http://www.faz.net/-gpf-8nxod

EU-Parlamentspräsident : CSU-Mann Weber will nicht Schulz-Nachfolger werden

  • Aktualisiert am

Einflussreicher Chef der EVP-Fraktion und CSU-Vize: Manfred Weber Bild: dpa

Weil Martin Schulz nach Berlin wechselt, wird sein Posten als EU-Parlamentspräsident frei. Als potentieller Nachfolger galt der CSU-Mann Manfred Weber. Er äußert sich jetzt.

          Der CSU-Politiker Manfred Weber sieht sich nicht im Rennen um den Posten des EU-Parlamentspräsidenten. „Ich bin Manager des Verfahrens und nicht Kandidat für das Amt des Präsidenten des Europäischen Parlaments“, sagte er am Donnerstag in Brüssel vor Journalisten.

          Weber, der Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) ist, äußerte sich zu Spekulationen, dass er Nachfolger des derzeitigen Parlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD) werden könnte. Dieser hatte in der vergangenen Woche seinen Wechsel in die Bundespolitik angekündigt. Nach einer Absprache der Parteien aus dem Jahr 2014 sollte ihm nun EVP-Mitglied folgen. Die Fraktion hat aber noch keinen Kandidaten genannt.

          Zudem hatten die Sozialdemokraten zuletzt angekündigt, dass sie sich nicht mehr an die Absprache gebunden sehen. Sie argumentieren, dass die Vereinbarung nur dann gelten sollte, wenn nicht alle Spitzenjobs bei EU-Kommission, Europaparlament und der Vertretung der Mitgliedstaaten von Konservativen besetzt sind. Für die Sozialdemokraten und Sozialisten will nun Fraktionschef Gianni Pittella für den Posten des Parlamentspräsidenten kandidieren.

          Der Ausgang der für Januar geplanten Wahl ist unklar. Keine Fraktion kann ohne die Unterstützung von anderen Parteien sicher sein, dass ihr Kandidat gewählt wird.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Schulz fordert zweites TV-Duell Video-Seite öffnen

          Wahlkampf : Schulz fordert zweites TV-Duell

          Knapp eine Woche vor der Bundestagswahl haben die Spitzenkandidaten von SPD und Union ihren Wahlkampf vorangetrieben. In Freiburg warf SPD-Kandidat Martin Schulz der Kanzlerin und Unionskandidatin vor, sich der direkten Konfrontation zu entziehen und forderte erneut ein weiteres TV-Duell.

          Topmeldungen

          Jamaika-Koalition : Der Grünstreifen am Horizont

          Vor vier Jahren haben die Grünen ihre Chance auf eine Beteiligung an der Regierung vertan. Diesmal wollen sie ernsthaft verhandeln. Das geht nur, wenn die Parteilinken mitmachen. Doch, sind die dazu bereit?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.