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Arbeitsmarkt : Arbeitgeber fordern Begrenzung der Flüchtlingszahlen

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Erstversorgung von Flüchtlingen in Berlin Bild: Matthias Lüdecke

Eine Million Flüchtlinge ist laut Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer „im Moment“ zu viel. Er warnt vor einem einem Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt.

          Die Arbeitgeberverbände in Deutschland fordern eine wirksame Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen. „Wir werden mit der Situation zurechtkommen, wenn dieser Andrang irgendwann abbricht oder sich zumindest abschwächt“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der Zeitung „Die Welt“. Eine Million Flüchtlinge sei „im Moment“ zu viel. „Ich bin aber überzeugt, am Ende schaffen wir das, wenn wir die notwendigen Maßnahmen umsetzen.“

          Kramer forderte wörtlich: „Wir müssen uns jetzt auf die Menschen konzentrieren, die hierherkommen, weil sie um ihre Existenz und ihr Leben fürchten, und nicht um die, die ein besseres Leben wollen, und dafür das Asylrecht missbrauchen.“ Je besser es gelinge, Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, „desto stärker ist unser Signal gegen den internationalen Terrorismus“.

          Eine generelle Aussetzung des Mindestlohns ausschließlich für Flüchtlinge lehnte der Arbeitgeber-Präsident ab: „Ich halte den gesetzlichen Mindestlohn für falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ihn für Flüchtlinge aussetzen und für Deutsche belassen.“ Dies würde zu einem „Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt“ führen, so Kramer. „Dann haben wir Pegida nicht nur mehr in Dresden auf der Straße.“

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