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Flugzeugkollision : Amerika und China beenden erste Gesprächsrunde

  • Aktualisiert am

Daumen hoch: Chinesischer Pilot auf Tuchfühlung mit dem Tod Bild:

Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen haben China und die USA heute ihre erste Gesprächsrunde zum Luftzwischenfall über dem südchinesischen Meer beendet.

          Amerikanische und chinesische Delegationen haben die erste Runde ihrer Gespräche über die Flugzeugkollision über dem südchinesischen Meer beendet. Dazu hatte Washington am Mittwoch Videos freigegeben, die die Waghalsigkeit des chinesischen Piloten belegen sollen. Sie zeigen, wie nahe sich die Flugzeuge kurz vor dem Zusammenstoß waren.

          Unterhändler beider Seiten trafen sich am Mittwoch für drei Stunden im chinesischen Außenministerium. Hauptanliegen der amerikanischen Delegation war dabei die schnelle Rückgabe des Spionageflugzeugs. China wollte dagegen die Ursache des Zwischenfalls und die Zukunft der amerikanischen Aufklärungsflüge erörtern. Die Verhandlungen über die Rückgabe des amerikanischen Spionageflugzeugs und die Aufklärungsflüge der USA werden am Donnerstag fortgesetzt.

          Unterschiedliche Erklärungen

          China und die Vereinigten Staaten haben unterschiedliche Erklärungen für den Vorfall. Während die Chinesen behaupten, der amerikanische Pilot habe ihren Kampfjet gerammt, ist das amerikanische Verteidigungsministerium der Ansicht, der wendigere Jet habe versehentlich das große Propellerflugzeug berührt.

          Videobilder als Beleg?

          Videobilder, die das Pentagon am Mittwoch veröffentlicht hat, sollen belegen, dass der chinesische Pilot mit seinem Jet sehr nahe an das amerikanische Flugzeug herangeflogen war. In seinem Cockpit wedelte er mit einem Zettel, auf dem er eine E-Mail-Adresse notiert hatte. Demnach muss er davon ausgegangen sein, dass die Amerikaner nahe genug waren, um die Adresse lesen zu können.

          Chinas Delegationsleiter Lu Shumin sagte, China habe „genug Beweise“, dass die amerikanische Seite die Verantwortung für die Kollision trage. Er kritisierte nach Angaben des Staatsfernsehens anders lautende amerikanische Äußerungen in den vergangenen Tagen als „nicht haltbar“. Washington will die Aufklärungsflüge bald wieder aufnehmen und erwägt Schutzmaßnahmen für seine Flieger wie die mögliche Entsendung eines Flugzeugträgers oder eines mit Radar ausgestatten Spezialkriegsschiffes ins Südchinesische Meer.

          Die Gespräche könnten nach Einschätzung des amerikanischen Außenministeriums mehrere Tage dauern.

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