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FAZ.NET-Spezial Der 11. September und die Politik

09.09.2002 ·  Auch wenn der 11. September nicht alles verändert hat. Die Politik, die internationale ebenso wie die nationale, ist tatsächlich nicht mehr, wie sie war.

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Anfang vergangenen Jahres brachte der amerikanische Politikwissenschaftler und Politiker Henry Kissinger ein Buch auf den Markt, dessen englischer Titel die provokante Frage stellte, ob Amerika eine Außenpolitik brauche. Nicht eine neue, nein eine!

In dem Werk konnte Kissinger die Zeitenwende freilich nicht voraussehen. Es liest sich wie eine Diplomatie-Geschichte der Clinton-Jahre, von denen der frühere Außenminister mangels klarer Linie wenig angetan war. Freilich konnte das Buch auch wie ein Ratgeber für den außenpolitisch bis dahin unbeleckten Präsidenten George W. Bush gelesen werden.

Von den Philippinen bis ans afrikanische Horn

Eine Antwort auf die Frage im Titel hat sich nach 9/11 selbstredend erübrigt: Konnte Bush zuvor noch die Position vertreten, Amerika werde sich fortan nicht mehr um alle Probleme dieses Globus kümmern, so schickte der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte danach GI's in weitere Staaten. Die Terrorangriffe der islamistischen Al Qaida haben Länder wie Afghanistan, Jemen, Sudan und auch die Philippinen auf die außenpolitische Agenda gerückt. Staaten, die zeitweise oder immer noch Terroristen - aktiv oder passiv - Obdach boten. Zudem lenkte Washington sein Augenmerk neben Nordkorea und Iran vor allem auf den Irak - und machte damit klar, dass es nicht nur um Al Qaida geht.

FAZ.NET-Spezial

Seit dem 11. September haben die Amerikaner im Rahmen einer internationalen Anti-Terror-Koalition nicht nur das Taliban-Regime aus Afghanistan vertrieben. „Militärische Hilfe“ leistet das Pentagon auch auf den Philippinen. Deutsche Soldaten patrouillieren am Horn von Afrika und sind in Kuwait mit ABC-Schutzpanzern vertreten. Neben der internationalen Politik ist auch die Innenpolitik nach 9/11 eine andere. Einwanderungspolitik wird in Amerika und Europa unter neuen Vorzeichen diskutiert und die Gesetzgebung zur Inneren Sicheren wurde in allen westlichen Demokratien verschärft.

FAZ.NET beleuchtet in diesem Spezial Brüche und Kontinuitäten seit dem 11. September in Analysen, Hintergrundberichten und Kommentaren.

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Von Timo Frasch

Die hiesigen Muslime hören auf, nur ein Teil Deutschlands zu sein, und fangen an, zu Deutschland zu gehören, wenn ihre Deutschkenntnisse gut genug sind, um zu erahnen, was Wulff, Gauck oder Söder mit ihren jüngsten Einlassungen zum Thema gemeint haben könnten. Mehr 5 7