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Flughafendesaster Der Deichgraf, der Zar und der Sonnenkönig

 ·  Bei der politischen Bewältigung des Berliner Flughafendesasters geht es nicht viel anders zu als auf der Baustelle: fast grauenhaft.

Artikel Lesermeinungen (20)
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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 10.01.2013 12:14 Uhr

Politiker und Bauingenieure

passen nicht zusammen: Die Einen machen die Sprechmaschine, können aber nicht rechnen und zeichnen, bei den Anderen ist es umgekehrt. Das Dumme ist nur, die Einen bilden sich ein, alles
zu können. Die Anderen schütteln den Kopf und grinsen sich eins.

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Klaus Letis

Die Politik wehrt sich mit Händen und Füßen

Es geht um die lukrativen "Pöstlichen" bei solchen Projekten.
Der Steuerzahler speilt dabei keine Rolle.
Deshalb werden wir hier nur Nebelschwaden sehen.

Es ist wie beim Kölner U-Bahnbruch. Dort war der verantwortliche technische Direktor der KVB ein ehemaliger Fahrkartenknipser.

Und was hat sich seit dem in der Republik geändert?

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Caspar Mendrzyk

Köln, Hamburg, Stattgart, Berlin und der Euro - Großprojekte der öffentlichen Hand

Kölner U-Bahn, Elbphilharmonie, Stuttgarter Bahnhof, Berliner Flughafen, die Statistik schließt allmählich aus , daß die öffentliche Hand eine glückliche Hand für Großprojekte hat. Man muß sagen, ein Scheitern ist vorprogrammiert. Zwei Gründe sind wesentlich: Die technische Komplexität heutiger Großprojekte und ein unverfrorenes, halsbrecherisches Selbstvertrauen eines alles beherrschenden Parteisystems, das meint, klüger und besser zu sein als jeder Fachmann. Es gilt, wer baut schafft Abhängigkeiten !

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Maron Wagner
Maron Wagner (Mawa62) - 10.01.2013 04:36 Uhr

Warum zerreisst sich eigentlich niemand von der deutschen Presse über die deutsche Bau-Zunft????

Stuttgart 21 kommt anscheinend auch erst 2020 und kostet statt 4,3 dann voraussichtlich 6,8 Milliarden.

Es ist nicht korrekt das die Presse immer Politiker wie Wowereit und Platzeck "anklagt" aber weder die Bahnchef's Mehdorn oder Grube oder, viel treffender noch, noch die deutsche Bauwirtschaft, die längst soetwas wie eine Tradition daraus gemacht hat Großprojekte zu verschleppen und dabei die Kosten um mindestens die Hälfte zu steigern, "schlechtschreibt".

In China zieht man weit größere Projekte der Legende nach in einem Bruchteil der hier üblichen Planungszeit auf - brauchen wir also eine kommunistische Zentralregierung? Oder brauchen wir vielleicht stattdessen nur mal eine Presse die endlich der deutschen Bau-Zunft mal die Leviten liest?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 14:42 Uhr
Caspar Mendrzyk

Nicht das Problem der Bauzunft!

Das hat wenig oder gar nichts mit der deutschen Bauzunft zu tun. Die jeweiligen Parteiregierungen vermeiden tunlichst einen alleinverantwortlichen und für alles haftenden
Generalunternehmer. Jedes Ministerium bzw. in Hamburg Senat plant nach Baubeginn nach
oder bestellt nur nach - in Hamburg die Kulturbehörde wie man hört einen zusätzlichen Konzertsaal - es herrscht die Devise, wer bestellt schafft nützliche Abhängigkeiten - und damit
keine blöden Fachleute noch dazwischenquatschen knipst man sie möglichst schon vorher ab. So
geschehen von Frau Merkel mit der Bundesbank bei der EURO-Katastrophe.

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Stefan Sedlaczek

Politprimat(en)?

Das ist, fürchte ich, jetzt nur wenig überspitzt: Überall auf der Welt leisten deutsche Baufirmen erstklassige, schnelle und zuverlässige Arbeit - nur im eigenen Land klappt es nicht? Das hat Gründe.

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Bernd Löhr
Bernd Löhr (tholomaz) - 09.01.2013 20:57 Uhr

Keine Aufgabe für in der Politik aufgestiegene, fachlich-operativ inkompetente Generalisten.

