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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Parlamentswahl in Frankreich Absolute Mehrheit für Hollandes Sozialisten

 ·  Bei der Parlamentswahl in Frankreich haben die Sozialisten mithilfe assoziierter Abgeordneter 302 Sitze und damit die absolute Mehrheit erreicht. Damit kann Präsident Hollande als erster sozialistischer Staatspräsident mit Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments regieren.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (12)

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Mario Rutar
Mario Rutar (Rufaz) - 18.06.2012 14:37 Uhr

Fassen wird also zusammen:

Sozialismus ist es, wenn man den Völkern Europas das Blaue vom Himmel verspricht und die Deutschen (zähneknirschend) dafür bezahlen lässt. Ist doch ganz einfach. Oder?

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 18.06.2012 13:34 Uhr

"Damit kann Präsident Hollande als erster sozialistischer Staatspräsident

mit Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments regieren."
Damit dürfte der Einführung von Euro-Bonds und der Vergemeinschaftung der Schulden in der €-EU nichts mehr im Wege stehen. Leute, versauft euer Oma ihr klein Häuschen, bevor es zwangsbeliehen wird!

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bernd ullrich

Pleite sparen wollen sich die Franzosen nicht.

Das ist verständlich. Also wählten sie Hollande. Sie haben ihn gegen Merkel gestärkt, die auf dem Rücken der kleinen Leute in Griechenland, Spanien, Portugal, aber auch in Deutschland, weitere Reformen fordert. Frankreich handelt sozialer. Hollande verordnete als erstes eine dreissigprozentrige Reduzierung der Ministergehälter. Die Rente ab 60 bekommen wieder die, die mehr als 40 Jahre gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Das wären auch für Deutschland gerechte Lösungungen. Die hier wieder mal gegen die Sozen zu Felde ziehen, haben doch nur Angst, dass sie von ihrem zusammengerauften Vermögen mehr abgeben müssen. Das sind die, die ihren "Mitarbeitern" ohne Scham am liebsten einen Stundenlohn unter 5 Euro zahlen würden, das sind die, die CDU und FDP deshalb noch wählen, weil sie keinen Mindestlohn zahlen und sich selbst die Taschen voll machen wollen. Das sind Ausbeuter, das sind die wahren Asozialen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 13:29 Uhr
Frank Gajek
Frank Gajek (frgajek) - 18.06.2012 13:29 Uhr

Sie vergessen

dass es ohne diese asozialen Ausbeuter keine Jobs gäbe, für die ein Mindestlohn ansteht. Dass das nicht fünktioniert haben die Brüder im Osten doch lange genug im richtigen Leben gezeigt...
Ich glaube nicht, dass sie das Thema genau so sehen, wenn man ihre Rente um 50% kürzt, um diesen Anteil ganz solidarisch in EURO-Land zu verteilen.

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Edward Bowie
Edward Bowie (edubo) - 18.06.2012 11:39 Uhr

Magische Schwelle überschritten

In Frankreich ist die Menge jener Leute, die glauben, man könne durch Weniger-arbeiten und dem Enteignen einiger weniger Reicher, schlussendlich mehr Wohlstand bekommen, wohl schon so groß, dass dieser Typ, der wirklich nichts von Wirtschaft versteht, so triumphieren kann.

Mir ist das völlig unverständlich. Scheinbar sind, sogar in diesen "höheren" Klassen die Leute schlicht so dermaßen dumm, dass sie voller Zuversicht Dinge beschließen können, die ganzen Ländern definitiv immens schaden werden.

Die Folgen für Frankreich werden sein:
Unternehmen und Jungunternehmer überlegen sich dreimal, ob sie in Frankreich investieren / gründen:

* Hohe Steuern
* Leute können kaum noch gekündigt werden
* Höchste Steuer für Unternehmer / Führungskräfte
* Hohe Inflation durch "Wachstumspolitik" wodurch sich
* eigene Arbeit kaum mehr lohnt
* Abwanderungsbedingt weniger gute Leute
* usw.

Andererseits kommen clevere Franzosen zu uns. Die europäische Ver-Einigung bringt das auf jeden Fall nicht voran.

