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Aktualisiert: 26.11.2015, 12:17 Uhr

Migration Nur noch wenige Flüchtlinge erreichen Griechenland

Die Zahl der Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute ist abrupt zurückgegangen. Nach Angaben der Migrationsorganisation kommen nur  noch wenige Menschen auf den griechischen Inseln an. Dafür gibt es zwei Gründe. 

© AP Weniger Flüchtlinge: Rettungsaktion der griechischen Küstenwache vor Lesbos

Die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei aus über das Mittelmeer nach Griechenland kommen, ist in den vergangenen Tagen stark zurückgegangen. Am vergangenen Sonntag zählte die Internationale Organisation für Migration (IOM) auf den griechischen Inseln nur 155 neue Flüchtlinge. Am Tag zuvor waren es noch knapp 3000 Menschen gewesen. Ein Grund für den abrupten Rückgang ist offenbar das schlechte Wetter.  Ein IOM-Sprecher erklärte, auch ein härteres Vorgehen der türkischen Behörden gegen Schlepperbanden könnte eine Ursache für den Rückgang sein.

In der Mitteilung heißt es: „Die Abnahme ist signifikant, zumal seit Anfang November IOM-Schätzungen nach rund 100.000 Flüchtlinge nach Griechenland übergesetzt haben, also durchschnittlich 4500 Menschen pro Tag.“ Auch die Zahl der Todesfälle sei zurückgegangen. Seit dem 17. November, als die griechische Küstenwache neun Leichname von Flüchtlingen barg, wurden im Mittelmeer keine Opfer mehr verzeichnet.

Anspannung in Mazedonien nach Grenzschließung

Weiter angespannt ist die Stimmung an der griechisch-mazedonischen Grenze. Mazedonien lässt seit der vergangenen Woche nur noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan ins Land. Andere Asylsuchende werden an der Grenze pauschal abgewiesen. Das Auffanglager auf der griechischen Seite der Grenze ist nach Angaben der IOM überfüllt.

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Am Sonntag ist ein Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs mit der Türkei geplant. Dabei soll ein Aktionsplan für eine verstärkte Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise vereinbart werden. Der Türkei kommt in der Lösung der Krise eine Schlüsselrolle zu. Das Land grenzt an Syrien und den Irak, von wo die meisten Flüchtlinge stammen, die sich auf den Weg nach Europa machen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Mittwoch in Istanbul, die Türkei sei entschlossen, „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine neue Immigrationswelle zu vermeiden". Man werde die humanitären Anstrengungen auf beiden Seiten der syrischen Grenze fortsetzen, so Erdogan weiter.

© AP, reuters Ausnahmezustand an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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