Wieso sollen eigentlich Politiker ein technisch-organisatorisches Problem beseitigen bzw. beaufsichtigen? Erst recht bei dem jetzigen Sachstand. Sie können es nicht, außer Steinbrück vielleicht. Gefragt sind Sachkenntnis, Führungs- und Managementkompetenz, angemessene Entscheidungsfristen und -kompetenzen. Das ist wie bei einem Acker, wo es heißt 'der Fuß des Bauern ist der beste Dünger'. Wer das Ding noch richten will, der muss auch schon mal um Mitternacht oder später auf der Baustelle auftauchen, wenn dort gearbeitet wird. Vor dem Mann (Frau) darf kein Projektbeteiligter sicher sein, weil er damit rechnen muss, dass der Projektverantwortliche jederzeit unangemeldet in seinem Büro auftaucht und Stress macht. Was soll da ein Platzeck (ex-Infarktkandidat) oder ein im Generellen verweilender Partysurfer wie Wowereit? Man kann den beiden nur übelnehmen, das sie das Mandat überhaupt an sich gezogen haben; dass sie es nicht ausfüllen konnten, war naheliegend und nicht zu erwarten.

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Gerhard Storm

Drei Spitzen-AR-Versager ermöglichen BER die Bewerbung um den Eintrag ins Guinness-Buch der

größten Baudummheiten Europas, sogar Weltrekord in parteiübergreifender Dummheit und Verantwortungslosigkeit nicht ausgeschlossen.

Denn dieses Bauwerk ist noch nicht abgeschlossen. Denn so, wie es aussieht, wird erst die Bestandsaufnahme durch einen neutralen Experten das wahre Ausmaß an Mißwirtschaft, Fehlplanung und Falschkalkulation ans Tageslicht bringen.

Danke, Herr Kohler, für den trefflichen Artikel. Mit wenigen Worten wird die ganze Tragik von BER u. den damit befassten SPD-CDU-Schlafmützen u. -versager dargestellt. Journalistik vom Feinsten!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 14:52 Uhr
Caspar Mendrzyk

Was soll denn diese Bemerkung?

Was soll denn diese Frage ? Jeder weiß doch, daß Personalien bei Parteien unter Ausschluß
der Öffentlichkeit ausgekungelt werden. Leider hatte noch nicht einmal das inzwischen von den Parteien völlig ruinierte Grundgesetz irgendeine Vorschrift vorgesehen, welche Voraussetzungen
für Parteiämter zu erfüllen sind. Und da sich in Qualität und Programminhalt keine deutsche Partei von der anderen noch unterscheidet, bleibt dem Bürger lediglich übrig, gar nicht mehr zu wählen, was er auch allmählich tut. Bezogen auf die Anzahl der Wahlberechtigten
handelt es sich selbst bei der Merkel-Partei mittlerweile fast nur noch um eine Splitterpartei, unter 20%!!

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Helga Zießler

JA -

Aber da muss man doch mal fragen, wer eigentlich solche Schlafmützen in ihre Ämter wählt und immer noch weiter und weiter und weiter unterstützt ?????

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Matthias Lier

Es geht nur um den Rettungsschrim für: WoWi, RamSa, Platz

Man darf sich nichts vormachen: Im Augenblick geht es nur um den finaziell- und materiellen Rettungsschirm für Wowerei, Ramsauer und Platzeck. Nicht umsonst ist Schäuble involviert.

Der Aufsichtsrat hat komplett versagt, insofern gilt es, die Schadensersatzforderungen abzuwimmeln, und für o.g. Personen ihren Lebensstandard zu sichern. (Wulf-Faktor)

Der Rest ist aktuell sekundaär - kann man doch ehrlich sagen!

Für die Mitwirkende an der Baustelle ist es grauenhaft - für den Steuerzahler wird es ekel- ... halt nicht schön.

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Konstantin Schneider

Politiker müssen der Skandalisierung endlich die Stirn bieten, wollen sie das Blatt wenden

Früher wurde wahrscheinlich genau soviel Murks verzapft, nur wurde weniger drüber gesprochen und weniger recherchiert. Seit sich das Mediengewerbe in einem permanenten Wettlauf mit sich selbst befindet - könnte an der Privatisierung liegen - und weil in Berlin einer den Bürgermeister abgibt, der wegen der erdrückenden Schuldenlast, die ihm seine Vorgänger hinterlassen haben, schon seit 10 Jahren lang lieber Feierlaune verbreitet als den Dauerdepressiven abzugeben, ist nun wieder die Jagd auf Politiker eröffnet.

Sollten die Politiker es nicht schaffen, der Skandalisierung endlich die Stirn zu bieten, dann wird in diesem Land keine Normalität mehr einkehren. Dann wird Merkel uns nämlich noch bis 2034 regieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 21:34 Uhr
Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 09.01.2013 21:34 Uhr

Ich stimme Ihnen zu: "früher wurde wahrscheinlich genau soviel Murks verzapft"

Und was schließen wir daraus? Klar: Früher waren Politiker in vielen Dingen genauso überflüssig wie heute. Aus Selbstüberschätzung und Machtgelüsten haben sie damals wie heute immensen Schaden angerichtet. Das Primat der Politik gehört in vielen Dingen gebrochen, denn Politik ist schon der Komplexität eines Großprojektes nicht gewachsen - wie demonstriert.

