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Folterskandal Amerikanische Regierung läßt Anklagepunkte gegen Soldatin fallen

25.08.2004
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Auf dem amerikanischen Militärstützpunkt in Mannheim ist am Mittwoch die Anhörung von vier Soldaten zum Folterskandal im irakischen Gefängnis Abu Ghraib zu Ende gegangen. Die amerikanische Regierung hat am letzten Tag der Anhörung drei Anklagepunkte gegen eine in dem Folterskandal beschuldigte Soldatin fallengelassen.

Der Militärpolizistin Megan Ambuhl wird weiterhin vorgeworfen, nichts gegen die Mißhandlung von irakischen Gefangenen unternommen und die Fälle nicht gemeldet zu haben, wie ihre Verteidigerin am Mittwoch in Mannheim sagte. Ambuhl wurden zunächst nur in einem Punkt Pflichtversäumnisse und Mißhandlung zur Last gelegt. Nach Abschluß der Ermittlungen fügte die Anklage drei weitere Punkte hinzu, was die Verteidigung als unzulässig bezeichnete. Am Mittwoch sagte Anklagevertreter Christopher Graveline, die Regierung habe ihre Meinung geändert und die zusätzlichen Anklagepunkte fallengelassen.

Ein anderer der vier beschuldigten Soldaten, Feldwebel Ivan Frederick, hatte sich während der Anhörungen in Mannheim bereiterklärt, sich zu einigen Vorwürfen zu bekennen, wenn dafür andere gestrichen würden. Der 37 Jahre alte Mann wäre der zweite amerikanische Soldat, der ein Schuldbekenntnis ablegt. Das Verfahren gegen ihn findet voraussichtlich im Oktober in Bagdad statt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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