Die Fernsehdebatte zwischen Präsident Sarkozy und seinem Herausforderer Hollande wurde in Frankreich wie der entscheidende Zweikampf zweier Boxer inszeniert.
Dabei weiß man aus langer Erfahrung, dass solche „Duelle“ keine großen Stimmungsumschwünge bringen, also Einfluss auf den Wahlausgang nur dann haben können, wenn der Abstand knapp ist und wenn es einen klaren Sieger gibt. Allen Umfragen zufolge ist Hollande der Favorit für die Stichwahl am Sonntag.
Hier der Staatsmann, dort der Novize
Für Sarkozy war die direkte Konfrontation mit seinem Herausforderer eine Art letzte Chance. Es wurde kundig, mit vielen Zahlen, oft heftig, manchmal aggressiv debattiert. Der Charakter der beiden Duellanten trat noch einmal zutage: hier der energiegeladene Sarkozy, dort der etwas oberlehrerhafte Hollande, hier der erfahrene Staatsmann, dort der Novize, der sich einige Illusionen macht, was er in Frankreich und der Welt alles bewirken oder verändern kann.
Den entscheidenden Wirkungstreffer, um im Bild zu bleiben, konnte keiner von beiden landen. Wer Sieger, wer Verlierer war, weiß man am Sonntagabend.
Energiegeladen, erfahren wirkte Sarkozy gerade nicht.
bernd ullrich (demokrat2)
- 04.05.2012, 15:02 Uhr
Es wird kommen, wie`s kommen muss
Kurt A. Schneider (KASAES)
- 04.05.2012, 10:33 Uhr
Wenigstens haben die Franzosen eine Alternative
thomas schulz (peanutbutter)
- 04.05.2012, 09:58 Uhr
Illusionismus verbreitet sich immer noch - leider auch in Frankreich
Josef Bujtor (Mramorak)
- 04.05.2012, 06:57 Uhr
Der Erfolg des FN liegt nicht zuletzt an seiner Forderung nach Euro-Abschaffung
Martin Enzinger (FlorianGeyer)
- 03.05.2012, 22:36 Uhr