07.02.2013 · Wer erweist nun Frau Schavan den Freundschaftsdienst, den sie einst zu Guttenberg erwies?
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
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..was mich hier langsam nur noch nervt, da wird seit Jahren in Romanen, in Gedichten in Zeitungen ect. geschrieben, Da werden Medien gemacht und alle verdienen daran, wann wird hier aber auch im netten Westen endlich kalr, das wir auf Deutsch gesagt die Schnauze voll haben von dem ewigen Betrug, von Lügen, von Vorteilsnahme und von Gewlat, hinterher ist es niemand gewesen. Und das tollste was wir dieser Regierung zu verdanken haben und da haben sie die einstellung einer Diktautr übernommen, Opfer sind selber Schuld, kranke sind immer die Faulen auch wenn sie Opfer von Gewlat wurden. Entschöädigungen für Stasiunrecht gibt es nicht, wir leben in einem Lnad der täter, Gewissen ein Fremdwort. Ablenkung, Unterhalutng und Fun und Billionenen Schulden. Das mit dem Fun war eine Nummer zu groß, alles zu hochgeputscht und sein Geld nicht wert! Soviel Drogen und Speed kann man gar nicht nehmen, und das bei dem langsamen Tempo was sie auf der anderen Seite hinlegen!
Zur Abschaffung des Schamgefühls: Vollends lächerlich wurde das Schämen bereits
in den 1970er Jahre (in HH und Berlin sicher schon 1960 ff) , der
(progressive) Zynismus ersetzte die (altmodische) Scham:
das was schief gegangen war, lag nun nicht mehr an mir, sondern an den
unzureichenden gesellschaftlichen Umständen! Warum sollte ich mich
noch für etwas schämen, für das mich keine Schuld traf?
Als Süddeutscher mußte man sich um 1980 da in den
nördlicheren Gefilden Hessens umstellen, um nicht unter die
dortigen Räder und neuen Zynismen zu kommen!
Das war schon lange vor dem Privat- TV!
Die nächste Welle war DALLA und DENVER- Clan: Scham, wozu! Das ist
doch veraltet!
Sie wehren alles mit Zynismus...
...und mit Komodie ab, dass sie auch schuldig sind und dafür Verantwortung tragen haben sie verlernt. Alles sind die anderen, deswegen sind auch die Lügner und Betrüger oben! Ablenken, nicht für Fehlleistungen gerügt werden, alles wird toleriert. Hat einen vollkommen verzerrten Wettbewerb und ein verzerrtes Bild geschaffen.
Nach dem notorischen elften Gebot für abgehoben sich heraushebende
-DU darfst DICH nicht erwischen lassen- , für echte Notlagen als
zwölftes Gebot:
Schäme DICH nicht, denn DU bist ausgenommen!
Herzlichen Dank für diese großartige Glosse aus dieser
wunderbaren Kolumne.
Wie stehen wir nun da im zu kurzen Hemd, besser: im Schämisettchen,
vor unserem ... (Nein, du garstiger Reim - fort mir dir!). Gehemmt auf
der Büßerhemdschwelle: Vier alle - die ausgschamten Schamanen
der Groß- und Kleinforschung, die Schlattenschammes Consorores et
confratres der Communitates veritatis inquirendae, die
schlammschmeißenden Hämtücker der Scham-Poster, nicht
zuletzt die schamumflorten Shampoonierer der schreibenden und bloggenden
Zünfte. Scha(u)m-Bildung tut not, scham ma mal - Yabba Shamma Damma Doo!
(Schämen tu ich mich ein anderes Mal).
Ironie ist, wenn man trotzdem lacht.
Dennoch, gut gebrüllt Herr Kohler.
Frau Schavan sollte sich trotzdem schämen und unverzüglich
zurücktreten. Im eigenen Interesse.
Ooch - Schavans eigenes Interesse ist mir völlig wurscht
Aber im Interesse der deutschen Bürger, die keine Lust mehr haben auf das Fremdschämen für schamlose Politiker, sollte sie schnellstens gegangen werden, wenn sie es nicht selber tut!
... erst verschämt, dann fremdgeschämt und jetzt unverschämt! Schavan ist einfach nicht mehr tragbar und muss weg.
