27.03.2003 · Es sind die Fotos, die den Kriegsalltag in einem Augenblick in die Welt transportieren. FAZ.NET dokumentiert die Bilder dieses Krieges.
Es sind die Bilder, die den Kriegsalltag in die Welt transportieren. Ein Foto kann oftmals in einem Augenblick mehr Informationen vermitteln als ein Text oder eine Fernsehreportage in zehn Minuten. Doch gleichzeitig müssen die Bilder - egal ob im Fernsehen, im Internet oder in der Zeitung - mit Misstrauen betrachtet werden.
Bilder sind in Kriegszeiten eine Waffe der Propaganda, der psychologischen Kriegsführung. Das irakische Regime hat ganz bewusst die Bilder der gefangen genommenen amerikanischen Soldaten im Fernsehen gesendet, um die Alliierten und auch die Familien der Soldaten zu schocken. Gestellte Szenen sind kaum von spontan fotografierten Bildern zu unterscheiden. Gleichzeitig werden die Fotos von der Front von Militärs zensiert.
Dennoch sind die Bilder wertvoll. Sie zeigen, dass auch dieser Krieg vom ersten Tag an grausam ist, dass die angeblich so präzisen Marschflugkörper und Bomben der Alliierten wohl auch in Wohngebieten einschlagen. Sie zeigen die humanitäre Katastrophe, die immense seelische und körperliche Belastung für die Soldaten und die Skepsis mit der die Bevölkerung den Truppen der Alliierten begegnet. Aber sie zeigen auch die Erleichterung, wenn die Soldaten Lebensmittel verteilen.