30.07.2006 · Großteile des Wassers unserer Welt können wir nicht nutzen. Dennoch müssen wir uns keine Sorgen machen. Denn die Klimaerwärmung bringt nicht nur Hitze, sondern auch häufiger sintflutartigen Niederschlag.
Zwar sind 70 Prozent der Erde von Wasser bedeckt. Doch mehr als 97 Prozent des Wassers sind salzig, und vom wenigen Süßwasser können 70 Prozent nicht genutzt werden, weil sie in Eis oder Schnee gebunden sind. Dennoch müssen wir uns keine Sorgen machen. Die Klimaerwärmung dürfte eher mehr Regen bringen, der aber häufiger sintflutartig herunterkommt. Um in trockenen Sommern genug Wasser zu haben, hält es Adrian Röstel von der Berenberg Bank für sinnvoll, über unterirdische Wasserspeicher nachzudenken - um die Verdunstung an der Oberfläche zu verhindern.
Der Klimawandel verstärkt die Ungleichverteilung. Auf der Erde ist zwar genug Süßwasser vorhanden. In Asien, wo ohnehin zuwenig Wasser ist, wird es aber wohl noch knapper. Ebenso in den Wüstengebieten Afrikas. Das erhöht die Gefahr von Konflikten. Wassermangel hat Hungersnöte zur Folge, weil die Produktion von Nahrungsmitteln leidet.
Der Bedarf an Entsalzung steigt
Durch die Wärme verdunstet das Wasser wesentlich stärker. Doch die Feuchtigkeit kommt nicht da an, wo sie gebraucht wird. Oft vergrößert sich der Wassermangel durch eine schnell wachsende Bevölkerung oder eine starke Industrialisierung. Beispiel China: Dort leben 21 Prozent der Weltbevölkerung, das Land verfügt aber nur über sieben Prozent der weltweiten Wasservorkommen.
Steigen dürfte künftig der Meeresspiegel. Darunter wird wohl die Wasserqualität in Küstenregionen leiden, weil Salzwasser in das Grundwasser eindringt. Das bedeutet: Der Bedarf an Entsalzung steigt.