Ein Heer von Deutschen schämt sich für die Ministerin bei Tag und bei Nacht, weil sie ihren Doktor
nicht richtig gemacht! Ihre Freundin Merkel, kein Wunder, wird ihr bald geben Zunder. Denn Wahlen stehen bald ins deutsche Haus, eine Ministerin ohne richtig Gewissen, oh Graus!
Das ist garnicht so einfach mit dem Schaemen, Meister Kohler. Besonders
das freiwillige Fremdschaemen.
Egal wie ich mich anstrenge -- ich geb es zu, ich waere schon
bereit mitzuschaemen -- aber finde es schwierig.
Sicherlich fuehlen andere Buerger der Republik das auch. Da Schaemen
sicherlich einen grossen Stress auf die Menschen legen koennte, empfehle
ich dass wir ab sofort das Schaemen abschaffen. Der Grund dafuer
"Mangel an Interesse."
Ueberlasst das Schaemen den Beschaemten, derweil wir Normalverbraucher
ganz unverschaemt uns weiter durch das taegliche Leben schlagen -- sogar
unfreiwillig. Und das ist nicht einfach.
Pax vobiscum
"Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie"
Schämen sollte man sich in erster Linie für die politische Kultur der Schamlosigkeit, die diese schwarz-gelbe "patinöse" (mit höfl. Bezug auf ihre Chefin und Verneigung vor Frau Höhler) Bundesregierung kennzeichnet. Jung, zu Guttenberg, Wulff, Röttgen, nun Schavan, sie alle genossen das "volle Vertrauen" der Kanzlerin immerhin für 34 Tage (statistischer Durchschnittswert nach Eintreten der Tatbestände), bis sie in der politischen Versenkung verschwanden. Auch letzterer, Busenfreundin hin oder her, wird dieses Schicksal nicht erspart bleiben. Merz, Koch, Rüttgers, Köhler, von Beust und der von gravierenderem juristischen Ungemach als Schavan betroffene Mappus, sie alle waren schon zuvor freiwillig vom Acker gegangen oder abgewählt worden. Was die "Dissertationsproblematik" angeht: eigenartig, dass alle aktuellen Fälle (zu Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkakis, Schavan) aus dem schwarz-gelben Milieu kommen. Offenbar arbeiten Linke gewissenhafter und intellektuell unanfechtbarer?!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2013 19:08 UhrDoch - ich schäme mich fremd ...
wenn ich von einem gebildeten Ausländer angesprochen werde auf
- zu Guttenberg,
- Wulff,
- Schavan,
- Koch,
- Rüttgers,
- Köhler,
- Mathiopoulos,
- Koch-Mehrin sowie
- Gerhard Schröder, der sich nicht entblödet, für ein
Kreml-Unternehmen zu arbeiten.
Und wenn danach über
- den Großflughafen BER,
- die Elbphilharmonie,
- Stuttgart 21 oder
- die U-Bahn und das Stadtarchiv Köln
gesprochen wird - dann fühle ich mich ziemlich unwohl.
Offenbar...
... sind im schwarz-gelben Milieu mehr Menschen unterwegs, die sich
unbedingt mit höchsten Würden schmücken müssen,
trotz (und das ist unser Problem) völliger Ahnungslosigkeit.
Wenn Sie ein Problem mit dem Ungleichgewicht der Plagiate durch den
politischen Regenbogen haben, machen sie den Schritt und knüpfen
Sie sich die Arbeiten von Gysi & Co. vor! Rein von der Zahl der
Arbeiten haben Sie dann vergleichsweise wenig zu tun. Sie haben durchaus
meinen Segen dies zu tun, das Ergebnis würde mich interessieren.
PS.: Viel Spaß beim Lesen von "Zur Vervollkommnung des
sozialistischen Rechtes (...)" !
Auf "Telepolis" (sorry liebe FAZ - ich bin nicht nur
Fremdschämer, sondern auch "Fremdleser") ist heute ein
bemerkenswerter Artikel erschienen: Raul Rojas "Die Doktoren der
Herzen" (einfach googeln). Er beschreibt nicht nur, "wie
haarsträubend die Rechtfertigungen sind, die jeden Tag in der
Presse zu lesen sind", sondern begründet unter Bezug auf
"schavanplag" auch, warum das "Ergebnis .. für mich
als langjährigen Gutachter von Dissertationen keinen Zweifel daran
(lässt), dass sich hier jemand freizügig aus der
Sekundärliteratur bedient hat.
