http://www.faz.net/-gpf-89slz
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 04.11.2015, 17:17 Uhr

DRK in der Flüchtlingskrise Empfehlungen zum Schutz vor sexueller Gewalt

Viele Frauen, die nach Deutschland kommen, wissen gar nicht um ihre Rechte, sollten sie Opfer von Gewalt werden. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will das DRK dies nun ändern.

© dpa Eine Frau geht verschleiert über den Hof des Flüchtlingsheims in Fuldatal in Hessen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) reagiert mit einer Liste von Empfehlungen auf eine wachsende Zahl sexueller Misshandlungen in Flüchtlingsunterkünften. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wurden die Empfehlungen zum „Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt“ in den vergangenen Tagen an die Einrichtungen verteilt, die vom Roten Kreuz allein oder mit anderen Hilfsorganisationen betrieben werden.

Flüchtlingsfrauen lebten relativ isoliert in den Unterkünften, heißt es laut F.A.Z. in den Empfehlungen, „und sie wissen kaum um ihre Rechte bei Gewalt“. Das Grundgesetz, die Rechtslage in Deutschland sei den Frauen unbekannt, die deshalb oft gar nicht wüssten, dass es eine Straftat sei, wenn sie geschlagen würden oder wenn ihnen sexuelle Gewalt angetan werde. „Darum müssen Frauen in den Einrichtungen schnellst möglich über unseren Rechtsstaat und die geltenden Rechte bei geschlechtsspezifischer Gewalt informiert und aufgeklärt werden“, heißt es in dem DRK-Text weiter. Zum Schutz der Frauen seien spezielle Beauftragte zu benennen.

Mehr zum Thema

Die Beauftragten in den Flüchtlingseinrichtungen müssten bei Straftaten sofort die Polizei einschalten, die dann die Ermittlungen aufnehme. Ein Grund, warum es nicht immer dazu komme, seien Sprachbarrieren und deren Folgen: „Es müssen adäquate weibliche Sprachmittlerinnen zur Verfügung stehen, damit die Frauen nicht vor Scham schweigen.“

Vermiedene Eskalation

Von Jochen Stahnke

Weder Israels Ministerpräsident noch der Palästinenserpräsident oder der jordanische König haben Interesse an einem Krieg. Doch alle drei stehen ihrem eigenen wütenden Volk gegenüber. Mehr 2

Quelle: wahlrecht.de
Alle Umfragen

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Zur Homepage