Home
http://www.faz.net/-gq4-75tpl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Folgen des Geiseldramas Cameron sagt EU-Grundsatzrede ab

Eigentlich wollte der britische Premierminister seine mit Spannung erwartete Rede zur EU an diesem Freitag halten. Nun verschiebt er sie wegen des Geiseldramas in Algerien.

© AP Vergrößern David Cameron

Großbritanniens Premierminister David Cameron wird seine mit Spannung erwartete Grundsatzrede zum britischen Verhältnis zur EU nicht wie geplant an diesem Freitag halten. Der Premierminister werde in Großbritannien bleiben und sich um das Geiseldrama in Algerien kümmern, teilte ein Sprecher der Downing Street am Donnerstagabend mit.

Cameron hatte seine Rede in Amsterdam halten wollen. Großbritannien müsse sich bei dem Geiseldrama auf weitere schlechte Nachrichten einstellen, hieß es von der britischen Regierung. Nach bisherigen Informationen wurde ein Brite getötet, zwei Schotten konnten entkommen.

Gibt es einen Volksentscheid über Verbleib in der EU?

Cameron hatte am Freitagmorgen in Amsterdam über das Verhältnis seines Landes zur EU sprechen wollen. Es wurde erwartet, dass er dabei die Rückholung von Befugnissen von Brüssel nach London fordern würde.

Zudem wurde angenommen, dass er für die Zeit nach den Wahlen 2015 ein Referendum zu der Frage ankündigen werde. Cameron steht unter Druck des euroskeptischen Flügels seiner
konservativen Partei. Die pro-europäischen Liberaldemokraten, die mit an der Regierung beteiligt sind, lehnen ein Referendum aber entschieden ab.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA/AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Einladung an Netanjahu Kampfansagen an das Weiße Haus

Für die Republikaner ist die Haltung von Präsident Obama gegenüber Islamisten und Iran zu weich. Deshalb laden sie den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in den Kongress ein. Der Präsident will ihn nicht sehen. Mehr Von Andreas Ross, Washington, Hans-Christian Rößler, Jerusalem

22.01.2015, 19:40 Uhr | Politik
Nationalisten räumen Niederlage ein

Nach dem Referendum in Schottland haben die Nationalisten ihre Wahlniederlage anerkannt. Der britische Premierminister David Cameron zeigte sich erleichtert: Mehr

19.09.2014, 09:32 Uhr | Politik
Großbritannien Russischer Botschafter wegen Bomberflügen einbestellt

Ein Manöver des russischen Militärs sorgt für Streit mit Großbritannien. Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 sollen am Rande des britischen Luftraums gesichtet worden sein - und die zivile Luftfahrt gestört haben. Mehr

29.01.2015, 22:34 Uhr | Politik
Cameron über das Schottland-Referendum

Der britische Premierminister David Cameron gab in New York ein paar Einblicke in seine Gemütslage zum Thema Unabhängigkeitsreferendum in Schottland. Beim Gespräch mit Michael Bloomberg nehmen die Mikrofone der Kamerateams mehr auf, als ihm lieb sein kann. Mehr

24.09.2014, 14:20 Uhr | Politik
Weltwirtschaftsforum Welche Gäste das Forum anlockt

Die große Bühne in Davos nutzen Prominente gern, um sich im besten Licht zu zeigen. Auch in diesem Jahr sind wieder etliche dabei. Ein Blick in die Teilnehmerliste. Mehr Von Gerald Braunberger

20.01.2015, 12:36 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.01.2013, 20:13 Uhr

Der verlängerte Arm der AfD?

Von Jasper von Altenbockum

Die Spaltung von Pegida geht in eine Richtung, die der AfD zu einem verlängerten Arm verhelfen könnte. Wohin das die AfD treibt, wird sich am Wochenende in Bremen zeigen. Ein Kommentar. Mehr 138 17