.
Im Abschnitt "Die Promotion als Spielwiese der Politiker"
vergleicht er die Situation in Deutschland mit den USA: "In
Deutschland haben 20 Prozent der Abgeordneten im Bundestag einen
Doktortitel. Das ist eine bemerkenswert große Zahl. In den USA
gibt es im ganzen Repräsentantenhaus nur 17 Promovierte (bei 441
Abgeordneten entspricht dies 3,9% der Gesamtzahl) und im Senat ganze 4
(von 60 Senatoren)."
.
Einfach mal nachlesen!
Gelesen. Danke für die Empfehlung, Herr Timm.
Ein brillanter Artikel, den hier zu lesen ich mir gewünscht
hätte. Einen Aspekt hat der Autor vernachlässigt: Den der
angeblich ungleichen politischen Gewichtung.
Mal abgesehen davon, dass die Regierungsfraktionen ja geradezu mit dem
Klammerbeutel gepudert sein müssten, wenn sie nicht die Promotionen
aller Dres. in den Oppositionsfraktionen hätten durchscannen
lassen: Es wurden ja auch Oppositionspolitiker »erwischt«,
indes nur der zweiten bzw. dritten Reihe. Daraus mag nun jeder selbst
seine Schlüsse ziehen. M. E. deutet das nicht unbedingt auf
besondere Integrität hin.
Ich würde es ja gerne, ich kann es aber nicht !
wenn man länger in Italien lebt, geht das einem vollkommen ab,
irgendwie wird man da resistent gegen Fremdschämen - dafür
sorgt schon Silvio der Unwiderstehliche, der schämt
sich für gar nix.
Solche Fehler sollten bereits die
„Doktormütter/väter" aufdecken, schließlich
sind sie die fachbezogenen „Professorinnen/Professoren". Oder
haben die keine Verantwortung? Sie sollten sich fremdschämen!
Nebenbei: Zu meiner Examenszeit wurden ganz offen Diplomarbeiten gegen
Entgelt angeboten, „das spart ja viel Arbeit, und ist sicher".
Man sollte vielleicht eher die „Doktoreltern" analysieren,
anstatt nur Frau Schavan Vorwürfe zu machen. Mir scheint das Ganze
ein Wahlkampftrick zu sein.
So ist es, Herr Storm!
Die Prüfer hatten damals gar keine Möglichkeit, sämtliche
Plagiate in einer Dissertation zu erkennen, falls ein Doktorand es
darauf anlegte, seine Arbeit derart "aufzuhübschen".
Darum verdient Frau Schavan weder Mitleid noch Verständnis. Sie hat
erklärt, ihre Arbeit nach den geltenden Regeln verfasst zu haben -
also hat sie die Doktorwürde mit einer Lüge erschlichen und
kann sich nun nicht etwa mit lässigen Fehlern selbst entschuldigen.
Für solch ein schäbiges Verhalten kann und darf es keine Gnade
geben. Besonders als Wissenschaftsministerin ist sie absolut untragbar.
Das sollte auch Frau Merkel wissen.
Wahlkampftrick
Wahlkampftrick? Claro. Von langer Hand angelegt. Das unschuldige junge Frolln Schavan wurde vor über 30 Jahren von Stasi-Agenten in eine Dissertationsfalle gelockt. Und heute wird das unschuldige alte Frolln und erfolgreiche Fremdschämerin von linken Gossenjournalisten bloßgestellt. Eine Schande das.
Gegen Betrug o.ä. sind auch Prof´s nicht gefeit. Sollten sie Millionen Bücher im Kopf haben?