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Ralf Wagner

Und wo waren (und sind) die Medien?

Offensichtlich ist der Flughafenbau so verkorkst, dass er kaum zu retten ist. Hat das von den investigativen Journalisten vorher niemand bemerkt?
Offensichtlich ist das BER-Desaster kein Einzelfall. Wieso lassen sich dann immer wieder die Journalisten insbesondere des GEZ-Fernsehens von Politikern unwidersprochen vom „notwendigen Wachstumsimpulsen“ oder „Primat der Politik“ erzählen.
Offensichtlich ist sind die Kosten staatlichen Missmanagements weit größer als jeder Rechnungshofbericht ausweist. Wieso werden die albernen Forderungen nach noch mehr Steuerzahlergeld dann unkritisch weitergeben?
Offensichtlich wird keiner der Verantwortlichen materielle Konsequenzen spüren. Eher im Gegenteil. Wieso gibt es dann keine öffentliche Diskussion über Staats- und Politikerhaftung?
Der Wandel, den wir brauchen, geht über die Ablösung von Politikern hinaus und die nächsten Pleiten (z.B. "Energiewende") kommen bestimmt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 07:52 Uhr
Christopher Haku

Baupfusch in einem Steuerfinanzierten Milliardenprojekt......

ist offensichtlich lange nicht so interessant und Auflagenfördernd wie Wulffs, Van der Varts und Dschungelcamp.

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Erich Zielke, Dr.

Wer ist der "Bessere"

Im Nachkriegs-Berlin gab zwei phänomenale Bauherren: Ein Vorsitzender, der in kürzester Zeit (West-) Berlin um-mauerte. Mit Sicherheit also jemand, den man nicht mit einem absolutistischen Attribut versehen kann. Dann bleibt noch der Graf, der Zar und der König mit dem Flughafen. Aus der Zeit des Absolutimus sollte bekannt sein, dass es nicht klappen kann, wenn diese drei nicht an einem Strick ziehen. Bleit im Ernst die Frage "Wer ist/war der bessere Bauherr?"

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Michael Leh

Wenn Platzeck sein Schicksal schon „eng an den Flughafen gekoppelt“ hat, hat das doch auch...

... etwas Reizvolles. Denn dann besteht doch begründete Hoffnung darauf, dass er auch mal endlich als Ministerpräsident den Abflug machen muss. Freilich, wenn der Murks mit dem Flughafen weiter geht, könnte Platzeck den Flughafen-Posten ja auch wieder aus gesundheitlichen Gründen abgeben, so wie den SPD-Vorsitz früher. Für den Posten des Ministerpräsidenten in Brandenburg reicht die Gesundheit anscheinend allemal. Es war dann halt wieder die Doppelbelastung, diesmal Flughafen und Ministerpräsident und die Gesundheit geht vor. Wenn Platzeck weiter zuständig bleibt, hat es ferner noch etwas Gutes: man wird dann sicher noch längere Zeit in Ruhe über den Müggelsee paddeln können, auch Richtung Spreewald, ohne von Fluglärm genervt zu werden. Das freut auch die Enten auf dem See und die Tierwelt drumherum, die Einwohner in den Flugschneisen sowieso. Wer jedenfalls dort noch eine längere Zeit seine Ruhe haben will, kann nur begeistert für Platzeck sein.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 09.01.2013 17:25 Uhr

Das Dumme ist nur, dass keinem an Neuwahlen gelegen ist

weder der SPD, noch der CDU. Dass Deichgraf, Sonnenkönig und auch der Zar unfähig sind, weiß man ja schon länger, aber die Parteien sehen keine Alternative. Und warum auch, der Steuerzahler zahlt ja letztendlich, so oder so. Da hat Veränderung, in welcher Form auch immer, keine Eile.
Wir sind ja schließlich seit den 60er Jahren (mir fallen grad die wild in die Landschaft platzierten Brückensegmente überall ein) und nun durch Elbphilharmonie und S21 an Desaster gewohnt und irgendwann überrascht einen in diesem Land nichts mehr.

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Closed via SSO

Es wird Zeit für einen Neuanfang

Wowereit, Platzeck und vielleicht auch Ramsauer sollten die Konsequenzen ziehen.
So kann es nicht weiter gehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 21:50 Uhr
k. roes.
klaus roesecke (klaro67) - 09.01.2013 21:50 Uhr

Ihre Aufzählung ist leider unvollständig!

Es fehlen, allen voran, Merkel, Steinbrück, Seehofer, vdL, Schröder, Schavan, Westerwelle, Rösler, Niebel, Gabriel, Steinmeier und alle Volksinteressenverräter, die aktuell unseren Wohlstand an Europa verscherbeln. Haftung übernehmen und vor ein Volkstribunal!

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09.01.2013, 16:52 Uhr

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