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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Euro-Gipfel Montis Morgenstreich

 ·  Als sich die Bundeskanzlerin am Morgen des Brüsseler EU-Gipfels Ende Juni schlafen legte, glaubte sie, ein gutes Ergebnis ausgehandelt zu haben. Doch als sie aufwachte, sah sie wie die Verliererin des Treffens aus - und war es doch nicht.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (68)

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Antonio Sinigaglia

Frau Stanneck, ich wunsche nicht Ihre Komment empfehlen...



...aber kann ich sehr gut Ihres Gemuet verstehen. Ich wunsche noch bemerken dass es ist ziemlich schwierig, sagen wir es ist ziemlich hart, wer etwas stimmt oder ueberstimmt zu sagen. Es ist schwierig zu sagen auch was richtig stimmt oder ueberstimmt wird.

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Antonio Sinigaglia

Die Nachricheten brauchen immer erklaert zu werden (hauptlich in Italien)


Hauptlich sehen beide dieser Regierungchefen aus, ihre politischen Bilde sparen zu suchen, und ihre Aemte auch. Jemand koennte dass Herr Monti wurde nicht von den Buergern gewaehlt sagen; das waere zu frueh, ob wurde es bedeutungvoll zu sagen.
Trotzdem ich bitte Herr Monti etwas zu erklaeren: Herr Ministerpraesident, Sie haben oft etwas gesagt um die Italieners Vertrauen zu beleben. Das alles lasst mich nicht, als ein Italiener, etwas wesentlich zu sehen. Wenn lese ich etwas auf Italienisch auch, eine italienische Zeitung, zum Beispiel, nichts kann ich lesen und verstehen daran. Wuenschen Sie alles erklaeren?

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Arne Stanneck

Ich bin nicht bereit, dieser Lesart zu folgen.

Also hat sich nur die Presse übers Ohr hauen lassen und nicht Frau Merkel? Das können Sie mir nicht erzählen.
Für mich ist der entscheidende Punkt die Frage nach der europäischen Bankenaufsicht, die an diesem Abend beantwortet wurde. Diese Aufsicht wird bei der EZB angesiedelt. Wir erinnern uns, die EZB, die nach dem Vorbild der Bundesbank geschaffen wurde. Was ist daraus geworden? Die Politik der EZB wird heute von den Südländern Europas bestimmt und deutsche Vertreter werden regelmäßig überstimmt.
Dadurch daß die Bankenaufsicht bei der EZB angesiedelt wurde, wird auch diese an Südeuropa übertragen. Die Südländer werden die Bankenaufsicht so handhaben, wie es ihnen paßt.

Zweitens sollte die EZB ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet werden und nicht politischen Zielen. Der Charakter der EZB wurde klar verändert.

Für mich war das eine Niederlage für Merkel und Deutschland, und ich denke nicht, daß man das schönreden sollte.

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Franz Becker
Franz Becker (FBXL9) - 12.07.2012 16:11 Uhr

Europa- und Machtverständnis eines Brüssel-Novizen

Die detaillierte Berichterstattung von Herrn Busse trifft die "Regularien und Praktiken" der europäischen Zusammenarbeit in Brüssel sehr gut. Es zeigt sich, daß erfahrene EG-Kommissions-Kenner (Monti) den EU-Novizen haushoch überlegen sind. Deren Aktionen spielen auf nationaler Bühne und lassen die Medien-Regeln Europas ausser Acht. Das starke Auftreten auf nationaler Bühne: (" In den Tagen vor dem Gipfel lässt sich das Land von der Abwehrschlacht der Kanzlerin gegen Eurobonds beruhigen („nicht solange ich lebe“)-" fördert geradezu die Aussichtslosigkeit für Erfolge im EU-Nächte-Marathon.
Außerdem ist dieser Satz auch Ausdruck eines besonderen Machtverständnisses: Wer garantiert die Einhaltung dieses Versprechens, wenn die Person abgewählt wird, aber noch(hoffentlich lange) weiterlebt??? Wer ist eigentlich der "Souverän"??? Ist Demokratie (nicht mehr?) die zeitlich befristete Übertragung von Macht?
Mit einem "Vorstandsvorsitzenden der Deutschland AG" wäre uns dies erspart worden.

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Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 12.07.2012 14:35 Uhr

Beim nächsten Mal richtig auflaufen lassen

Das Schlimme ist, dass unsere Position in den europäischen Institutionen so schwach ist, dass wir für dieses unfaire Verhalten noch nicht mal ein Revanchefoul begehen können. Ich halte es nämlich ganz gerne mit dem Alten Testament "Auge um Auge....". Funktioniert in der Regel immer noch ganz gut um dem Widersacher zu signalisieren "Ich habe ein Elefantengedächtnis, sowas machst du mit mir nicht, Freundchen". Den Dummdreisten dann bei nächster Gelegenheit so richtig auflaufen lassen. Dann ist die Hierarchie für die Zukunft geklärt. Wir haben uns mit Wattebäuschenwerfen allerdings in eine Position manövriert, dass man uns ungestraft auf der Nase rumtanzen kann.

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Paul Hansen

Lanze fuer Frau Merkel - ausnahmsweise!