Vielleicht ist durch die Massenproduktion von Doktoren der Doktorvater seinen Doktoranden so entfremdet, dass er sich vor Allem auf dessen Erklärung über die Rechtmäßigkeit des Zustandekommens der Doktorarbeit berufen muß. Ein wirksames kritisches bzw. tiefschürfendes Bewerten der Arbeit hinsichtlich möglicher Plagiate kann nur bei Verdachtsmomenten erfolgen. Denn die unendlich große Zahl von Werken, aus denen abgeschrieben werden kann, lässt nicht zu, sich 100%ig gegen Plagiate zu schützen. Erst die moderne IT-gestützte Überprüfung von Dissertationen mit entsprechender Software ermöglicht, erff. fündig werden. Vor 30 Jahren hätten die Prof´s allerdings die Millionen Bücher im Kopf haben müssen, um üble Missetäter bzw. - täterinnen zu ertappen. Gerechterweise verjähren Plagiate nicht, die Computerisierungszeit hat Schavan eingeholt! Es ist gut, dass es für die Aberkennung des Dr.-Titels nie zu spät ist. Auch bei der Gewissensarbeit der Wissenschaftsministerin!
na dann...
verurteilen wir in Zukunft den Kaufhausdetektiv, wenn der Ladendieb erst zuhause mit der Beute entdeckt wird.
Dr.-Väter
sollen also (HEUTE GEHT DAS EINFACHER) Arbeiten nicht nur auf den Inhalt sondern auch noch auf Betrugsversuche auswerten? Der magere Inhalt ist es nicht, warum Schavan den Titel weggenommen bekommt. Der Betrug ist es, der nun enttarnt wurde. Weil es durch Technik heute möglich ist, was sich die damals 23-jährige superschlaue Betrügerin nicht vorstellen konnte: Aufdeckung von Betrug in der Dissertation.
Das wird schwierig für die Findungskommision des "Unwortes 2013". Dabei hat das Jahr erst angefangen!
Genau, Scham,Schavan, Helau !
Der listige CDU-Theologe hat sich bereits für Herrn Wulff erfolgreich bis zu dessen Rücktritt fremdgeschämt, aber so was von. Und so von Theolog' zu Theologin fremdschämt sich's gern einmal, wenn's passt.
Fremdschämer. Ich bin dabei. Als Berufseinstieg schäme ich
mich öffentlich one Berechnung für Frau Schavan. Eine
23-jährige wählt den bequemsten Weg um an einen Titel zu
kommen. Der ihr in der CDU und ihrer Karriere auf dem Weg in die
höheren Ebenen bezahlter Politiktätigkeit nützen wird.
Tat er, der Titel. Bis auffliegt, dass das christlich-demokratische
Fräulein bösartig und berechnend betrogen, abgeschrieben und
geklaut hat.
Ich schäme mich öffentlich für eine alte,
niederträchtige, berechnende Frau, deren Leben und Karriere auf
Lügen und Betrug aufbaut.
Nicht grämen, über Schavan, nur schämen.
... fiel mir als Kalauer zu dieser schönen Glosse ein, oder
- als Zeitungsartikelüberschrift: "Eine große Koalition
der Schamlosigkeit: Steinbrück und Schavan";
- als Bonbon-Marke "Nimm 3. Steinbrück, Brüderle und Schavan".
- als Bildunterschrift über das berühmte SMS-Bild:
"Fremdscham 2.0 (nicht nur heimlich)"
- als Karl May: "Fremdschämend durchs wilde Schavanistan".
- als Zeitungsente: "Sie schämte sich über sich selbst".
- als Fehleinschätzung: "Für den Rücktritt war sie
zu schamhaft".
- wissenschaftlich: "Person, Gewissen und Scham. Zu den Bedingungen
der Schamhaftigkeit".
- theologisch: Sie hat sich ihre Fremdscham vergeben.
- soziologisch: Die Fremdschambewegung.
- juristisch: Wer sich ohne Anlass fremdschämt und sich nicht
darüber schämt, verwirkt eine Schamfrist von mindestens 2 Jahren.
- Abituraufgabe: Beschreiben Sie die Fremdschämerei anhand des
beigefügten Bildes von Frau Schavan und Frau Merkel.
- hämisch: Judaistik als Schamauslösungswissenschaft
Schavan's liebenswürdiger Hochmut
Was doch so eine Lebenslüge für kreative Momente bei anderen
weckt. Kompliment!
Und Frau Schavan bedank sich höflich-kontrolliert bei allen
Unterstützern - ich glaube sie hat den Knall nicht gehört, der
wegen ihr ausgelöst wurde.
