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Asylanträge in der EU : 2017 halb so viele Asylbewerber wie im Jahr zuvor

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Die Asylzahlen sinken in der EU, doch Deutschland nimmt ein Drittel aller Asylbewerber auf. Bild: dpa

Deutschland hat im vergangenen Jahr knapp ein Drittel aller Asylbewerber in der Europäischen Union aufgenommen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt aber ein anderes europäisches Land vorne.

          Rund 650.000 Menschen haben 2017 erstmals Asyl in der Europäischen Union beantragt – etwa halb so viele wie ein Jahr zuvor. Rund 31 Prozent von ihnen stellten ihre Anträge in Deutschland. Die Zahlen veröffentlichte das Europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg.

          Die meisten Asylbewerber, nämlich 102.400, kamen im vergangenen Jahr aus Syrien, weitere 47.500 aus dem Irak und 43.600 aus Afghanistan. Allein aus diesen drei Staaten flohen 30 Prozent der Schutzsuchenden. Deutschland war mit 198.300 Bewerbern das wichtigste Aufnahmeland, verzeichnete aber einen Rückgang um 73 Prozent. Dahinter folgten bei den Aufnahmezahlen Italien mit 126.600 und Frankreich mit 91.100.

          Gemessen an der Bevölkerungszahl nahm Griechenland 2017 die meisten Schutzsuchenden auf, nämlich 5295 je eine Million Einwohner. Dahinter folgten Zypern mit 5235 und Luxemburg mit 3931. Die Slowakei lag mit 27 Bewerbern auf eine Million Einwohner hingegen am Schluss der Statistik, gemeinsam mit Polen (79) und Portugal (98).

          Ende 2017 warteten nach Angaben von Eurostat noch rund 927.300 neue und alte Asylbewerber auf einen Bescheid, nur etwas weniger als ein Jahr zuvor, als knapp 1,1 Millionen Anträge in Bearbeitung waren. Allein in Deutschland lagen Ende 2017 rund 443.800 Anträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

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