09.01.2013 · Bei der politischen Bewältigung des Berliner Flughafendesasters geht es nicht viel anders zu als auf der Baustelle: fast grauenhaft.
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
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passen nicht zusammen: Die Einen machen die Sprechmaschine, können
aber nicht rechnen und zeichnen, bei den Anderen ist es umgekehrt. Das
Dumme ist nur, die Einen bilden sich ein, alles
zu können. Die Anderen schütteln den Kopf und grinsen sich eins.
Die Politik wehrt sich mit Händen und Füßen
Es geht um die lukrativen "Pöstlichen" bei solchen Projekten.
Der Steuerzahler speilt dabei keine Rolle.
Deshalb werden wir hier nur Nebelschwaden sehen.
Es ist wie beim Kölner U-Bahnbruch. Dort war der verantwortliche
technische Direktor der KVB ein ehemaliger Fahrkartenknipser.
Und was hat sich seit dem in der Republik geändert?
Köln, Hamburg, Stattgart, Berlin und der Euro - Großprojekte der öffentlichen Hand
Kölner U-Bahn, Elbphilharmonie, Stuttgarter Bahnhof, Berliner Flughafen, die Statistik schließt allmählich aus , daß die öffentliche Hand eine glückliche Hand für Großprojekte hat. Man muß sagen, ein Scheitern ist vorprogrammiert. Zwei Gründe sind wesentlich: Die technische Komplexität heutiger Großprojekte und ein unverfrorenes, halsbrecherisches Selbstvertrauen eines alles beherrschenden Parteisystems, das meint, klüger und besser zu sein als jeder Fachmann. Es gilt, wer baut schafft Abhängigkeiten !
Warum zerreisst sich eigentlich niemand von der deutschen Presse über die deutsche Bau-Zunft????
Stuttgart 21 kommt anscheinend auch erst 2020 und kostet statt 4,3 dann
voraussichtlich 6,8 Milliarden.
Es ist nicht korrekt das die Presse immer Politiker wie Wowereit und
Platzeck "anklagt" aber weder die Bahnchef's Mehdorn oder
Grube oder, viel treffender noch, noch die deutsche Bauwirtschaft, die
längst soetwas wie eine Tradition daraus gemacht hat
Großprojekte zu verschleppen und dabei die Kosten um mindestens
die Hälfte zu steigern, "schlechtschreibt".
In China zieht man weit größere Projekte der Legende nach in
einem Bruchteil der hier üblichen Planungszeit auf - brauchen wir
also eine kommunistische Zentralregierung? Oder brauchen wir vielleicht
stattdessen nur mal eine Presse die endlich der deutschen Bau-Zunft mal
die Leviten liest?
Nicht das Problem der Bauzunft!
Das hat wenig oder gar nichts mit der deutschen Bauzunft zu tun. Die
jeweiligen Parteiregierungen vermeiden tunlichst einen
alleinverantwortlichen und für alles haftenden
Generalunternehmer. Jedes Ministerium bzw. in Hamburg Senat plant nach
Baubeginn nach
oder bestellt nur nach - in Hamburg die Kulturbehörde wie man
hört einen zusätzlichen Konzertsaal - es herrscht die Devise,
wer bestellt schafft nützliche Abhängigkeiten - und damit
keine blöden Fachleute noch dazwischenquatschen knipst man sie
möglichst schon vorher ab. So
geschehen von Frau Merkel mit der Bundesbank bei der EURO-Katastrophe.
Das ist, fürchte ich, jetzt nur wenig überspitzt: Überall auf der Welt leisten deutsche Baufirmen erstklassige, schnelle und zuverlässige Arbeit - nur im eigenen Land klappt es nicht? Das hat Gründe.
Keine Aufgabe für in der Politik aufgestiegene, fachlich-operativ inkompetente Generalisten.
Wieso sollen eigentlich Politiker ein technisch-organisatorisches Problem beseitigen bzw. beaufsichtigen? Erst recht bei dem jetzigen Sachstand. Sie können es nicht, außer Steinbrück vielleicht. Gefragt sind Sachkenntnis, Führungs- und Managementkompetenz, angemessene Entscheidungsfristen und -kompetenzen. Das ist wie bei einem Acker, wo es heißt 'der Fuß des Bauern ist der beste Dünger'. Wer das Ding noch richten will, der muss auch schon mal um Mitternacht oder später auf der Baustelle auftauchen, wenn dort gearbeitet wird. Vor dem Mann (Frau) darf kein Projektbeteiligter sicher sein, weil er damit rechnen muss, dass der Projektverantwortliche jederzeit unangemeldet in seinem Büro auftaucht und Stress macht. Was soll da ein Platzeck (ex-Infarktkandidat) oder ein im Generellen verweilender Partysurfer wie Wowereit? Man kann den beiden nur übelnehmen, das sie das Mandat überhaupt an sich gezogen haben; dass sie es nicht ausfüllen konnten, war naheliegend und nicht zu erwarten.
