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Hochschulen : Wanka will Flüchtlingen Zugang zum Studium erleichtern

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Bisher nur in der vorlesungsfreien Zeit: Deutschkurs für akademisch interessierte Flüchtlinge an der Universität im August im niedersächsischen Vechta Bild: dpa

Qualifizierte Flüchtlinge möchte Bildungsministerin Wanka mit übersetzten Tests und einer Bafög-Reform beim Studium unterstützen. Auch eine App könnte beim Erwerb von Sprachkenntnissen helfen.

          Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) will Flüchtlingen den Zugang zum Studium erleichtern und die Hochschulen dabei unterstützen. „Wir wollen, dass die Hochschulen zur Integration beitragen“, sagte Wanka der Wochenzeitung „Die Zeit“. Leute, die Lust auf ein Studium hätten und die entsprechenden Qualifikationen mitbrächten, sollten einen guten Zugang zu den Hochschulen haben. Das wolle der Bund unterstützen.

          Um Sprachkenntnisse und die Studierfähigkeit früh festzustellen und zu fördern, soll laut Wanka ein Test für ausländische Studierende in Sprachen übersetzt werden, die die Flüchtlinge sprechen, also etwa Arabisch und Dari. Flüchtlinge sollten den Test zudem „flexibel an zentralen Hochschulstandorten ablegen können“. Dafür werde der Bund zusätzliches Personal stellen. Die Gebühren für den Test würden zu einem großen Teil übernommen.

          Bafög ohne Wartezeit

          Zur Förderung der Sprachkenntnisse setzt der Bund auch auf digitale Medien. „Zum Beispiel eine App, die Flüchtlinge schon in der Erstaufnahmeeinrichtung nutzen können“, sagte Wanka. Diese solle Informationen und Orientierung liefern und Sprachlektionen enthalten. Die Ministerin kündigte zudem die Finanzierung von 2400 zusätzlichen Plätze für Flüchtlinge an Studienkollegs an, um ihnen den Einstieg in ein Studium zu erleichtern.

          Wanka verwies des Weiteren auf die Bafög-Reform, mit der Flüchtlinge unterstützt werden sollen. Nach dieser Reform könnten nicht nur Asylberechtigte ohne Wartezeit Bafög bekommen, auch Geduldete hätten nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland ein Anrecht darauf. Die Neuregelung tritt Anfang nächsten Jahres in Kraft.

          Wanka wollte sich nicht darauf festlegen, wie viel Geld der Bund insgesamt investieren will. „Die Zahl der Flüchtlinge ändert sich jeden Tag. Genauere Zahlen, wie viel Geld nötig sein wird, könnten übermorgen schon wieder obsolet sein“, sagte die Ministerin.

          Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, hier bei einer Pressekonferenz der Initiative „Nationale Dekade für Alphabetisierung“ in Berlin.
          Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, hier bei einer Pressekonferenz der Initiative „Nationale Dekade für Alphabetisierung“ in Berlin. : Bild: dpa

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