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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fraktur - Die Sprachglosse Gnade uns Grzimek!

 ·  Kehret um und lernt von Obama: Die Kanzlerin muss ihre Weihnachtsgans begnadigen, Seehofer seinen Karpfen und Steinbrück eine Currywurst.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (7)

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Hubert Appenrodt

Herr Kobler – leider einige Schöpfungen des kollektiven Irreseins vergessen...

... bitte nicht übersehen: die klimaneutralen Baumumarmer, die märchenschönen Rettungsschirmmeister und zwanghaften Europabefürworter, die authentischen Dornbuschflüsterer, wie auch die korrekten Bärenkuschler (die es überleben) und grünroten Mitwalsänger, die fatalen Euroklopper und lieblichen Wachstumsverweigerer, die aufgedrehten Delphingrapscher und griechischen Plakatmaler mit Sonnenradsymbolik, die Freunde der italienischen Oper und Mädchennachsteller im Politikergewand, die traurigen Erfinderinnen des anschaulichen Genderblödsinns, darin eingebunden die leidenschaftlichen Weißseinsforscher, die manischen Häschenhätschler und linksliberalen Baumwollsockenfetischisten, die freundlichen Turnbeutelvergesser und die Moskauer Pussyanbeter hierzulande und weiter östlich...Sie alle und andere verdienen gleichfalls Schonung – in jeder Hinsicht und zu jeder Tages- und Jahreszeit! Und warum wird eigentlich nie erwähnt, daß SPD-Schröder mal im Stimmungstief eine Weihnachtsgans gerettet hat.

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Eckhard Freise

Ach, neische, du gnadenreische ...

Steinlaus, von Grzimeks Gnaden aus Loriots Lenden, dein seschenreisches Haupt dem Lapidivoren-Grundnahrungsmittel entgegen (50 Kilo Beton täglich für ein begnadet schwangeres Weibchen). Daß "die letzten großen Steinlaus-Bestände durch den Menschen vernichtet" sind, wurde durch TV-Sketch-Gnadenakt abgewendet. Dank frühchristlichem Physiologus und Frühhumanist Steinhöwel(!) wissen wir, daß ein Tier Enhydris Krokodilskutteln im Bauche des Untiers knabberte und deshalb als gnädiger Heiland gesehen wurde. Im krippalen Wickelzustand gleicht das Christuskind jener fabelhaften Petrophaga Lorioti (nur von der gnadenlosen FAZ als "Peer-Fresserin" mißdeutet), die auch uns aus Gefangenschaft erlöst, vertilgt sie doch von innen teuflische Steinechsen in den Städten. Vor allem beim Rückbau Frankfurter Banken (Goethe, Grzimek und die Steinlaus sind Hesseköpp) ist ihr Lausesgnadentum demnächst gefragt. Steinerne Brücken verschmäht sie jedoch aus Prinzip (Loriot hat SPD gewählt).

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 22:14 Uhr
Eckhard Freise

Rosinante sanft die Sporen zu geben ...

und sie mit Karacho gegen die nächste Windmühle zu steuern, ist doch auch eine Form von picarischem Kampfstrampeln?! Beste Grüße an Résistance und den Emir zur See!

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René Artois

Das habt Ihr schön gesagt, ...

... fast möchte man dahinter einen DonQuijotismus vermuten, wie mein Freund Admiral von Sinkenquicken jetzt sagen würde ;-)

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Gerhard Dünnhaupt

Symbolische Fischverteilung

Bei Beerdigung Kim Jong Ils ließ der junge Diktator Kim Jong Un jedem Bewohner Nordkoreas einen Fisch aushändigen, den sein Vater angeblich den Untertanen testamentarisch vermacht hatte. Vielleicht sollte auch die Kanzlerin bei ihrem Abtritt jedem Deutschen einen toten Fisch aushändigen lassen.

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Egon Weissmann
Egon Weissmann (EgonOne) - 23.11.2012 15:53 Uhr

Fuehrt das zum Ende der Welt?

Ich hoffe dass diese Tierbegnadigung nicht zu weit geht. Wer weiss was dann passieren koennte? Truthahn aus der Dose? Karpfen in Aspic? Weihnachtsgans aus dem Glas? Oh jeh, Oh jeh, ist dann der Spirit of Chrismas vorbei?
Ist das Leben dann noch lebenswert?
Mit Verlaub, satirisch veranlagte Leser fragen in welcher Sprache man begnadigt? Was spricht so die typische Gans? Oder ein gesegneter Karpfen. Was die wohl sagen wenn man sie ins Altersheim abschiebt? Und dazu noch die Currywurst. Ohlala. Formidable.
Nicht einfach sowas zuverstehen,
Pax vobiscum

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Thomas Kobler

Wo wir grad beim Schonen sind...

..., Herr Kohler, dass Sie die esoterische Kultgemeinde bis zur heutigen Glosse mit der Wahrheit verschont haben, dass der vielbeachtete und legendäre Maya-Kalender nur heuer am 21.12. aufhört, weil keiner mehr von denen da war, um weiterzuschreiben, rechnen ihnen viele Wünschelrutengänger, Steinstreichler, Buntlichtbader und Xavier Naidoo-Fans hoch an. Selbst in diesen Kreisen ist das Verraten des Endes - selbst vor dessen Nichteintreten - so verpönt wie das Kornkreismachen mit dem Treker.

Und weils im Land wieder mal ziemlich tierisch zu und her geht, rufen wir nach Bad Sooden: "Verschont doch bitte Eure huftierfreundlichen Bürger und die ganze Republik mit Schnapsideen, die Euch wie Rindviecher dastehen lassen!"

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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