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Hermann Eichhorn

Frankreich wird Peripherie

Nach dem Wahlausgang in Griechenland, der sehr vorteilhaft für die großen französischen Banken ist, und dem Wahlsieg der Sozialisten in Frankreich, wird Ms. Hollande seine angekündigten 120 Mrd Euro neuer Schulden ohne großen Widerstand durchführen, natürlich am liebsten mit Eurobonds. Man kann diesem Prozess viele Namen geben, aber am Ende sind es neue Schulden, die Ms. Hollande seine Banken abverlangen wird im Tausch gegen politischen Druck in Brüssel die Rekapitalisierung der französischen Banken. Frankreich wird nun erheblichen Druck in Richtung Eurobonds ausbauen. Er geht damit den Weg Spaniens und Griechenlands, die sich im Gedanken verschuldet haben durch den Euro als gemeinsame Währung nicht Pleite gehen zu können. Niederländische und deutsche Arbeiter wundern sich, weshalb sie bis 67 Jahre arbeiten sollen, bevor die Rente beantragt werden kann und Hollande reduziert das Rentenalter von 62 auf 60. Jeder bekommt den Eindruck mit Eurobonds bezahlen wir die franz. Rente.

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Frank Gajek
Frank Gajek (frgajek) - 18.06.2012 09:22 Uhr

Der einzige Vorteil am Wahlsieg und der Mehrheit

Die sozialistische Parteivorsitzende Martine Aubry sagte, nach diesem Sieg sei ihre Partei nun verpflichtet, „bei der Sanierung Frankreichs erfolgreich zu sein“.
Heißt für mich es gibt kein herausreden mehr, wenn's schiefgeht, oder sind dann wir Deutschen schuld, weil wir nicht schnell genug das Geld für die französischen Renten überwiesen haben?
Die Franzosen sollen bereits ab 60 in Rente gehen dürfen, dafür erhöhen die deutschen Sozen doch bestimmt, wie letzte Woche in Paris besprochen, das Rentenalter bei uns auf über 70.
Ein Bravo für die Grnad Nation geschickt eingefädelt Hr Holland...

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Jens-Peter Cohrs

Nicht Wachstumspolitik, Geldverschwendungspolitik

Ein Problem jagt das nächste. Nun haben die Franzosen die Gutmenschen gewählt.
Leute, die die Kreativen verjagen (Reichensteuer), den Unternehmen Entscheidungen über die Anzahl ihrer Mitarbeiter abnehmen (Unbezahlbare Abfindungen einführen) und dafür ordentlich Schulden machen wollen, um der Wirtschaft zu befehlen, nun musst Du ganz toll wachsen.
Warum lernen wir denn niemals von der Vergangenheit? Oder von den Nachbarn? Herr Hollande, fahren Sie doch einmal nach Spanien! Schauen Sie, was Herr Zapatero erreicht hat mit "ordentlich Schulden machen", mit Reglementierung des Arbeitsmarktes. Mein Gott, wie frustrierend, in 3-5 Jahren stehen nun auch die Franzosen bettelnd vor der Haustür der anderen Europäer.

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Wolfgang Press

Grand oder Petit Nation

Wenn Der sein Programm umsetzt woran nicht zu zweifeln ist, dann wird Frankreich vielleicht noch vor Italien Zuflucht unter die diversen Rettungsschirme nehmen müssen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 09:24 Uhr
Frank Gajek
Frank Gajek (frgajek) - 18.06.2012 09:24 Uhr

Die P(F)IIGS sind eine Frage der Zeit

Ich bin überzeugt davon, dass die Franzonsen bereits jetzt weitaus größere Probleme haben, als sie es die Welt wissen lassen.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 17.06.2012 22:00 Uhr

Sind in Frankreich die Kühe die gemolken werden sollen zuhause geblieben?

Das jemand die Sozialisten wählt in der Erwartung etwas zu bekommen ist ja verständlich aber eine Wahlbeteiligung von 44% läßt vermuten das diejenigen die den Kuchen backen zuhause blieben. Da waren die Griechen m.E. klüger

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Ralf Wagner

Willkommen in der EU der Schmarotzer und Vertragsbrecher

Hollande hat das Schlaraffenland versprochen, glaubhaft gemacht, dass die Deutschen dafür zahlen müssen und unsere Opposition hat vorauseilend Zustimmung signalisiert.
Er will mit neuen Schulden die Folgen der Überschuldung „bekämpfen“, mit einem weiteren und nun natürlich europäischen Konjunkturprogramm den Retter spielen und Reformen vermeiden, er will mit (unserem) Steuergeldern die Banken, die er verteufelt, retten – vor allem natürlich die französischen, und sicherheitshalber seine Sparer mit unseren ESM-Einlagen vor Bankenpleiten bewahren.
Wie kann man nur annehmen, mit einem solchen Partner gemeinsame Grundlagen für einen Fiskalpakt zu finden? Jeder Vertrag wird gebrochen sein, bevor er unterzeichnet werden wird.
Daher kann es nur zwei Optionen geben: Entweder zurück zum No bail out-Status des AEUV oder Austritt Deutschlands aus der Währungsunion.

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