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Großbritannien Kruzifix-Verbot für Krankenschwester

 ·  Angestellte dürfen Kruzifixe am Arbeitsplatz sichtbar tragen, urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Davon ausgenommen sind Pfleger. Geklagt hatten zwei Britinnen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)
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Moritz Baur
Moritz Baur (MoritzBa) - 19.01.2013 13:50 Uhr

Begrüßenswertes Urteil, bedauernswerte Diskussion

Es ist bedauernswert, dass einige Leser dieses Urteil instrumentalisieren, um ihre subjektiven Bedürfnis andere Menschen gegen andere Religionen und Weltanschauungen aufzuhetzen, Befriedigung zu verschaffen.
Hier werden Kopftücher als antidemokratisch und fundamentalistisch verteufelt. Den Amtskirchen/Bischöfen wird zugeschrieben sie befänden sich auf dem Highway to hell. Andere fühlen sich durch ein Kreuz am Hals einer Flugbegleiterin optisch belästigt.

Bitte vergessen sie dabei nicht, dass ein Kopftuch nicht aus einer antidemokratischen Haltung heraus getragen werden muss. Auch ist das Kreuz nicht das Zeichen für, Liebe, Toleranz und Barmherzigkeit schlechthin, sondern in erster Linie für den christlichen Glauben (mit dem sie Toleranz und diese Werte verbinden). Es kann genauso gut von fundamentalistischen Christen getragen werden.
Dieses Urteil versucht einen Ausgleich herzustellen zwischen der Religionsfreiheit und Arbeitsplatzorganisation. Bitte üben sie sich in Nächstenliebe.

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Jan Grothe
Jan Grothe (jangrothe) - 18.01.2013 14:10 Uhr

Bewusst populistische Überschrift

Eigentlich ist es unerhört, was die FAZ hier treibt. Im Artikel heißt es, dass das Urteil das Tragen von Kreuzen erlaubt ist, weil es durch die Religionsfreiheit geschützt ist. Also eben KEIN "Kruzifix-Verbot".

Auch Krankenschwestern dürfen ein Kreuz an einer Kette tragen. Also wieder KEIN "Kruzifix-Verbot".

Sie dürfen es nur nicht so tragen, dass die Gefahr besteht, dass Patienten geschädigt werden. Genauso wie sie keine langen Fingernägel haben dürfen oder Ringe mit Stacheln dran tragen oder sonstigen Schmuck, der irgendwas kaputt machen könnte oder irgendwen verletzen könnte.

Diese Überschrift, liebe FAZ, ist wirklich schon Bild-Niveau und eigentlich ein Fall für den Presserat. Bitte prüfen!

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Matthias Stichler

Wo ist das Problem?

Ich verstehe nicht, warum man weniger Christ ist, wenn man das Kreuz unter der Kleidung trägt. Haben die Leute es nötig zu zeigen "Hei passt ma auf ich bin Christ"?
Hätte ich ne Religion, die mir verbietet Hosen zu tragen, dürfte ich das dann auch während der Arbeit?

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Closed via SSO

Das bekennende Christentum...

... findet hauptsächlich außerhalb der Amtskirchen statt.
In England machen sich Bischöfe für die Stärkung der Sharia stark. In manchen Kliniken gibt es "gebetsräume und Gebetszeiten" für Muslime und muslimisches Personal.
In Deutschland biedern sich Amtskirche im Rahmen des "Interreligiösen Dialogs" selbst
islamistischen Organisationen an. Noch Fragen? Gibt es ein positives Statement der deutschen Bischoftskonferenz zu diesem Urteil? Mittelalterliche Maler und Bildhauer haben immer besonders viele Bischöfe in ihre Höllen gesteckt. Christenverfolgung schon mitten in Europa, und die feigen Oberhirten schweigen. Das ist euer Highway to hell.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.01.2013 12:19 Uhr
Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 18.01.2013 12:19 Uhr

Herr Diesing

geben Sie sich keine Mühe. Ich glaube inzwischen, dass Stegmann, Czekus und wie sie alle heißen, möglicherweise ein- und dieselbe Person sind.

