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Staatsschuldenkrise Niederlande wollen Euro-Ausstiegsklausel

Den Euro verlassen, ohne aus der Europäischen Union austreten zu müssen - diese Möglichkeit fordert der niederländische Ministerpräsident einem Medienbericht zufolge für sämtliche EU-Mitgliedsstaaten.

© dpa Mark Rutte: „Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Euro-Zone verlassen darf, falls es das wünscht“

Die Niederlande wollen für Euro-Länder die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Gemeinschaftswährung. „Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Euro-Zone verlassen darf, falls es das wünscht“, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte der „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag. Zur Zeit sei ein Ausstieg aus der Währung an das Verlassen der Europäischen Union gebunden. Die Verträge müssten daher korrigiert werden, sagte der rechtsliberale Premier im Gespräch mit einigen internationalen Journalisten.

Einen generellen Schuldenerlass für Griechenland lehnen die Niederlande ab. „Das wäre das falsche Signal an andere Staaten, die Schulden haben. Auch an die Partner, etwa in Amerika“, zitiert die Zeitung den Ministerpräsidenten.

Rutte schloss allerdings weitere Finanzhilfen für Griechenland nicht aus und unterstützte dabei ausdrücklich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. „Schäuble hat absolut recht, wenn er sagt, dass wir die Situation in Griechenland alle paar Jahr neu überprüfen müssen, ob wir noch auf Schema liegen oder ob extra Schritte genommen werden müssen“, zitiert die amerikanische Wirtschaftsagentur Bloomberg den Regierungschef am Freitag.

Quelle: DPA

 
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