26.01.2013 · Eine Umfrage in Frankreich fördert ein geradezu britisches Ergebnis zu Tage: Zwei Drittel der Franzosen sind der Meinung, dass die Entscheidungskompetenz im eigenen Land gestärkt werden sollten - auch auf Kosten der EU.
Von Günther NonnenmacherRichtlinien für Lesermeinungen
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Diese Zwodrittel der Franzosen
stellen die 90%-EU-Begeisterten dar, die ein gewisser Würseler Buchhändler kürzlich in der Bevölkerung Europas für sich entdeckte.
mehren sich auch in Österrreich die Stimmen die ein Referendum fordern!
Der Geist ist aus der Flasche! !!
Wann werden in Deutschland die Menschen gefragt?
Liebe Frau Dreier und lieber Herr Meyer,
Ihr Wort in Gottes Ohr!
Gegen einen "starken Führer"...
ist nichts einzuwenden, sofern er das Richtige will und das Richtige schafft. Ab und an gibt man einem solchen auch den Beinamen "der Große". Die Machtkompetenz des franz. Präsidenten ist immens. Doch versteht ein "Hollande" diese auch auszufüllen? Bisher hat er sich lediglich als ein großer Trottel gezeigt. Hoffen wir für die Franzosen, dass er lernfähig ist - und wenn nicht, dass er zumindest diese Rolle, die ihm von der Verfassung zugebilligt wird, nicht füllen kann.Wie sonst soll Franreich aus diesem gesellschaftlichen und politischen Sumpf, aus dieser selbstgerechten Mittelmäßigkeit wieder herausfinden?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.01.2013 20:32 UhrMan gab früher starken Führern nette Beinamen
Philip der Schöne, August der Starke, Karl der Kahle, Ludwig der
Fromme ... usw.
Und jetzt wird La Grande Nation eben von Francois (Franz) dem
Unfähigen geführt.
Niemand ist europafeindlich oder "gegen Europa", nur weil er gegen den Euro oder für eine Rückübertragung von Kompetenzen auf die Nationalstaaten ist. Jeder sollte irgendwann einmal zur Kenntnis nehmen, dass wir vor der Einführung des Euro niemals soviel Streit und Abneigung zwischen europäischen Völkern hatten, wie jetzt. Niemals wäre es dazu gekommen, dass Demonstranten in Athen eine deutsche Kanzlerin bzw. einen deutschen Kanzler mit Hitlerbärtchen präsentieren.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.01.2013 01:08 UhrTja, was für eine Zukunft steht uns nur bevor...
Da sind die Europaskeptiker, die sich auf ökonomische Vernunft
berufen, auf der einen und die wachsende Front der die
„Europäisierung“ Ablehnenden auf der anderen Seite.
Ersteren sollte, lt. Nonnenmacher, klar werden, mit wem sie hier im Boot sitzen.
Klingt für mich wie: Leute, nicht mehr so scharf, liefert dem
Pöbel nicht auch noch die Munition. Aber im Ernst. Welche Wucht
sich entfalten könnte, wenn der Wind, wie derzeit vernehmbar, aus
allen Richtungen gleich stark weht, ist durchaus besorgniserregend
– aber dann frage ich: soll sich Schütze Arsch etwa auch noch
um des „lieben Friedens“ willen krumm machen, wo ihn
Weltmarktfähigkeit, Frieden und Demokratie (als Ideen hinter der
EU) bereits zu überfordern scheinen?
Dass die Entwicklung Globalisierungskritikern als Reservoir dient, darf
von den Apologeten der Alternativlosigkeit (nein, Herrn Nonnenmacher
meine ich natürlich nicht) nicht jetzt auch noch als Argument ins
Feld geführt werden. Wäre töricht, ja, gar lebensgefährlich.
Franzosen und Cameron mit seinen Briten, sie alle haben es satt, sich von Dummköpfen in Brüssel
u. der EZB Vorschriften machen zu lassen. Sie haben beobachtet, dass die
EU u. die EZB €-rettungsverwirrt fortwährend die eigenen
Spielregeln sträflich verletzen. Das stößt bei diesen
Freidenkern auf Unverständnis.
Bei dem von wirtschaftlichem Irrsinn getragenen Solidaritätsdiktat
von EU u. EZB - fernab des Nobailouts - werden die Sorglosstaaten
für ihr Nichtstun mit Billigstgeld überhäuft, ja geradezu
bedrängt.
Zur Sicherheit werden sie in das EU-Schummelparadies eingesperrt und
solange mit Billiggeld ohne Sicherheiten gemästet, bis der globale
Markt großzügig nicht mehr Rekordzinsen berechnet.
Dabei ist aber bekannt, dass mit der Billiggeldspritzerei nur Zeit
gewonnen wurde. Die notwendige wirtschaftliche Sanierung fehlt bei den
Sorglosländern.
Besonders unprofessionell haben sich die Kanzlerin - mit
ihrem abstrusen Wunnsch, dass GR im € bleibt - sowie der
unfähige Schäuble, €-rettungsverbohrt ohne Hirn und Verstand.
Alles zulasten von D. Ein Denzettel ist bald fällig!
Denkzettel nichtr erst, wenn Draghi das Papier zum Gelddrucken ausgeht, sondern bei den nächsten
Bundestagswahlen, Herr Otto Kaldrack. Danke für die Anmerkungen,
mit denen ich im Übrigen voll übereinstimme!
Allerdings müßte sich die Schlafmützenopposition bis
dahin um 180 Grad ändern!
EU + EURO
der denkzettel wird kommen, denn bezahlt werden, muss am ende immer.
wenn unsere oppostionsparteien weigstens besser wären, gäbe es
ja auch
die probleme nicht. aber die sind ja noch schlimmer und wollen mit euro-
bonds unser geld noch schneller aus dem fenster werfen, weil sie ihren
sozial. lügner- und betrügerbrüdern in diesem wunderbaren
griechenland
noch bedingungsloser glauben, als mutti schon. wie blöd muss man
eigent-
lich sein?
Der Franzose ist der Bösewicht....
...denn er hat immer nur seine eigene "Grande Nation" im Auge, die EU sozusagen ist nur verlängerter Arm seiner selbst. Das ist nicht mehr, Schluss vorbei. Selber Schuld. er hat sich mit Deutschland eingelassen um daraus zu profitieren und jetzt kommt die Quittung. Was der Elysee will, und das Volk sind immer zwei paar Stiefel. Der Franzose muss endlich anfangen härter zu sein, bzw. sich entscheiden, gehöre ich zum Norden oder zum Süden Europas. Das ist die Crux vor dem die Franzosen stehen. Wir wollen ihnen dabei helfen: Siehe David Cameron.
Tia, bei der Euroeinführung herrschte in Frankreich noch Friede,
Freude, Eierkuchen. Schließlich hatte man es geschafft die
Vormacht der Bundesbank in der europäischen Geldpolitik zu Brechen.
Anstatt aber die neu erlangte Macht weise zu nutzen hat man klein
karierte, ökonomisch unvernünftige Machtspielchen betrieben.
Selbst der Bruch der 'Mastricht Verträge' geht auf das Konto
Frankreichs. Insbesondere von Trichet und Lagarde.
Im eigenen Land ist man nicht fähig sich eine
wirtschaftsorientierte Regierung zu wählen. Statt dessen soll es
jetzt ein „un vrai chef“ (großer Führer) richten.
Frankreich ist nicht anti-europäisch ! Falsche Schlussfolgerung aus der Umfrage.
Wen wundert es schon, dass die Franzosen in der derzeitigen
Wirtschaftskrise und angesichts der schwachen Regierung Hollande alle
Autoritäten verteufeln ? Man sucht einen Sündenbock ! Es
kostet ja nicht viel, bei einer Umfrage auch die Brüsseler
Behörden abzustrafen. Die Politverdrossenheit innerhalb Frankreichs
selbst ist noch viel größer, wie aus einer - ebenfalls in
"Le Monde" - erschienenen Umfrage von vor ein paar Wochen
nachzulesen war. Wie erklärt man sich, dass die Franzosen zwar
mehrheitlich eine Rückverlegung einiger Kompetenzen ( welcher ? )
nach Paris wünschen, umgekehrt aber ebenso mehrheitlich
"für Europa" und "Euro" sind ?
Ich ziehe aus dieser Umfrage lediglich die Konsequenz, dass es der
Regierung Hollande bisher nicht gelungen ist, den Franzosen einen Weg
aus der Krise und vorbei am Niedergang aufzuzeigen. Und da kann ich
ihnen nur recht geben. Frankreich steckt in einer Krise, weil die
französischen Politiker versagt haben.
Die Umfrage spiegelt wider, dass die Grande Nation erschlafft und sich
und die Übersee-Departements nur noch mit Mühe über
Wasser halten kann. Und jetzt kommt Mali da noch hinzu.
Für ihre Malaise werden jetzt Sündenböcke gesucht. Da
gehört dann natürlich schon mal die Superbehörde in
Brüssel dazu. Dazu wird dann auch Frau Merkel gehören und dazu
gehört ganz allgemein die Überfremdung.
Es ist klar, der Franzose erklärt sich die böse, böse
Welt. Er glaubt doch in der Tat, Autarkie und Splendid Isolation seien
die Zaubermittel, um Frankreich wieder zu einer tatsächlichen
Grande Nation zu kommen.
Es entwickelt sich ein Drama rund um uns und wir heben weiter ab, um den
Weltmarkt zu erobern. Es tritt wieder die Szenerie ein, die wir alle
schon als Kinder erlebt haben, wenn die Überflieger immer wieder
nur "Einsen" schrieben. Das deklassierte. Keine Frage.
Herr Nonnenmacher irrt sich, wenn er den Aufschrei der europäischen Völker gegen die EU als ein populistisches Unterkapitel der Globalisierungskritik stigmatisieren will. Tatsächlich verhält sich beides wie Feuer und Wasser zueinander. Die Globalisierung befreit die Milliarden von Einzelakteuren und die EU will sie politisch wieder entmündigen. Konkreter, die Globalisierung lebt nur durch den Wettbewerb weltweit vernetzter und selbstbestimmter Kollektive. Die EU sieht sich aber als Teil einer weltweiten Hierarchie bürokratischer Herrschaft. Selbstbestimmung steht grundsätzlich nicht auf ihrer Agenda. Kein Kollektiv darf und soll seine spezifische Leistung und Kultur mehr entwickeln und anbieten können. Damit verlieren alle gewachsenen Strukturen ihre Aufgabe, Identität und vor allem Perspektive. In diesem Sinne ist die EU ein systemtheoretischer Fehler. Sie zerstört ihre Fundamente.
Die Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung - und nicht nur die
Frankreichs - mittelfristig nicht mehr hinnehmen wird, dass die
organisierte EU-Kriminalität sie weiterhin mit gefährlichen
und enteignenden Regulierungen kujoniert, sie z. B. mit
»Umweltleuchten« vergiftet und ihre Trinkwasserversorgung an
die Gierhälse der Energieversorger zwangsverscherbelt.
Ebenso wie bei dem Beklau des Mittelstands um seine Altersrücklagen
steht hinter den teils von nationalen Regierungen
»bestellten« EU-Verordnungen nackte Bestechung durch
Interessengruppen aus Industrie und Gewerbe.
Völlig unerstaunlich, dass die Bevölkerung sich von den
EU-Gaunern auf nationaler wie europäischer Ebene abgewandt hat. Es
ist Zeit, sich konsequenter der Demokratie zuzuwenden, um das
postdemokratische Eitergeschwür EU aus dem Körper Europas herauszuschälen.
Hr. Gauck hat unlängst (interview in FAZ) gesagt, dass die
Politiker dem Volk die EU zuerst erklären müssten, bevor man
an Volksabstimmungen zu diesem Thema denke. Ansonsten würde das
Volk Opfer von Schreihälsen und Populisten.
Ja das dumme deutsche Volk...
Frage aus der Schweiz: Warum lassen es die Deutschen mit sich machen-
seit Jahren ? Warum wählen Sie sogar solche Politiker ?
Würde die NPD von Milliardären geführt und finanziert...
..., wie die SVP in der Schweiz, der mehr Geld als allen andern
Schweizer Parteien zur Verfügung steht, dann hätten sie auch
eine in Deutschland.
Die Linke kommt der SVP übrigens ideologisch auch ganz nahe,
einfach aus der falschen Richtung. So blöd, offizielle
Genesungswünsche an serbelnde, karibische Diktatoren zu schicken,
sind die helvetischen Verwirrten und Verblendeten allerdings noch nicht,
aber sich mit äusserst dubiosem braunen Gesox aus allen Herren
Ländern abzugeben, das kommt regelmässig vor. Dass allerdings
ein deutscher Extremisten-Führer an einem Parteitag - wie bei der
SVP vor zwei Jahren geschehen - einen Geissbock aufs Podium der
Parteigranden führen, und den Delegierten im Saal zurufen
würde: "Begrüssen Sie, Zottel!", das kann ich mir
nicht einmal bei den leicht Entrückten von NPD und Linke
vorstellen. Das konnte nur SVP-Präsident Toni Brunner, ohne sich
nicht einmal im Ansatz total bescheuert vorzukommen. Und solche Leute
erreichten 27% Wähleranteil. *facepalm*
Die Deutschen sind fleißig u. erforgreich, aber leider haben sie seit der Kaiser- u. der Nazizeit
das Kuschen gegenüber der Obrigkeit noch immer nicht abgelegt.
Vielleicht sind es noch Nachwehen aus der schrecklichen Gestapo-Nazi-
bzw. Stasizeit, welche sich über die Elterngeneration noch beim
unbedingten Gehorsam gegenüber den Oberen auswirken .
Max Schmid, die Schweizer haben das Glück, mit mehr direkten
Volksrechten ausgestattet zu sein u. auf die Staatsführung direkten
Einfluss ausüben zu können.
Die Deutschen hingegen haben durch die EU mit ihren Spitzen-Dilettanten
Juncker, Barroso, Barnier, Schulz, Draghi, Kumpane in den nationalen
Regierungen u. Schlafmützenoppositionen dumme, selbstsüchtige
Egozentriker vorgesetzt bekommen, denen brav gehuldigt wird.
Die Deutschen ließen sich von den EU-Spitzen-Dummen sogar das
Gurken- u. das Bananenformat vorschreiben. Das verrückte
Enthörnern der göttlichen Rindviecher in der EU - bei viel zu
engen Ställen - gehört auch dazu.
Die €-GR-Schuldenkrise zeigt im Übrigen am besten die
anhaltende Unfähigkeit der o.a. Oberdummen.
zumindest den Präsidenten hat kein Bürger gewählt...
den hat eine hinterlistige Opposition vorgeschlagen und der Vorsitzende
einer Splitterpartei musste an der Wahl sein Mütchen kühlen !
An dem Rest der Mischpoke sind wir allerdings selbst schuld, und wenn
man nach Hannover schaut lernt der Michel auch nix dazu!
Grüße aus der Froschperspektive!
Ja warum...??
