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Umfrage : Mehrheit der Deutschen lehnt Merkels Umgang mit Flüchtlingskrise ab

  • Aktualisiert am

Selfie mit Kanzlerin: Szene vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Berlin-Spandau am 10. September Bild: dpa

Der Rückhalt in der Bevölkerung für die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin schwindet: 52 Prozent der Befragten sind in einer neuen Umfrage mit Angela Merkels Vorgehen in der Krise unzufrieden.

          Eine Mehrheit der Deutschen bewertet einer Umfrage zufolge die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise als eher schlecht. 52 Prozent der Befragten teilen diese Einschätzung, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer. 43 Prozent hielten Merkels Arbeit dagegen für gut. 50 Prozent vertraten die Ansicht, dass Deutschland die vielen Flüchtlinge nicht verkraften könne, 47 Prozent halten dagegen. Merkel hatte erklärt:  „Wir schaffen das."

          Der Umgang von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere mit der Krise werde inzwischen besser bewertet als im September: 45 Prozent der Befragten hielten seine Arbeit für gut, im September waren lediglich 34 Prozent dieser Meinung. Der Minister hatte sich zuletzt verstärkt dafür eingesetzt, den Zuzug einzudämmen.

          Dass Merkel wegen des parteiinternen Streits über den Kurs in der Flüchtlingspolitik vorzeitig ihr Amt verlieren wird, erwarten hingegen nur 19 Prozent der Befragten. 79 Prozent sehen dies nach Angaben des ZDF nicht. Ebenso viele Befragte befürworteten die Einzelfallprüfung der Asylanträge auch bei syrischen Flüchtlingen. Zugleich spricht sich der Umfrage zufolge eine Mehrheit von 63 Prozent für das Recht anerkannter Asylbewerber aus, Ehepartner und Kinder nach Deutschland nachkommen zu lassen.

          De Maiziere hat die Rückkehr zu der vor einem Jahr ausgesetzten Einzelfallprüfung für syrische Asylbewerber angeordnet. Zudem macht er sich für Einschränkungen beim Familiennachzug syrischer Flüchtlinge stark. In der Koalition hatte der Minister Unmut damit ausgelöst, dass er Entscheidungen zur Flüchtlingspolitik ohne Absprache mit dem Kanzleramt getroffen hat.

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          Quelle: dpa

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