Nicht nur Jürgen Trittin, auch Fritz Kuhn kennt noch seinen Mao. Der Stuttgarter Oberbürgermeister empfahl jetzt dem Kanzlerkandidaten der SPD, es wenigstens in den kommenden Wochen mit dem Vorbild aller auf dem Marsch durch die Institutionen gereiften Linken zu halten: „Fest entschlossen sein, keine Opfer scheuen und alle Schwierigkeiten überwinden.“
Steinbrück hat sich denn auch gleich überwunden und sich zu dem Opfer umentschlossen, einen Moderator für das Fernsehduell mit der Großen Vorsitzenden zu akzeptieren, der ihm schon deshalb suspekt sein musste, weil er vom Klassenfeind vorgeschlagen worden war. Steinbrück steht seit seiner Nominierung ja täglich vor der Frage, die sich auch schon Mao stellte: „Welches sind unsere Feinde, welches sind unsere Freunde?“ Und nach Mao muss man alles bekämpfen, was der Feind unterstützt.
Vielleicht hätte Stoiber doch einmal in den Katechismus der 700 Millionen schauen sollen, bevor er Steinbrück den Ratschlag gab, der ihn so verwirrte. Stoiber ist freilich Herz-Jesu-Marxist, und die Spaltung der Linken war schon immer ihr Verderben.
Moderator, Metzgergeselle und SAT1-Hofkammerjodler Raab solls richten?
Jürgen M. Backhaus (dijmb)
- 16.02.2013, 10:27 Uhr
Noch eins drauf setzen
Thomas Mertes (Thomas543)
- 16.02.2013, 09:35 Uhr
Duell
Dirk Sternberg (crescendo)
- 15.02.2013, 17:35 Uhr
Wüsste gar nicht wen man statt Raab einsetzen sollte...
Thomas Mirbach (lurkius)
- 15.02.2013, 17:04 Uhr
Wieso denn Feind? Was ist denn das für eine Einstellung?
Herr Müller (Huckeltown)
- 15.02.2013, 16:46 Uhr