helmpflicht für Radfahrer. Radfahrer werden in der überwiegenden Mehrzahl von rechtsabbiegenden Fahrzeugen, v.a. LKW, oder durch Frontalzusammenstöße mit ihre Spur verlassenden Fahrzeugen getötet. In beiden Fällen nützt ein Radhelm herzlich wenig, aber die Helmpflichtfrage lenkt erst einmal von einer Hinterfragung der Auto-Dominanz im Verkehr ab.

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David Landern

Fahrradunfreundliche Ampelkultur

Die Überfahrerei roter Ampeln hat durchaus nachvollziehbare Gründe:

- Auf dem Fahrrad ist Anhalten-Rumstehen-Frieren-Wiederantreten-Beschleunigen-Weiterfahren ein ziemlich anstrengender Prozess, wenn man es alle 50 Meter tut
- Viele rote Ampeln im Stadtverkehr machen für Radfahrer keinen Sinn, weil der Radweg von Autos garnicht überkreuzt werden kann
- Ampeln werden nicht für Fahrradgeschwindigkeit geschaltet, sondern für Autos, sodass man auf dem Fahrrad überproportional viel an roten Ampeln steht

Insofern vielen Dank für diese Glosse auf die Panikmacher. Im Spiegel gab es dieses Jahr eine sehr lehrreiche Reportage zur Einführung einer Helmpflicht und ihrem (Un-)Sinn, die in dem Zusammenhang auch sehr lehrreich ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 11:31 Uhr
Felix Palmen
Felix Palmen (zirias) - 14.04.2012 11:31 Uhr

Ergänzung

Da würde ich gerne ergänzen:

- "Bettelampeln" (korrekt soweit ich weiß Anforderungsampeln) für Radfahrer. Für Fußgänger mag das eine sinnvolle Idee sein, für Radfahrer dagegen eine Zumutung.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 14.04.2012 11:19 Uhr

Verkehrsteilnehmer 3. Klasse

Politik und Verwaltung akzeptieren Radfahrer nicht als Verkehrsteilnehmer mit eigenen Bedürfnissen. Sie meinen, die könnten sich mit Schrittgeschwindigkeit auf schmalen, versperrten Alibiradwegen bewegen und alle hundert Meter absteigen. Wenn man das Rad als Alternative zum Auto und zu teuren öffentlichen Verkehrmitteln betrachtet, ist das unsinnig und nicht akzeptabel. Dann kann man gleich zu Fuß gehen. Auch ist zu beobachten, daß die Drangsalierung der Radfahrer zunimmt, je mehr die Städe sich mit ihrer angeblichen Radfreundlichkeit brüsten. Deutlich zu spüren in der "Radlhauptstadt" München.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 14.04.2012 10:54 Uhr

Der belgische Kreisel des aufeinander Schimpfens

Man nehme einen Auto-, einen Radfahrer, einen Fußgänger - stelle einen Bus- & einen LKW-Fahrer dazu. Jeder zeigt auf den jeweils anderen, vergißt dabei, daß mindestens drei Finger auf ihn selber zeigen.
Deutschland ist, war und wird wohl immer eine Autofahrernation bleiben. E-mobile müssen genauso schnell fahren, wie herkömmliche betriebene, auch wenn sie nur einen Bruchteil davon tatsächlich abzuliefern haben. Ein befristeter Führerschein in Dtl. undenkbar.
Der Radfahrer nimmt dem Autofahrer Verkehrsraum weg, ist schneller als der Fußgänger, also wird er von beiden gehaßt. Dass das Rad innerorts meist schneller und ökologischer ist, ist unbestritten. Interessiert aber in Auto-Dtl. niemanden.
Und wohin sollte der staugeplagte Automobilist innerorts vor der roten Ampel seine Agressionen abbauen, als gegenüber dem sich durch die Schlange wartender PKW schlängelnde Radler?
Radfahren würde unsere örtlichen Verkehrsprobleme lösen, bringt aber keine Steuern ein ...

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Jahrgang 1979, Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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