http://www.faz.net/-gpf-7bbmu
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 17.07.2013, 17:44 Uhr

Frachter-Affäre Auf frischer Tat erwischt

Kubas Versuch, der Frachter-Affäre im Panama-Kanal eine harmlose Wendung zu geben, ist nicht glaubwürdig. Es liegt der Verdacht nahe, dass zwei einander innig verbundene Regime versucht haben, ein UN-Embargo zu unterlaufen.

von

Der Kapitän des in Panama aufgebrachten nordkoreanischen Frachters hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Der Mann wusste wohl, was ihn zu Hause erwartet. Schließlich hat er sich beim Versuch, Waffen nach Nordkorea zu schmuggeln, erwischen lassen.

Peter Sturm Folgen:

Der Versuch Kubas, der Sache eine harmlose Wendung zu geben, ist nicht glaubwürdig. Wenn es darum ging, veraltete Defensivwaffen in Nordkorea zu reparieren und dann wieder nach Kuba zu bringen, muss die Frage erlaubt sein, wieso diese Güter dann unter 10.000 Tonnen Zucker versteckt werden mussten. Und wäre es nicht einfacher gewesen, nordkoreanische Techniker in ein Flugzeug zu setzen und sie in Kuba ihre Arbeit machen zu lassen?

Nein, hier liegt der Verdacht nahe, dass zwei einander innig verbundene Regime versucht haben, eindeutige Embargobestimmungen der Vereinten Nationen zu unterlaufen. Erst vor kurzem war der nordkoreanische Generalstabschef in Kuba zu Gast. Bedauerlich an der Sache - neben dem persönlichen Schicksal des Kapitäns - ist nur, dass allzu wenige Schmuggeltransporte entdeckt werden.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Trumps Rede in Cleveland Nur einer kann die Welt retten

Wer Donald Trump in Cleveland zuhörte, musste den Eindruck gewinnen, in der Welt herrsche nur Chaos und man könne jederzeit und überall Opfer einer Gewalttat werden. Wie gut, dass es einen Retter gibt: Donald Trump. Mehr Von Oliver Kühn

22.07.2016, 08:10 Uhr | Politik
Republikaner-Parteitag Die Rede von Senator Ted Cruz in voller Länge

Vor dem großen Finale des Nominierungsparteitags der Republikaner versucht Trumps Vorwahl-Rivale Ted Cruz noch einmal, die Party zu stören. Und verfolgt wohl langfristigere Ziele. Mehr

21.07.2016, 16:10 Uhr | Politik
Terror und Amokläufe Der Wahnsinn der Mörder ist ansteckend

Die freie Gesellschaft darf sich vom Wahnsinn der Mörder nicht anstecken lassen. Der wichtigste Erfolg für Terroristen ist jedoch, dass dies zum Teil schon geschehen ist. Mehr Von Friederike Haupt

23.07.2016, 19:07 Uhr | Politik
Recklinghausen Ermittlungen gegen mutmaßliche Lidl-Erpresser

Die Discounterkette Lidl ist monatelang erpresst worden. Deswegen sitzten ein Mann und eine Frau aus Gelsenkirchen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft der 54-Jährigen und dem 48-Jährigen auch versuchten Mord vor, wie sie am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Recklinghausen mitteilte. Mehr

21.07.2016, 17:14 Uhr | Wirtschaft
Türkei im Ausnahmezustand Wer von Erdogans Säuberungen betroffen ist

Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden in der Türkei Zehntausende festgenommen, entlassen oder suspendiert. Wer sind diese Menschen? Eine Übersicht. Mehr

21.07.2016, 16:50 Uhr | Politik

Tausende auf einen Streich

Von Reinhard Müller

Erdogan schafft tragende Säulen eines rechtsstaatlichen Gemeinwesens ab – und damit klare Verhältnisse.Westliche Wertegemeinschaft? Da kann man nur lachen. Mehr 113 305

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden