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Vor dem EU-Gipfel Die EU streitet über Eurobonds

 ·  In der EU herrscht vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs an diesem Mittwoch offener Streit über den Umgang mit der Schuldenkrise. Laut EU-Ratspräsident Van Rompuy dürfe es bei der Debatte über die Zukunft der Währungsunion „keine Tabus“ geben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

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Hans Edelmann

Wer "Eurobonds" will, ...

...soll sie ruhig machen. Deutschland aber muss die Hände davon lassen und eine Mithaftung für
"Eurobonds" verbindlich und endgültig ablehnen. Denn niemand ist verpflichtet, den eigenen Staat in Misskredit oder in schlechteren Kredit zu bringen.

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Heinz Siebe
Heinz Siebe (maruk) - 23.05.2012 10:30 Uhr

Eurobonds

DIE EZB wurde nach dem Prinzip der Deutschen Bundesbank gegründet - und heute?
Die Weichwährungs- und Inflationsfanatiker haben die Mehrheit und damit die Macht übernommen. Die Bundesbank hat im EZB Rat nichts mehr zu sagen. Und das gleiche passiert jetzt mit der Frage zu den Eurobonds. Deutschland wird isoliert. Merkle und Co verkaufen uns das anschliessend wieder als alternativlos, und wir bürgen, garantieren zahlen zahlen zahlen. Widerstand ist angesagt.

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Paul Banaschak

Nun, kein Tabu heisst auch: Austritt Deutschlands aus dem EUR

und dafür gäbe es in Deutschland eine klare Mehrheit. Also los, Volksabstimmung vorbereiten und dann raus aus dem EUR.

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Hubert Witzany

wann wird Merkel diesmal (um)fallen?

lange kann es nicht mehr dauern. Unsere Hoffnungen ruhen nun auf der österr. Finanzministerin. Oder sollten wir nicht doch zumindest eine Mail-Kampagne starten und unsere Zukunft in die eigenen Hände legen? Schreiben wir doch Frau Merkel und Herrn Schäuble wie wir über Eurobonds und die Zukunft des Euro denken.

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Olaf Tamm
Olaf Tamm (anulaifaz) - 23.05.2012 08:13 Uhr

Ein Gipfel von vielen,

Die Eurobonds mal wieder. Wie schon des öfteren von mir geschrieben, stellt sich die einfache Frage:
Wer soll diese Schrottpapiere, die beim Kauf schon mit einer Verlustquote von ca. 80% behaftet sind und ein Ratung zwischen Gut und Böse haben werden, auf den freien Kapitalmärkten kaufen?
Das es aus meiner Sicht so gut wie keinen gibt, wird sich das von alleine klären. Diese Dikussion war vor etlichen Monaten schon einmal und es haben alle potenziellen Schwellenländer und auch große Investoren den Kauf verneint. Daher kann man das recht gelassen betrachten.
Mehr Sorge bereitet mir in des der ESM (EUROPÄISCHEN STABILITÄTS MECHANISMUS) Vertrag. Tritt dieser in Kraft, muß DE zahlen ob wir wollen oder nicht. Eurobonds sind dagegen Pinuts. Ich kann nur jeden bitten sich diesen Vertagswahnsinn (gibts im Netz zu Teil mit Kommentare) zu lesen. Wer es gelesen hat, wird verstehen was ich meine.

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 23.05.2012 08:10 Uhr

Richtig: keine Tabus

Also: Durchsetzung der Verträge, ggf. Ausschluß Griechenlands aus dem EURO, keine Diskussion über Eurobonds, Stimmrecht der Länder in der EZB nach Anteil BIP, keine Ausweitung des "Rettungsschirmes", Aufspaltung des EURO in Nord-und Südzone . . .

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Gerhard Storm

Euro-Bonds-Beutegeld sozialistischer Gleichmacherei-Dealer

Den €-Rettern ist aufgrund dilettantischen Verhaltens nicht gelungen, die Folgen der Lehman- u. die folgende €-Schuldenkrise in den Griff zu bekommen.

Die unverantwortliche u. erfolglose Strategie des "Koste es, was es wolle" hat die PIIGS-Länder, insb. GR, aufgrund des Spardrucks in tiefe Tristesse versetzt.

Verständlich, dass die in diesen Ländern unfähigen Politiker in Hollandes wahlkampfverwirrten €-Bond-Träumereien den Strohhalm sehen, an den sie sich klammern können.

Zu verlockend ist die Vorstellung, man könne sich mit der Bonität der wenigen erfolgreichen €-Staaten auf den internationalen Kapitalmärkten in günstige Zinssätze hineindealen.

Aber wie das bei Dealer ist, denken sie nur an ihren eigenen Vorteil, u. vergessen, dass das Geld durch harte Arbeit u. Anstrengungen verdient werden will mit niedrigen Schuldzsinsen als Belohnung.

€-Bonds für sozialistische Gleichmacherei-Dealer dürfen nicht in Umlauf gebracht werden, denn sie sind unverdientes Beutegeld!

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Wolfgang Richter

Offene Debatte ohne Tabus!

Herr von Rompoy fordert eine offene Debatte ohne Tabus über die Zukunft der Währungsunion.
Die kann er haben, aber anders, als er denkt.
Es wird Zeit, daß folgenschwere Entscheidungen mit Rechtsbruch-Charakter (gegen das Bail-Out-Verbot des EU-Vertrages oder die Finanzsouveränität des Bundes) nur noch nach einer Volksabstimmung in Deutschland erfolgen dürfen.
ESM oder Euro-Bonds gibt es also nur mit einer Mehrheit der deutschen Wähler.
Damit dürften diverse Pläne von Herrn Schäuble und Herrn Gabriel hinfällig werden.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 22.05.2012 21:58 Uhr

Hollande setzt zum letzten Erpressungsversuch an

und seine Aussichten sind gar nicht schlecht.
Da Merkel und Schäuble ja jeden Preis für den € bezahlen wollen.
Und die Linken sind ideologisch sowieso für alles , was D. schadet.
Natürlich nur unter strikten Bedingungen, an die sich später, wie gewohnt, niemand mehr erinnern wird,
eurobonds werden den € übrigens nicht retten. Er fällt sowieso. Das wissen auch die Schuldenländer.
Ihnen geht es nur noch darum, bis dahin so viele ihrer Schulden wie möglich auf Deutschland zu übertragen, um dann schuldenfrei in die eigene Währung zu gehen .
Es ist ein Machtspiel. Eine Gelegenheit, D. auszupressen.
Und falls der € wirklich überleben sollte, ist auch ok.
Merkel und Schäuble sehen wieder die Falle nicht.

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Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 22.05.2012 21:47 Uhr

Die Übersetzung für "Es dürfe dabei keine Tabus geben" ist ganz simpel:

Deutschland, Klappe halten und zahlen!

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Edda Kuhlmann

Oeffentlicher Aufruf zum Vertragsbruch

No Bail-Out, kategorische Ablehnung einer Haftungsgemeinschaft- so steht es im Vertrag von Lissabon, ratifiziert von allen Teilnehmern. Jetzt wird, ganz oeffentlich und ohne Scham, dazu aufgerufen, ihn erneut zu brechen. Und zwar international - nicht nur von den Herren Hollande, Obama und Monti oder der OECD, sondern auch von Frau Lagarde vom IWF. Totale Missachtung gueltiger Vertraege auf internationaler Ebene. Wir sind eben doch alle nur kleine Ameisen.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 22.05.2012 20:58 Uhr

Es bedarf keiner stärkeren Integration

Das sagen die, die die Krise zu verantworten haben und jetzt auch noch ganz frech dazu nutzen wollen, Brüssel und Straßburg mehr Macht zu verschaffen. Es bedarf einzig und allein der Erfüllung bestehender Verträge. Und schon hier scheitern alle Beteiligten kläglich und verspielen alles Vertrauen in ihre Kompetenzen und ihre Redlichkeit.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 22.05.2012 20:11 Uhr

Wenn mein Nachbar kommt ...

... und von mir energisch fordert ich solle für seine Schulden bürgen würde ich ihn für verrückt halten. Aber in diesem unseligen Europa ist das üblich.
----
Das was jetzt stattfindet ist lediglich eine neue Variante der Kriegführung:

Krieg hat traditionell den Zweck Resourcen und Arbeitskraft des Gegners für sich arbeiten zu lassen.
Genaus dasselbe ist jetzt im Gange - nicht mehr militärisch sondern wirtschaftlich. Und das was früher "Gegner" hieß heißt jetzt "Freund der Solidarität fordert". Das Ziel ist aber unverändert - den anderen zu eigenen Gunsten auszubeuten.

Und Kollaborateure hat es auch schon immer gegeben.

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Peter Kroll
Peter Kroll (pekrop09) - 22.05.2012 19:59 Uhr

Standhaftigkeit gefragt

Hoffentlich bleibt Angela Merkel standhaft und lässt sich nicht von den Möchtegernökonomen in ihrem EU-Umkreis aufs Glatteis der Eurobonds führen. Es war zu erwarten, dass der neue französische Präsident erneut das sozialistische Solidaritätsgesäusel anstimmen würde, das - erwiesenermaßen - nicht zu positiven Resultaten führt. Hollande kennt die wirtschaftliche Situation im eigenen Land, über die niemand im erlesenen Minidterrat offen spicht. Und er weiß damit, dass Frankreich selbst ohne entschlossene Strukturreformen in absehbarer Zeit zu einem Profiteur dieser Bonds zu werden droht. Der Wahlkampf ist vorbei, Hollande muss jetzt liefern: aber bessere, taugliche Ideen. Sonst wird es seinen Landleuten mit oder ohne Bonds nicht besser gehen. Und dann wird er in fünf Jahren dasselbe erleben, was Sarkozy erlebt hat. Mit dem Zusatz allerdings, dass auch die stärkeren Länder im Euroraum darunter leiden werden. Denn wer bürgt, muss im Zweifelsfall auch zahlen, ob es ihm passt oder nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 21:50 Uhr
Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 22.05.2012 21:50 Uhr

Galgenhumor?

"Hoffentlich bleibt Angela Merkel standhaft" - ganz bestimmt.

Zumindest für eine Woche.

Oder zwei.

Dann knickt sie - wie schon so oft - mal wieder ein und verrät und verkauft die deutschen Bürger und Steuerzahler an die EU.

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Hanns Kaltenegger

Frau Frenk spricht es aus!

„Solange die Haushaltsdisziplin in den Eurostaaten nicht zur Gänze eingehalten ist, solange die Stabilisierung nicht wirklich erreicht ist, solange es keinen direkten Einfluss gibt, wie Staaten wirtschaften und welche Fiskalmaßnahmen sie setzen, solange werde ich die österreichische Bonität nicht dafür hergeben“, sagte Fekter.

Ein solch klare Aussage würde man sich von unserer Kanzlerin bzw. unserem Finanzminister auch einmal wünschen. Aber stattdessen mit Hurra in den Untergang. Aber damit kennen wir uns ja bestens aus.

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Micha Siebert
Micha Siebert (michasb) - 22.05.2012 18:55 Uhr

Keine Tabus?

Prima, wenn es bei der Diskussion keine Tabus geben dürfe, sollte auch mal der Austritt Deutschlands aus Euro und EU angesprochen werden. Die Pleiteländer und ihre grün-sozialistischen Helfershelfer in Deutschland und der EU wollen Deutschland ausplündern. Dagegen müssen wir uns mit allen Mitteln wehren. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 01:26 Uhr
horst benden
horst benden (opa43) - 23.05.2012 01:26 Uhr

Keine Tabus

Ihr Beitrag ist Balsam für meine Seele, warum gehen wir eigentlich nicht ??

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 22.05.2012 19:14 Uhr

Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund

Ich kann mich Ihnen nur anschließen: Keine Tabus heißt eben auch Austritt aus dem Euro für Deutschland.

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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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