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Extremismus Gegen den Staat

Salafisten und Pro-NRW-Anhänger freuen sich gleichermaßen über die gewonnene Aufmerksamkeit. Den Extremisten geht es nicht um Meinungsfreiheit. Ihre Gewalt richtet sich gegen den Staat.

© dpa Vergrößern Im Visier: Salafisten provozieren Pro-NRW-Anhänger

Etwas Besseres konnte den Salafisten nicht passieren als die Provokationen mittels Mohammed-Karikaturen durch die vom Verfassungsschutz beobachtete rechtsextreme Splittergruppe Pro-NRW; und etwas Besseres konnte Pro-NRW nicht passieren als die Agitation mittels Koran-Verteilung durch die ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtete islamistische Splittergruppe der Salafisten.

Die von Pro-NRW begonnenen und von den Salafisten angenommenen Provokationen in Solingen vom 1. Mai hätten Warnung genug sein müssen: Immerhin waren drei Polizisten von Salafisten verletzt worden.

29 verletzte Polizisten, zwei davon schwer

Am Samstag kam es wieder zu Ausschreitungen, diesmal in Bonn: 29 Polizisten wurden verletzt, zwei durch Messerstiche schwer. Die Freude über den Aufmerksamkeitscoup dürfte in beiden Lagern gleich groß gewesen sein. Klar ist: Den Extremisten geht es nicht um die Verteidigung der Meinungs- oder Religionsfreiheit.

Provokationen und Gewalt richten sich letztlich gegen den Staat, den sie unter dem Applaus ihrer Anhänger als schwach erscheinen lassen wollen. Dieser Eindruck darf nicht entstehen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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