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FDP Froschkönigstreffen

 ·  Das Dreikönigstreffen der FDP ist eine PR-Idee, sonst nichts. Was hat ausgerechnet diese entschieden säkulare Partei mit jenem Fest zu schaffen?

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Das Dreikönigstreffen der FDP: eigentlich ist das eine PR-Idee, sonst nichts. Was hat ausgerechnet diese entschieden säkulare Partei mit jenem Fest zu schaffen? Ursprünglich lautete der schlaue Plan, in einer nachrichtenarmen Zeit, Tagen, in denen der gewöhnliche Politikbetrieb sich noch in Feiertagsagonie befindet, Aufmerksamkeit auf die Partei zu lenken. Und das am Anfang des Jahres, so dass wenigstens für ein Wochenende alle so tun können, als bestimmten die Freien Demokraten irgendwie das politische Programm. Nun gut. Hat es geklappt?

Seit vier Jahren jedenfalls nicht mehr. Seit vier Jahren erreicht die Partei zwar das Ziel, so etwas wie Aufmerksamkeit zu generieren. Nur ist das leider eine Art nachgerade schmerzlicher Aufmerksamkeit, die sie sich nicht wünschen kann. Auch dieses Jahr wieder: kaum ist die Einglitschphase zum Froschkönigstreffen erreicht, geht das Gequake und Gezanke los, wer jetzt von wem und wann am besten niedergemacht und absorbiert werden kann. Auf dem Treffen selbst wird dann zwar meist notdürftige Einheit demonstriert (Betonung auf „Not“ und „dürftig“), aber daran glaubt dann eh keiner mehr.

Vorschlag zu nüchternem Wägen: Wie wäre es, wenn die FDP ihr Froschkönigstreffen ausfallen ließe? Dann würde sich das Quaken und Zanken in die Länge und Breite ausdehnen und verteilt und verdünnt werden, wie Laich im Teich. Es wäre das alles nicht mehr so hochkonzentriert, somit auch weniger peinlich für uns andere. Außerdem würde die FDP insgesamt weniger wahrgenommen, und das vor allem wäre entschieden besser für sie. Es ist nämlich anders als früher noch: Aufmerksamkeit schadet der FDP wie gar nichts anderes, sie sieht schon seit vielen Jahren um Längen besser aus, wenn man nicht so genau hinguckt.

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Jahrgang 1958, verantwortlicher Redakteur für Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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