Das Muster ist immer dasgleiche. Gähnen und weitermachen.

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 16.01.2013 14:28 Uhr

Soweit ist man in Europa schon gekommen. Die Symbole unserer Kultur werden geächtet.

Im Gegensatz zum Kopftuch ist ein kleines Kruzifix an der Kette ja kein Hinweis auf eine fundamentalistische, antidemokratische Gesinnung - hier sollte grundsätzlich mehr Rücksicht auf die abendländische Kultur genommen werden. Ohne die Toleranz des Christentums wie es sich in der Neuzeit entwickelt hat, könnten Muslime hier genauso wenig frei leben wie Christen heutzutage in Ländern wie Ägypten, Saudi Arabien, Jemen oder auch der Türkei. Insofern sollte man auch die Symbole unterschiedlich gewichten: Die Uniform der Burka ist anti-demokratisch. Ein kleines Silberkreuz an einer Halskette ist hingegen ein Bekenntnis zu unseren Werten und Traditionen. Das muss im Bewusstein der Europäer fest verankert werden, damit der Islamismus auch in Zukunft keine Kontrolle über unseren Kontinent erhalten wird. Wir müssen da alle etwas mehr zusammenrücken und endlich Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.01.2013 12:34 Uhr
Matthias Stichler

Oha!

In einem Satz mehr Rücksicht auf die eigene Kultur fordern und das Kopftuch als Hinweis für eine antidemokratische Gesinnung bezeichnen. Sie scheinen ja nicht viel Kontakt mit Menschen anderer Kultur zu haben.
Nur so am Rande: Diese Art von Kreuz, wie sie durch das Symbol repräsentiert wird, hat in der Vergangenheit vielen Menschen einen qualvollen Tod beschert. Ein Kopftuch ist ein Kleidungsstück.
In diesem Sinne, einen schönen Tag.

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 16.01.2013 10:46 Uhr

Die altbekannten

Namen wuchern freilich wieder durch die Kommentarfunktion, um ihr islamfeindliches Bild zu verbreiten. Gähn.....

Ich finde das Kreuz überhaupt nicht schlimm. Was ich bedenklich finde, ist die Tatsache, dass wir von Europa von einem Raum sprechen, der durch die christlich-abendländische Kultur geprägt ist. Naja, viel scheint ja von dieser Prägung nicht da zu sein....

Und das ist ehrlich gesagt, schade! Denn ohne zu sehr in die Eso-Schiene driften zu wollen, gibt uns doch Religion eine Spiritualität, die in unserer materiellen Welt ohnehin immer mehr in den Hintergrund rückt.

Gerade im Krankenhaus erinnern sich doch viele Leute wieder zurück und wenden sich Gott zu. Anders als das Kruzifix in bayerischen Schulen finde ich das Kreuz am Körper nicht aufdringlich. Ganz im Gegenteil....

Traurig, eine solche Entscheidung!

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Bea Meister

Im Artikel ist sowohl von einem Kruzifix als auch von einem Kreuz die Rede.

Hier ist sicher ein schlichtes Kreuz gemeint, das Kruzifix (von lateinisch cruci fixus, das heißt „ans Kreuz geheftet“) ist die künstlerische Darstellung des gekreuzigten Christus.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 15.01.2013 20:27 Uhr

Fehl am Platz und potenziell schädlich für Kranke oder Kundschaft

Die heftige Reaktionen der Herren Scheffler, Stegmann, Meyer und Vormbaum auf meinen Beitrag "Egozentrik" gehen an der eigentlichen Problematik vorbei:

Es geht um den Anspruch eines Arbeitnehmers, einem diesem Arbeitnehmer ausgelieferten Kranken oder Alten oder einem für den Arbeitgeber wichtigen Kunden gegenüber sein persönliches, potenziell negative Empfindungen oder Assoziationen auslösendes Bekenntnis optisch aufzuoktroyieren. Dieser Anspruch ist situativ aufdringlich und somit fehl am (Arbeits-)Platz.

Es geht nicht um die Einschränkung der Zurschaustellung eines religiösen oder politischen oder sonstigen Bekenntnisses in der Öffentlichkeit.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 15.01.2013 15:34 Uhr

Egozentrik

"Deshalb hatte der Arbeitgeber die Krankenschwester aufgefordert, ihre Kette mit dem Kruzifix unter einem Pullover, also nicht sichtbar, zu tragen. Sie hatte aber ebenso wie die Angestellte bei British Airways darauf bestanden, dass das Kreuz für alle sichtbar sein solle." (FAZnet)

Wenn jemand das Bedürfnis hat, ein Symbol einer anachronistischen Glaubenskonstruktes am Halse unter der Kleidung zu tragen, dann möge er das tun, wenn es ihm was bedeutet oder ihm hilft.

Er möge aber andere mit dem persönlichen(!) Bekenntnis verschonen, da er dessen persönlichen(!) Vorstellungen nicht kennt und so unter Umständen nicht nur auf realpraktische Weise jemanden gefährden könnte, sondern negative Empfindungen oder Assoziationen beim ihm, dem Kranken und dem Alten oder dem Kunden, auslösen könnte. Daran sollte der Betreffende selbst nicht interessiert sein, der Arbeitgeber aber kann auf keinen Fall daran interessiert sein.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.01.2013 18:00 Uhr
Closed via SSO

Nun, Frau Geng, in Nordkorea werden Menschen nur deshalb in Lager gesteckt, gefoltert und ermordet

weil man bei ihnen eine Bibel gefunden hat.

Bestimmten Ideologien wohnt eine sehr bedenkliche Tendenz zum Totalitären inne.

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bernd stegmann

Haben Sie die gleiche Meinung, wenn ich Ihnen sage, das bei mir Kopftücher und Moscheen

negative Empfindungen und Assoziationen hervorrufen. Und zwar in meiner Heimat, in der ich, meine Eltern, Großeltern und deren Eltern aufgewachsen sind und gelebt haben, leben. In der es sowas naturgemäß erst durch politischen Willen gibt und einen Fremdkörper darstellt?
Und wissen Sie, woher das negative kommt? Ich habe den Koran gelesen und sehe, was in der Welt durch Moslems angerichtet wird.
Nun bin ich auf Ihr "Verständnis" gespannt.

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Michael Scheffler

Hmm, Sie haben ja schon mein der Pfeiffer-Diskussion so verquer diskutiert

Würden Sie also einen Punker auffordern, auf seinen Irokesenkamm zu verzichten, einen Linksautonomen auf sein Che-Shirt oder gar einen Islamanhänger auf den Halbmond. Fragen über Fragen...

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bernd stegmann

Eine völlig irreführende Überschrift. In Pflegeberufen ist generell das Tragen von Schmuck untersagt

woran sich selbst Nonnen halten. Es wurde nicht das Tragen eines Kreuzes verboten, sondern von Schmuck. was auch völlig in Ordnung ist, wenngleich ich die Zuständigkeit des EGMR völlig ablehne. In Deutschland haben deutsche Gerichte zu entscheiden, in England englische. Sonst niemand.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.01.2013 18:26 Uhr
bernd stegmann

Ach Gott, Herr Schmidt. Auch das Kreuz ist meist an einer Kette befestigt und baumelt.

Es geht hier ausschließlich um Arbeitssicherheit. Aber manche wollen halt nicht verstehen, deshalb werden Kreuze aufgrund einer moslemischen Mehrheit auch bald verboten sein.

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15.01.2013, 11:35 Uhr

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