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Festnahme Saddam Husseins Bush: Gefangennahme bedeutet kein Ende der Gewalt

14.12.2003 ·  Der amerikanische Präsident in einer kurzen Rede an die Nation davor gewarnt, die Verhaftung Saddam Husseins mit einem Ende der Gewalt im Irak gleichzusetzen.

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Der amerikanische Präsident George W. Bush hat davor gewarnt, die Verhaftung Saddam Husseins mit einem Ende der Gewalt im Irak gleichzusetzen. Die „terroristischen Kräfte“ würden am Ende aber besiegt werden, sagte der Präsident am Sonntag in einer kurzen Rede an die Nation.

Bush betonte, daß Saddam nun mit der Gerechtigkeit konfrontiert werde, die er Millionen Menschen verweigert habe. Seine Gefangennahme sei entscheidend für das Entstehen eines freien Iraks. Für die Anhänger des alten Baath-Regimes, die hauptsächlich für die anhaltende Gewalt im Irak verantwortlich seien, werde es keine Rückkehr zur „korrupten Macht“ geben. Für die große Mehrheit der Iraker, die in Freiheit leben wollten, bringe die Gefangennahme weitere Gewißheit, daß die Folterkammern für immer verbannt seien.

„Sie (die Iraker) werden nie Angst vor der Herrschaft von Saddam Hussein haben müssen“, versicherte Bush. Eine dunkle und schmerzvolle Ära in der irakischen Geschichte sei vorbei. „Alle Iraker können nun zusammenkommen, der Gewalt eine Absage erteilen und einen neuen Irak aufbauen“, fuhr der Präsident fort. Aber auch nach der Festnahme Saddams hätten es die Vereinigte Staaten weiter mit Terroristen zu tun, die lieber unschuldige Menschen töteten als das Entstehen von Freiheit im Herzen des Nahen Ostens zu akzeptieren. Diese Männer seien eine direkte Bedrohung für die Vereinigte Staaten, und sie würden besiegt werden.

Wie der amerikanische Präsident davon erfuhr

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld tastete sich behutsam an die Sensation heran, als er am Samstagnachmittag um 15.15 Uhr Ortszeit den Präsidenten auf dessen Wochenendsitz Camp David anrief. „Herr Präsident, erste Berichte über etwas sind nicht immer zutreffend“, begann Rumsfeld das Gespräch, das George W. Bushs Sprecher Scott McClellan am Sonntag vor Journalisten wiedergab. „Hört sich an, als ob's gute Neuigkeiten gibt“, antwortete Bush. Daraufhin ließ Rumsfeld die Katze aus dem Sack: „General Abizaid hat mich angerufen. Er ist sich sicher, daß wir Saddam Hussein haben.“ Bushs bündige Antwort: „Gut, das sind wirklich gute Neuigkeiten.“

Hundertprozentig sicher war sich Rumsfeld allerdings nicht. Die amerikanische Armee wollte jeden Zweifel an der Identität des Festgenommenen aus dem Weg räumen, bevor die Neuigkeit an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Am Sonntagmorgen um 5.14 Uhr Ortszeit klingelte Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice den Präsidenten mit der erlösenden Nachricht aus dem Schlaf: Ja, der bärtige Mann, der aus einem Erdloch in Irak gezogen wurde, sei tatsächlich Saddam Hussein. Bush rief daraufhin unter anderen seine Kriegsverbündeten in Europa an, den britischen Premier Tony Blair und den spanischen Ministerpräsidenten José Maria Aznar.

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