Drei Spitzen-AR-Versager ermöglichen BER die Bewerbung um den Eintrag ins Guinness-Buch der
größten Baudummheiten Europas, sogar Weltrekord in
parteiübergreifender Dummheit und Verantwortungslosigkeit nicht
ausgeschlossen.
Denn dieses Bauwerk ist noch nicht abgeschlossen. Denn so, wie es
aussieht, wird erst die Bestandsaufnahme durch einen neutralen Experten
das wahre Ausmaß an Mißwirtschaft, Fehlplanung und
Falschkalkulation ans Tageslicht bringen.
Danke, Herr Kohler, für den trefflichen Artikel. Mit wenigen Worten
wird die ganze Tragik von BER u. den damit befassten
SPD-CDU-Schlafmützen u. -versager dargestellt. Journalistik vom Feinsten!
Was soll denn diese Bemerkung?
Was soll denn diese Frage ? Jeder weiß doch, daß Personalien
bei Parteien unter Ausschluß
der Öffentlichkeit ausgekungelt werden. Leider hatte noch nicht
einmal das inzwischen von den Parteien völlig ruinierte Grundgesetz
irgendeine Vorschrift vorgesehen, welche Voraussetzungen
für Parteiämter zu erfüllen sind. Und da sich in
Qualität und Programminhalt keine deutsche Partei von der anderen
noch unterscheidet, bleibt dem Bürger lediglich übrig, gar
nicht mehr zu wählen, was er auch allmählich tut. Bezogen auf
die Anzahl der Wahlberechtigten
handelt es sich selbst bei der Merkel-Partei mittlerweile fast nur noch
um eine Splitterpartei, unter 20%!!
JA -
Aber da muss man doch mal fragen, wer eigentlich solche Schlafmützen in ihre Ämter wählt und immer noch weiter und weiter und weiter unterstützt ?????
Es geht nur um den Rettungsschrim für: WoWi, RamSa, Platz
Man darf sich nichts vormachen: Im Augenblick geht es nur um den
finaziell- und materiellen Rettungsschirm für Wowerei, Ramsauer und
Platzeck. Nicht umsonst ist Schäuble involviert.
Der Aufsichtsrat hat komplett versagt, insofern gilt es, die
Schadensersatzforderungen abzuwimmeln, und für o.g. Personen ihren
Lebensstandard zu sichern. (Wulf-Faktor)
Der Rest ist aktuell sekundaär - kann man doch ehrlich sagen!
Für die Mitwirkende an der Baustelle ist es grauenhaft - für
den Steuerzahler wird es ekel- ... halt nicht schön.
Politiker müssen der Skandalisierung endlich die Stirn bieten, wollen sie das Blatt wenden
Früher wurde wahrscheinlich genau soviel Murks verzapft, nur wurde
weniger drüber gesprochen und weniger recherchiert. Seit sich das
Mediengewerbe in einem permanenten Wettlauf mit sich selbst befindet -
könnte an der Privatisierung liegen - und weil in Berlin einer den
Bürgermeister abgibt, der wegen der erdrückenden Schuldenlast,
die ihm seine Vorgänger hinterlassen haben, schon seit 10 Jahren
lang lieber Feierlaune verbreitet als den Dauerdepressiven abzugeben,
ist nun wieder die Jagd auf Politiker eröffnet.
Sollten die Politiker es nicht schaffen, der Skandalisierung endlich die
Stirn zu bieten, dann wird in diesem Land keine Normalität mehr
einkehren. Dann wird Merkel uns nämlich noch bis 2034 regieren.
Ich stimme Ihnen zu: "früher wurde wahrscheinlich genau soviel Murks verzapft"
Und was schließen wir daraus? Klar: Früher waren Politiker in vielen Dingen genauso überflüssig wie heute. Aus Selbstüberschätzung und Machtgelüsten haben sie damals wie heute immensen Schaden angerichtet. Das Primat der Politik gehört in vielen Dingen gebrochen, denn Politik ist schon der Komplexität eines Großprojektes nicht gewachsen - wie demonstriert.