...vielleicht sind wir alle in deutschen Landen zu sehr beschäftigt mit uns selbst und unserem täglichen Broterwerb. Das wissen doch alle deutschen Politiker. Deshalb, bevor es zappenduster wird "Abtreten nach Brüssel". Die deutsche Regierung blickt es doch selbst nicht mehr, wie wo und weshalb alles so kommen muss....
Ist denn die Haltung in Deutschland so grundlegend anders?
Wie lange ist es her, dass im Bundestag wirklich offen und ernsthaft
über Pro und Contra einer Geld- und Kompetenzübertragung an
Europa debattiert wurde? Und das im echten öffentlichen Fernsehen,
nicht auf einem im Satelliten- oder Kabelprogramm versteckten
Sondersender?
Aber sieht man mal von der politischen Klasse ab, die mit dem
"Europa ist alternativlos so wie wir es wollen"-Dogma jede
ernsthafte Diskussion über Änderungen abwürgt, ist den
meisten Bürgern doch unbehaglich bei dem Gedanken, dass die
Entscheidungen gar nicht von den Leuten getroffen werden, die sich ja
einst für diese Aufgabe haben wählen lassen.
Liebe FAZ, nehmen Sie das als Anregung für eine große
europapolitische Umfrage in Deutschland! Ich würde mich sehr
freuen, dazu auch mal meine Meinung abgeben zu dürfen!
In Deutschland keine Spur anders !
In Deutschland ist es kein Stück anders, wie jeder jederzeit seit
je aus jedem Internetforum ersehen kann. Auch ich habe die verfetteten
Brüssel-/Strassburger Korruptions- und Betrugs-affinen Bevormunder
mit der Gallionsfigur Schulz satt. Das hat mit "Europa" nichts
mehr zu tun, was dieser demokratisch unlegitimierte EU-Moloch uns bis
zum letzten normierten Gurkenradius zumutet. Mit der Eurokatastrophe
wurde gleichzeitig unser nahezu gesamtes Volksvermögen für
südliche Betrugsbanken und Regime, von Zypern bis Palermo und
Valecia verpfändet.
Stattdessen will ich das wunderbare, bunte und friedliche Europa der
Vaterländer (wie Schumann und Adenauer schon), in dem nicht unsere
Milliardenzahlungen mit dem Zeigen von Hakenkreuzen beantwortet und
ständig dreistere Forderugen nach kompletter Haftungsübernahme
für die Betrüger, Korrupteure und Verschwender gestellt werden.
Juchhei
Schöner kann man es nicht formulieren!
Danke und schönes Wochenende noch!
JB
Nicht Populismus: Betrug und Ideologie-Maulkörbe sind das Problem
Warum muss eigentlich immer "Populismus" als Grund herhalten,
wenn die Leute nicht so wollen, wie die weisen Europa-Eliten es ihnen
vorschrieben wollen?
In Wirklichkeit geht es diesen Eliten nur um ihre Ideologie (von der sie
und ihre Bürokratien bestens profitieren) - aber die Menschen (die
steuerzahlenden!) sind nicht bereit, einen solchen Billionen-Betrug, wie
wir ihn bei der "Eurorettung" erleben, auch noch gut zu finden.
Mit Demokratie und Gerechtigkeit hat diese politische Gleichmacherei auf
Kosten der Bürger nichts zu tun. Die Krise wird benutzt, die
Hegemonie über die Völker zu installieren.
Die Leute können nichts dagegen machen. Deshalb verachten sie
zunehmend nur noch diese Poltitiker-Klasse, gehen nicht mehr wählen.
Dass die Deutschen nicht wie die Franzosen sagen, dass sie ihr Land
lieben, hängt vermutlich damit zusammen, dass sie Angst haben, von
diesen Eliten dafür als Nazis diffamiert zu werden. Was aber ist
eigentlich Nazi, wenn man kein Großreich Europa will?
