Die Niederlande wollen für Euro-Länder die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Gemeinschaftswährung. „Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Euro-Zone verlassen darf, falls es das wünscht“, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte der „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag. Zur Zeit sei ein Ausstieg aus der Währung an das Verlassen der Europäischen Union gebunden. Die Verträge müssten daher korrigiert werden, sagte der rechtsliberale Premier im Gespräch mit einigen internationalen Journalisten.
Einen generellen Schuldenerlass für Griechenland lehnen die Niederlande ab. „Das wäre das falsche Signal an andere Staaten, die Schulden haben. Auch an die Partner, etwa in Amerika“, zitiert die Zeitung den Ministerpräsidenten.
Rutte schloss allerdings weitere Finanzhilfen für Griechenland nicht aus und unterstützte dabei ausdrücklich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. „Schäuble hat absolut recht, wenn er sagt, dass wir die Situation in Griechenland alle paar Jahr neu überprüfen müssen, ob wir noch auf Schema liegen oder ob extra Schritte genommen werden müssen“, zitiert die amerikanische Wirtschaftsagentur Bloomberg den Regierungschef am Freitag.
DAS LÄNDER-PRIMAT GEHT DEM EU-RECHT VOR
Peter Gambon (Klartext-Arena)
- 06.12.2012, 23:59 Uhr
Rutte for President!
Godehard Schmidt-Goertz (Schmidt-Goertz)
- 06.12.2012, 13:12 Uhr
Ich glaube nicht, daß MP Mark Rutte das Interview ohne Abstimmung
mit dem Niederländischen
Christoph Runge (Chris271)
- 05.12.2012, 16:14 Uhr
Die Niederlande wollen für Euro-Länder die Möglichkeit
eines Ausstiegs aus der Gemeinschaftswährung
Michael Richard Sültemeier (MichaelRichardSueltemeier)
- 05.12.2012, 11:07 Uhr
Den Volksentscheid brauchen wir.
Norbert Regin (FAZ-Leser344)
- 04.12.2012, 08:29 Uhr