Home
http://www.faz.net/-gpf-74prw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Staatsschuldenkrise Niederlande wollen Euro-Ausstiegsklausel

Den Euro verlassen, ohne aus der Europäischen Union austreten zu müssen - diese Möglichkeit fordert der niederländische Ministerpräsident einem Medienbericht zufolge für sämtliche EU-Mitgliedsstaaten.

© dpa Vergrößern Mark Rutte: „Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Euro-Zone verlassen darf, falls es das wünscht“

Die Niederlande wollen für Euro-Länder die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Gemeinschaftswährung. „Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Euro-Zone verlassen darf, falls es das wünscht“, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte der „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag. Zur Zeit sei ein Ausstieg aus der Währung an das Verlassen der Europäischen Union gebunden. Die Verträge müssten daher korrigiert werden, sagte der rechtsliberale Premier im Gespräch mit einigen internationalen Journalisten.

Einen generellen Schuldenerlass für Griechenland lehnen die Niederlande ab. „Das wäre das falsche Signal an andere Staaten, die Schulden haben. Auch an die Partner, etwa in Amerika“, zitiert die Zeitung den Ministerpräsidenten.

Rutte schloss allerdings weitere Finanzhilfen für Griechenland nicht aus und unterstützte dabei ausdrücklich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. „Schäuble hat absolut recht, wenn er sagt, dass wir die Situation in Griechenland alle paar Jahr neu überprüfen müssen, ob wir noch auf Schema liegen oder ob extra Schritte genommen werden müssen“, zitiert die amerikanische Wirtschaftsagentur Bloomberg den Regierungschef am Freitag.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Drohender EU-Austritt Deutsche Konzerne warnen vor dem Brexit

Angst in deutschen Chefetagen: Was passiert, wenn Großbritannien nach dem Referendum aus der EU austritt? Deutsche Unternehmen haben in Großbritannien mehr als doppelt so viel Geld investiert wie in Frankreich und China. Mehr Von Henning Peitsmeier, Susanne Preuß und Marcus Theurer

26.05.2015, 15:16 Uhr | Wirtschaft
Ausstieg im Juni Prinz Harry verlässt britische Armee

Der britische Prinz Harry kehrt den Streitkräften seines Landes nach zehn Jahren den Rücken. Der 30-Jährige erklärte, er werde die britische Armee im Juni verlassen. Prinz Harry ist Absolvent der königlichen Militärakademie im britischen Sandhurst. Zweimal brachte ihn der Dienst beim Militär schon nach Afghanistan. Mehr

17.03.2015, 11:55 Uhr | Gesellschaft
Ausrichtung der EU Merkel und Hollande gemeinsam, Cameron einsam

Großbritannien wirbt derzeit dafür, die Zusammenarbeit in der Union zu lockern. Deutschland und Frankreich reagieren  genau gegenteilig: Sie haben ein Konzept erarbeitet, das die Integration der Euro-Zone vertiefen soll. Mehr

26.05.2015, 09:05 Uhr | Politik
Valparaíso Waldbrand bedroht chilenische Hafenstadt

Ein Waldbrand bedroht die Hafenstadt Valparaíso in Chile, rund 4500 Anwohner haben ihre Häuser schon verlassen müssen. Mehr

14.03.2015, 11:46 Uhr | Gesellschaft
Schuldenstreit mit Athen Das große Griechenland-Rauschen

Schon wieder hauen die beiden Finanzminister Wolfgang Schäuble und Giannis Varoufakis öffentlich auf den Putz. Auch viele andere, etwa EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, kommentieren ständig den Schuldenstreit. Entscheiden werden drei andere. Mehr Von Alexander Armbruster

24.05.2015, 13:36 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.11.2012, 12:45 Uhr

Offensives China

Von Peter Sturm

Das chinesische Weißbuch zur Verteidigungspolitik zeigt, dass das Land sich ausdehnen will. Dieser Offensive muss mit diplomatischen Mitteln schnellstens und entschlossen entgegen getreten werden. Mehr 17 7