Solange nationale Politiker die EU brauchen, um die Schuld für notwendige aber unpopuläre
Entscheidungen auf Europa schieben, wird das so bleiben. Dabei sind sie es selbst, die in Europa entscheiden. Baroso und Co. haben nicht viel zu melden. Frankreich muss halt sparen, EU hin oder her. Dass Hollande dies dann als ein Diktat der EU unter deutscher Führung verkauft, gegen das er sich bis zum letzten Blutstropfen gewehrt hat, führt dann zu solchen Umfrageergebnissen.
"Je geringer das Bildungsniveau, desto deutlicher fiel die Ablehnung Europas aus." !?!?!?
Ich muss mich immer öfter darüber ärgern, solche
diffamierende Aussagen zu lesen, ohne dass diese Korrelation ehrlich
hinterfragt wird. Soll das wieder heißen: "Wer die EU
ablehnt, ist dumm"?
Liegt die höhere Ablehnung der EU durch Geringqualifizierte nicht
eher daran, dass diese von negativen Auswirkungen z.B. der Öffnung
der Arbeitsmärkte, Lohndumping und Verlagerung der
Arbeitsplätze nach Osteuropa viel stärker betroffen sind als
Akademiker? Ich kenne zumindest eine Studie aus GB, die das belegt.
Davon abgesehen dürften die Fragen von Deutschen ganz ähnlich
beantwortet werden, bis auf die Euro-Mitgliedschaft. Es wird
allerhöchste Zeit, diese Themen in Deutschland zu klären. Wir
haben einen enormen Rückstau bei der demokratischen Aufarbeitung
gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Unsere Probleme decken
sich dabei ziemlich mit denen der Franzosen.
Liebe Frau Mersmann...
...was sie sind und was sie politisch denken interessiert hier niemanden. Was uns allen hier im FAZ-Forum am Herzen liegt sind ihre persönlichen Erlebnisse und Gefühle, bezüglich des entsprechenden Artikels auf den sie reagieren. Schreiben sie einfach drauf los was ihnen am Herzen liegt. Dann finden wir das alle hervorragend.
Ich für mich kann sie beruhigen.
Ich bin Akademikerin und denke deutsch-national. Wahrscheinlich
würde ich anders denken, hätte ich einen anderen
Bildungsabschluss. Ich würde mich irgendwie von der Politik
überfordert fühlen, wüsste natürlich, dass national
denkende Menschen dumpf sind und würde nicht zu denen gehören
wollen. Wählen würde ich, was das Milieu meiner Herkunft
wählt, also SPD oder vielleicht, weil ich eine moderne Frau sein
will, die Grünen. So lange jedenfalls, bis der STERN, das Leib- und
Magenblatt des Sozen - nicht die Akzente anders setzt.
Ideale verändern sich laufend...
...über die Zeit und unterliegen in nicht geringem Masse dem
herrschenden Zeitgeist. Dass die EU, als Wirtschaftskonstrukt basierend
auf friedlicher Vernunft, nicht immer optimal ins nach wie vor mehr oder
weniger romantisch verklärte nationale Bild vieler Bürger
innerhalb der EU-Grenzen passt, ist nicht weiter erstaunlich. Ablehnung
ist in der Regel einfacher, als neue erfolgsversprechende Wege zu
entwickeln. Darum sollte man solchen Umfragen vielleicht auch mal die
Vorschläge der "Genug!-Sager" beifügen, wie die
Zukunft denn besser angegangen werden sollte. Auf jenen Konsens
wäre ich ja gespannt.
Wirklich beunruhigend ist aber, dass sich viele Bürger der EU mehr
und mehr "überfahren" fühlen und zwar nicht von
einer charismatischen Führung, sondern von oft genug recht bieder
erscheinenden Figuren. Da kann dann schon mal Unruhe aufkommen.
Am Ende entscheidet aber immer der Kontostand. Wer glaubt, er führe
ausserhalb der EU besser, der soll es doch wagen. Sie wären kaum aufzuhalten.