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Eurokrise und Nato Wir sollen es richten

 ·  Unter dem Eindruck der Eurokrise gilt Deutschland bei unseren Nachbarn als „unentbehrliche Nation“. Auch Washington wünscht sich von Berlin eine stärkere politische und militärische Führung.

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Klaus-Henning Bähr

Die Quadratur des Kreises

"Wir sollen es richten" - aus diesem Satz spricht auch eine eitle Larmoyanz, in der sich der Unmut über die Lasten äußert, die mit den Erwartungen der Nachbarn und Verbündeten verbunden sind, und in der zugleich Genugtuung mitschwingt über die sich anbahnende Renaissance deutscher Größe. Beides ist überflüssig wie ein Kropf. Lasst sie lamentieren, was zählt, sind letztlich die eigenen Interessen als Teil der Europäischen Gemeinschaft, denen nur gedient ist, wenn die Interessen der anderen respektiert werden. Die eigene Stärke dabei einzubringen, darf von den anderen nicht als Dominanz erfahren werden, wenn die Gemeinschaft ihre Kräfte bündeln und ihre Chancen im globalen Wettbewerb wahrnehmen will. Hier das rechte Maß zwischen Engagement und Zurückhaltung zu finden, ist jenseits aller Befindlichkeiten auf Grund unserer jüngeren Geschichte unsere vorrangige Aufgabe. Sie mag wie die Quadratur des Kreises anmuten, eine vernünftige Alternative haben wir nicht.

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Reinhard Kropp

Niemand wünscht sich von Deutschland...

...eine stärkere politische oder militärische Führung, aber alle wünschen sich von Deutschland: Mehr Geld!

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Roland Kämpe
Roland Kämpe (RKaempe) - 24.05.2012 13:15 Uhr

Unnötig Öl ins Feuer

Zwar stimme ich zu, dass Deutschland den Blödsinn von wegen der "Ewigen Schuld der Deutschen" endlich beerdigen muss, aber wie kann man nur eine Deutsche Führung fordern, wenn Deutschland sich schon jetzt kaum vor antideutschen Ressentiments retten kann?

Am offensichtlichsten sind die ja wohl in Griechenland, wo unlängst ein Niederländer zusammengeschlagen wurde, weil man ihn für einen Deutschen hielt, wo von dem "Vierten Reich" gesprochen wird und Deutschlands Rolle zunehmend als Invasion angesehen wird.

Aber auch ausserhalb Griechenlands scheint man den Deutschen je länger je weniger zugetan.

Ob die weit verbreiteten "Deutschland, Deutschland über alles"-Vorwürfe zutreffen, sei jetzt mal dahingestellt, aber das pseudodemokratische Konstrukt EU ist auf bestem Wege, sich einen dritten Weltkrieg zu basteln.
Dass es da - sie nennen es "Deutsche Führung", ich nenne es "Öl ins Feuer" - braucht, wage ich zu bezweifeln.

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Franz Muller
Franz Muller (fmuller) - 24.05.2012 13:08 Uhr

Das könnte ohne weiteres erst einmal bei den Amerikanern getestet werden..

sind sie doch gegenüber Potenzsymbolen sehr aufgeschlossen. Man denke da an Sendereihen über Topgun oder die Flugzeugträger-Soaps, die Muscle-Cars, Waffen aller Art oder auch an Pamela Andersons grosse Brüste. Um nicht gleich eine Kostenlawine auszulösen, könnte man versuchen das Thema mit einer Einmalaktion zu erledigen. Man baue eine Hindenburg II (mit Bundesadler auf dem Leitwerk) und lasse sie publikumswirksam, leicht aufgerichtet über NY schweben, mit je einem grossen, knallroten Heissluftballon links und rechts daneben. Die Dächer in NY wären wahrscheinlich überfüllt mit Leuten, die durch Fernrohre nach dem Aussehen des `insgeheim erwarteten Emblems` suchten. Vorteil: Man könnte die so entstandenen Kosten durch Passagiere und Werbung wieder hereinholen und hätte überdies eine zuverlässige Rückmeldung über Deutschlands zu erwartende (?) militärische Grösse in Relation zu Vergangenheitsängsten!

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Jack Murphy

„Deutschlands Schwäche ist das wichtigste Problem der Nato.“

Falsche Diagnose führt zu falscher Therapie: Deutschland war seit 1945 nicht 1 Tag souverän (Zitat Schäuble). So lange die BRD auf Basis des Besatzungsmandats der USA, F und GB - gegen den Willen des Volks - als Aufmarschgebiet für A-Waffen und Raketenabwehrzentrale missbraucht wird, werden wir nur Vasallenregierungen haben. Bis heute ist uns die Volksabstimmung über eine eigene Verfassung verweigert. Die BRD ist daher heute politisch genau das, was USA, F und GB haben wollten - ein deutscher Folkloreverein und kein souveräner Staat.

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Siegfried Kellner

Amerika geht das Geld aus....................!

Vor einger Zeit war in den USA die Verschuldungsgrenze erreicht und man wollte die Staatsangestellten wieder in den Zwangsurlaub schicken. An den äußerst angespannten finanziellen Verhältnissen hat sich seitdem trotzdem nichts geändert.

Deshalb ist es verständlich, dass die Amerikaner ihre Kriegslasten auf die Europäer insbesondere auf die Deutschen abwälzen möchten.

Ich denke, wenn die USA überall Kriege führen wollen, dann sollen sie auch sehen wie sie diese Kriege finanzieren oder die Finger davon lassen.

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Phillip Stolze
Phillip Stolze (philze) - 24.05.2012 10:30 Uhr

entweder

wir sollen uns um andere kümmern, die uns den weg sogar vorschreiben oder werden gleich hitler genannt. kaum gab es forderungen der deutschen regierung an griechenland wurden direkt hakenkreuz und rechte hand gehisst. echt ne frechheit!
wer was haben will der soll auch danach fragen und vor allem den verlangten preis zahlen! man bekommt ja auch nicht einfach so einen porsche vor die tür gestellt

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Christoph Rohde

Zahlen und Mund halten

Deutschland zahlt, fordert aber in Institutionen keine Posten, lässt sich über den Tisch ziehen. Ein selbstwertloser Hegemon taugt nicht. Deutschland muss SEINE Interessen verteidigen, dann geht es auch Europa besser. Das Aussaugen des ewig Schuldigen wird den reformunwilligen Ländern auch nicht helfen. Man hat in Afghanisten gesehen, was die Amerikaner davon halten, wenn die Bundeswehr nur ihr Mandat umsetzt.

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Andreas Müller-Alwart

Mal staatenlos, mal Provinzstaat, mal europäische "Weltnation"?

Mir tun unsere jungen Leute leid und die Lehrer, die ihnen unser Staatsgefüge, beibringen sollen: Die deutsche Verfassung ist nicht vom Volk verabschiedet, viele Gesetze basieren immer noch auf Reichsgesetzen, ein Friedenvertrag wurde nie geschlossen. Einige meinen: Die BRD in den Weltsicherheitsrat aufzunehmen, passt nicht zur Rolle, die wir in der Welt einnehmen sollten. In die NATO eingebettet hat die BRD eine gewichtige Rolle im Verteidigungsfall - sie ist integriert in die NATO, die UNO und viele andere internationale Gremien. Wenn es darum geht, dass wir büsen, Reparaturzahlungen oder europäische Zahlungen leisten sollen, werden wir Bürger als Deutsche gruppiert und eingebunden. Andernorts werden wir als Provinzler und Kriegsverlierer abgestempelt.
Wer klärt denn nun mal: Gibt es einen deutschen Staat und eine deutsche Staatsangehörigkeit? Gilt die Verfassung? Gelten die internationalen Verträge? Wenn das klar ist, klärt sich der "Rest" dann auch...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 11:28 Uhr
Isabel Arent
Isabel Arent (Cedro) - 24.05.2012 11:28 Uhr

vor allem "wir" Deutsche selbst

sehen uns doch so, wie Sie es beschreiben. Es ist nicht p.c. deutscher Patriot zu sein und mit Selbstbewußtsein die eigenen Interessen zu verfolgen - das wurde uns doch von seit 1945 von Generationen (linker) Politiker, Lehrer, "Multikultureller Interessensvertreter" geschult. Wie können wir Verantwortung übernehmen, wenn unser Uns-selbst-Bewußtsein ausschließlich auf der "ewigen Schuld" basiert?!!

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Sven Gralla

Deutschlands Schwäche ist seine größte Stärke

Wer glaubt, Deutschland könne und solle Führungsmacht in Europa und der Welt werden, der

- hat entweder nichts begriffen

oder

- will uns verkackeiern

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Paul Banaschak

Die USA und die anderen EU-Partner meinen vor allem: Deutschland soll zahlen

aber bei politischen Frgen den Mund halten.
Das geht nicht.
Deutschland sollte härter auftreten: Entweder es werden in Zukunft die Verträge wieder beachtet oder Deutschland tritt aus der EU aus.

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egon samu
egon samu (egonsamu) - 23.05.2012 19:26 Uhr

Die Deutschen, eine "unentbehrliche Nation"

Darf man überhaupt noch "Nation" sagen? Wäre politisch nicht korrekter: "Europäer" zu sagen?
Es ist doch völlig klar, warum Deutschland unentbehrlich ist: wir sind das Welt-Sozialamt, die Deppen die alles bezahlen. Ohne mitsprechen zu dürfen.
Die EU wurde doch dafür etabliert, um Deutschland politisch, wirtschaftlich und finanziell auszubluten. Da kommt der Friedens-Nobelpreisträger aus Amerika und wünscht sich ein stärkeres Deutschland....So nicht Mister President! Veräppeln können wir uns selbst

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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