Und wo waren (und sind) die Medien?
Offensichtlich ist der Flughafenbau so verkorkst, dass er kaum zu retten
ist. Hat das von den investigativen Journalisten vorher niemand bemerkt?
Offensichtlich ist das BER-Desaster kein Einzelfall. Wieso lassen sich
dann immer wieder die Journalisten insbesondere des GEZ-Fernsehens von
Politikern unwidersprochen vom „notwendigen
Wachstumsimpulsen“ oder „Primat der Politik“
erzählen.
Offensichtlich ist sind die Kosten staatlichen Missmanagements weit
größer als jeder Rechnungshofbericht ausweist. Wieso werden
die albernen Forderungen nach noch mehr Steuerzahlergeld dann unkritisch
weitergeben?
Offensichtlich wird keiner der Verantwortlichen materielle Konsequenzen
spüren. Eher im Gegenteil. Wieso gibt es dann keine
öffentliche Diskussion über Staats- und Politikerhaftung?
Der Wandel, den wir brauchen, geht über die Ablösung von
Politikern hinaus und die nächsten Pleiten (z.B.
"Energiewende") kommen bestimmt.
Baupfusch in einem Steuerfinanzierten Milliardenprojekt......
ist offensichtlich lange nicht so interessant und Auflagenfördernd wie Wulffs, Van der Varts und Dschungelcamp.
Im Nachkriegs-Berlin gab zwei phänomenale Bauherren: Ein Vorsitzender, der in kürzester Zeit (West-) Berlin um-mauerte. Mit Sicherheit also jemand, den man nicht mit einem absolutistischen Attribut versehen kann. Dann bleibt noch der Graf, der Zar und der König mit dem Flughafen. Aus der Zeit des Absolutimus sollte bekannt sein, dass es nicht klappen kann, wenn diese drei nicht an einem Strick ziehen. Bleit im Ernst die Frage "Wer ist/war der bessere Bauherr?"
Wenn Platzeck sein Schicksal schon „eng an den Flughafen gekoppelt“ hat, hat das doch auch...
... etwas Reizvolles. Denn dann besteht doch begründete Hoffnung darauf, dass er auch mal endlich als Ministerpräsident den Abflug machen muss. Freilich, wenn der Murks mit dem Flughafen weiter geht, könnte Platzeck den Flughafen-Posten ja auch wieder aus gesundheitlichen Gründen abgeben, so wie den SPD-Vorsitz früher. Für den Posten des Ministerpräsidenten in Brandenburg reicht die Gesundheit anscheinend allemal. Es war dann halt wieder die Doppelbelastung, diesmal Flughafen und Ministerpräsident und die Gesundheit geht vor. Wenn Platzeck weiter zuständig bleibt, hat es ferner noch etwas Gutes: man wird dann sicher noch längere Zeit in Ruhe über den Müggelsee paddeln können, auch Richtung Spreewald, ohne von Fluglärm genervt zu werden. Das freut auch die Enten auf dem See und die Tierwelt drumherum, die Einwohner in den Flugschneisen sowieso. Wer jedenfalls dort noch eine längere Zeit seine Ruhe haben will, kann nur begeistert für Platzeck sein.
Das Dumme ist nur, dass keinem an Neuwahlen gelegen ist
weder der SPD, noch der CDU. Dass Deichgraf, Sonnenkönig und auch
der Zar unfähig sind, weiß man ja schon länger, aber die
Parteien sehen keine Alternative. Und warum auch, der Steuerzahler zahlt
ja letztendlich, so oder so. Da hat Veränderung, in welcher Form
auch immer, keine Eile.
Wir sind ja schließlich seit den 60er Jahren (mir fallen grad die
wild in die Landschaft platzierten Brückensegmente überall
ein) und nun durch Elbphilharmonie und S21 an Desaster gewohnt und
irgendwann überrascht einen in diesem Land nichts mehr.
Es wird Zeit für einen Neuanfang
Wowereit, Platzeck und vielleicht auch Ramsauer sollten die Konsequenzen ziehen.
So kann es nicht weiter gehen.
Ihre Aufzählung ist leider unvollständig!
Es fehlen, allen voran, Merkel, Steinbrück, Seehofer, vdL, Schröder, Schavan, Westerwelle, Rösler, Niebel, Gabriel, Steinmeier und alle Volksinteressenverräter, die aktuell unseren Wohlstand an Europa verscherbeln. Haftung übernehmen und vor ein Volkstribunal!