"@AnnetteSchavan
Ihnen allen Vielen Dank, für Ihre große und von mir sehr
geschätzte Unterstützung! Ihre Annette Schavan"
Nun, immerhin schämt sich ja schon mal die gesamte Oppostion für Frau Schavan, das ist doch ...
schon mal ein Anfang.
Falls jemand bei der Union anfangen sollte, sich für Frau Schavan
zu schämen, dann sollte man gleich darin mit einschließen,
dass m.W. auch Frau Schavan als Kultusministerin die unsägliche
Rechtschreibreform mit verbrochen - jedenfalls nicht verhindert - hat,
ebensowenig wie der Bayer Hans Zehetmair. Auch dieses Bachelor-Unwesen
hat uns Frau Schavan m.W. mit beschert. Hat sie sich geschämt, weil
sie mit der Bundesluftwaffe zum Papst flog?
Die Doktorarbeit hat in diesem Zusammenhang eigentlich nur etwas von dem
berühmten silbernen Löffel, den man nicht klauen sollte; oder
einer gefälschten Spesenabrechnung, mit dem man einen
Großkopferten zu Fall bringen kann.
Wenn ich mich nicht irre, habe ich gerade das Gelächter eines
bestimmten Freiherrn von der anderen Seite des Atlantiks bis hierher
gehört wegen des Falls Schavan. Was nicht heißt, dass er sich
fremdschämt.
Mit wachsender Verzweiflung habe ich nach einer Anleitung gesucht,
wie das mit dem Fremdschämen eigentlich geht. Ich habe nichts
gefunden. Nach eingehenden Überlegungen habe ich beschlossen, mich
in dieser Sache noch nicht ans Kanzleramt zu wenden, denn da
müßte ich mich ja für mich selber schämen wegen
meiner Unkenntnis.
Weil ich aber gern etwas tun würde für die arme Frau Schavan,
die keinen Fremdschämer findet, werde ich mich nun beim hiesigen
Karnevalsverein melden. Ich bin sicher, dort wird man mir mit Rat und
Tat zur Seite stehen und mir genau erklären, wie ich mich in aller
Öffentlichkeit korrekt fremdschämen kann.
Liebe Marie Louise, liebe Frau Simon und sehr geehrter Herr Schneider
(bitte beachten Sie, ich benutze unterschiedliche Bezeugungen der
Hochachtung für Damen und Herren - aus aktuell verständlichen
Gründen!) - also ich danke für Ihre sorgfältige
Auseinandersetzung mit meinem bescheidenen kleinen Beitrag.
In der Tat ist meine Beschäftigung mit dem Schäm-Problem
höchst ernsthafter Natur. Und nichts liegt mir ferner, als zynisch
an derart gravierende Überlegungen heranzugehen. Eher mit einem
gewissen Galgenhumor. Und deshalb gebührt Frau Simon auch mein
besonderer Dank. Sie haben es erkannt: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Deshalb auch mein Hilfeersuchen an die Karnevalisten. Denn die mit den
Pappnasen haben zwar eine erschreckende Ähnlichkeit mit unseren
Politikern - sind aber entschieden volksnäher und verfügen,
bei allem Ernst, über den nötigen Humor, die Dinge
entsprechend zu kommunizieren, wie man heute so gern sagt, wenn man
nichts zu sagen hat.
Also: Alaaf und Helau!! Das ist jedenfalls hilfreicher als die wenig
hilfreiche Kanzlerin ;-)
Herr Schneider, Frau Ziessler kann nur die FDP meinen oder Frau Ziessler?
Hallo Frau Ziessler, da wir uns nun allesamt nicht in der Lage sehen,
uns fremdzuschämen und eine Anleitung dazu auch nirgendwo zu finden
ist, sollten wir heute einfach nur Helau oder Alaaf schreien. Und das
sage ich, die meint, Karneval das ganze Jahr über zu haben und den
auf Knopfdruck nun wirklich nicht braucht.
Da dieses Dilemma zum Weinen nicht taugt, sollten wir lachen. Wie sagte
meine Mutter immer, Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Fremdschämer
ich bin froh, dass Sie diese Aufgabe ernsthaft und strukturiert angehen. Ich selbst habe noch keinen rechten Einstieg gefunden. Ich übe zwar bereits seit zwei Tagen aber bisher nur heimlich.