http://www.faz.net/-gpf-8aedh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 20.11.2015, 02:44 Uhr

Arbeitsmarkt Arbeitgeber fordern Begrenzung der Flüchtlingszahlen

Eine Million Flüchtlinge ist laut Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer „im Moment“ zu viel. Er warnt vor einem einem Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt.

© Matthias Lüdecke Erstversorgung von Flüchtlingen in Berlin

Die Arbeitgeberverbände in Deutschland fordern eine wirksame Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen. „Wir werden mit der Situation zurechtkommen, wenn dieser Andrang irgendwann abbricht oder sich zumindest abschwächt“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der Zeitung „Die Welt“. Eine Million Flüchtlinge sei „im Moment“ zu viel. „Ich bin aber überzeugt, am Ende schaffen wir das, wenn wir die notwendigen Maßnahmen umsetzen.“

Kramer forderte wörtlich: „Wir müssen uns jetzt auf die Menschen konzentrieren, die hierherkommen, weil sie um ihre Existenz und ihr Leben fürchten, und nicht um die, die ein besseres Leben wollen, und dafür das Asylrecht missbrauchen.“ Je besser es gelinge, Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, „desto stärker ist unser Signal gegen den internationalen Terrorismus“.

Mehr zum Thema

Eine generelle Aussetzung des Mindestlohns ausschließlich für Flüchtlinge lehnte der Arbeitgeber-Präsident ab: „Ich halte den gesetzlichen Mindestlohn für falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ihn für Flüchtlinge aussetzen und für Deutsche belassen.“ Dies würde zu einem „Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt“ führen, so Kramer. „Dann haben wir Pegida nicht nur mehr in Dresden auf der Straße.“

Die Russland-Sache

Von Peter Sturm

Trump wird die Affäre um mögliche Verbindungen seines Wahlkampfteams zu Russland einfach nicht los. Auch auf seiner ersten Auslandsreise gehen die Enthüllungen zu Hause in Washington weiter. Mehr 7

Quelle: wahlrecht.de
Alle Umfragen

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage