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Uganda EU verlängert Trainingsmission

Die Europäische Union hat wenige Tage vor Weihnachten ihren Einsatz zur Ausbildung somalischer Soldaten in Uganda um einen Monat verlängert. Ein neues Mandat mit neuer Ausrichtung dürfte erst im Januar folgen.

© Lorenz Hemicker Vergrößern Ein somalischer Rekrut im ugandischen Trainingscamp in Bihanga

Wenige Tage vor dem Ende des laufenden Mandats hat der Rat der Europäische Union die EU-Mission zur Ausbildung somalischer Soldaten in Uganda (EUTM) bis Ende Januar verlängert. „Wir haben heute aus Brüssel mitgeteilt bekommen, dass der Rat die Laufzeitverlängerung verfügt hat ,“ bestätigte ein EUTM-Sprecher aus Kampala gegenüber FAZ.NET. Was die Ziele der Mission angehe, habe es keine Veränderungen gegeben.

Lorenz Hemicker Folgen:

Der Einsatz, an dem auch Bundeswehrsoldaten als Trainer beteiligt sind und mit dem die Sicherheitslage in Somalia verbessert werden soll, wurde im Frühjahr 2010 begonnen. Seitdem wurden rund 2000 somalische Rekruten zusammen mit den ugandischen Streitkräften im Westen des Landes ausgebildet. Das aktuelle Mandat reichte bislang bis zum 31. Dezember 2012. Ohne eine rechtzeitige Verlängerung wäre der Mission die rechtliche Grundlage entzogen worden.

EUTM Uganda Checkpointausbildung: Ein deutsche Ausbilder mit einem somalischen Wachposten © Lorenz Hemicker Bilderstrecke 

Ursprünglich war noch im Dezember mit einem neuen Mandat gerechnet worden. Der Rat der Europäischen Union hatte in einer Pressemitteilung vom 10. Dezember erklärt, die Mission um zwei Jahre verlängern zu wollen. Die finale Entscheidung stand  jedoch bis zuletzt aus und scheiterte, dem Vernehmen nach, angesichts von Terminproblemen vor der Weihnachtspause.

Ein neues Mandat, das bis zum Frühjahr 2015 reichen dürfte, zeichnet sich indes für Januar ab. Dabei dürften die Europäer künftig statt auf Rekruten ein stärkeres Gewicht auf die Ausbildung von Soldaten legen, die bereits Angehörige der somalischen Streitkräfte sind. Voraussetzung wäre in jedem Fall die Zustimmung der somalischen Behörden.

Gegenwärtig umfasst die Mission 85 Soldaten aus 15 europäischen Staaten, darunter zwölf Bundeswehrsoldaten.

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Quelle: FAZ.NET

 
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