Lieber Herr Mueller, ich freue mich, das Sie mir zustimmen. So ungern ich Merkel verteidige: Berliner Verhandlungsdefizite sind schon fuer Kohl und Vorgaenger nachweisbar, damals haben wir uns nur nicht aufgeregt. (ARD Euro Luege Beitrag hat das sehr schoen aufgezeigt, wie sich konsekutive BKanzler haben ueber den Tisch ziehen lassen, und immer dann, wenn es drauf ankommt). Das waren alles Maenner. Merkel ist hervorragend mit den "Machos" aka Landesfuersten CDU "fertig" geworden - Hut ab. Es geht m.E. immer noch um den dt. Schuldkomplex und den fehlgeleiteten Versuch gewisser Kreise in D, diesen Komplex, mit Europa ueber alles, auch wenn Deutschland daran kaputt geht - zu ueberkommen. (und dem Trieb, doch bitte eine konsensuale Lsg zu finden..). Berlin hat Panik, fuer das Zerbrechen des Euros verantwortlich zu sein. Und das wird weidlich ausgenutzt.

PS. Das Oslo'er Opernbild kursiert immer noch im Ausland, das hat "beindruckt"..

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Christian Duus

Es beschleicht einen das Gefühl, dass dieser Artikel von der Bundesregierung gesteuert wurde

Schade!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.07.2012 15:34 Uhr
Dr. Michael Menzel

Aber wie kommen Sie denn auf die Idee?

Ist doch völlig abwegig. Die Regierung "liebt uns doch alle". Nun haben Sie doch etwas Vertrauen. Sollen Sie mal sehen, übers Jahr haben die "ein wenig knapp gewordenen" Südländer ihre Schulden längst zurückgezahlt.
Allerdings, - mir fällt gerade ein - an wen zahlen die denn etwas zurück? Da ist doch niemand, der damit wirklich rechnet. Man stelle sich vor, ein Land will etwas zurückzahlen und keiner nimmt es ihm ab. Was machen wir dann bloß? Da entscheidet sich die Regierung - die Deutsche -, wer denn sonst - doch lieber weiter zu zahlen. Es bräuchte nämlich Jahre, um umzudenken, daß man ganz unvermutet vom Netto-Zahler zum Empfänger werden könnte. Da wird einem ganz unheimlich.

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Dirk Ittermann

Warun nicht mal die Schweiz fragen,

unter welchen Bedingungen Sie bereit wäre, den Schweizer Franken mit uns zu teilen!
Wäre doch zielführender für die Interessen der dt. Bevölkerung und wesentlich stressfreier
für unsere Regierenden und die hohen Beamten. Festsetzung des Wechselkurses Ende 2012,
ein zusätzlicher Feiertag an Ostern für die Umstellung und wir haben eine harte Währung.
Binnenwirtschaftliche Gewinne für unsere Rentner und Transgergeldempfänger, sinken der Ölrechnung und der Staatsschulden durch Aufwertung. Dazu eine konsequente Durchforstung unseres Staatshaushaltes nach unsinnigen Subventionen/Transferzahungen, entsprechende Minderausgaben, und eine in der Verfassung stehende Schuldenquote von 60% vom BIP (wie in Maastrich vorgesehen) ab dem Jahr 2035 die bis dahin erreicht sein muß und danach nicht
mehr überschritten werden darf. Das wäre m. E. ein realistisches Programm für das sich unsere
politische Klasse mal entscheiden sollte, statt sich mit solchen Gipfeln und deren "Beschlüssen" zu befassen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.07.2012 15:01 Uhr
Christoph Runge

Ja, natürlich könnte man unsere freundlichen Nachbarn fragen.

Nur wer die Schweizer Mentalität näher kennt, weiss, dass sie ihre "Unabhängigkeit" lieben.
Und zwar bis ins Dorf runter. Die Menschen wollen überall mitentscheiden. Dies ist zu ak- zeptieren. Wer in Baden - Württemberg, also in der Grenzregion lebt, wird die täglichen Dinge entspannt sehen. So wie der Rhein als Strom Richtung Nordsee strömt, so werden sich gewisse
Dinge im Laufe der Jahre/Jahrzehnte automatisch ergeben. Unmöglich wird es allerdings sein, dass der Rhein von der Nordsee Richtum Basel strömt.

Fazit:In der jetzigen Situation haben wir Europäer erst mal unsere Hausaufgaben zu bewältigen. Hard work. Denn die Lebensbedingungen werden sich verändern. Allerdings
auch für die Schweiz und erst dann kann in der Schweiz neu nachgedacht werden.

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Werner Herzog
Werner Herzog (Freica) - 12.07.2012 12:11 Uhr

Blankes Entsetzen

"...wobei die Deutschen erreicht haben, dass das nach den bestehenden Regeln geschieht." Das ist also in Brüssel ein "Verhandlungserfolg"? Daß man sich an bestehende Regeln hält? Und so einen "Erfolg" erreicht man auch nur durch Zugeständnisse?
.
Allmählich erkennt auch der Dümmste die Strategie der Südländer: Zwei Schritte vor, einen zurück. Die Deutschen erst ruhigstellen und die Beruhigungspille danach einfach kassieren.
.
Das wird so niemals mein Europa werden!

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 12.07.2012 12:11 Uhr

Die Beschreibung dieses Gipfels ist die Beschreibung des Funktionärsfeudalismus:

Einige Herrscherfunktionärskader treffen sich unter Ausschluß der Öffentlichkeit und kungeln unter sich irgendetwas aus, was dann ihren jeweiligen Untertanen aufgezwungen wird.
So geht es nicht, wir müssen endlich diese rechtsordnungswidrige Herrschaft der Funktionärsbonzen beenden. Die Themen, um die es dort geht, sind originäre Gesetzgebungsthemen, die in einer breiten, öffentlichen und sehr ausführlichen Diskussion in den Bevölkerungen und Parlamenten geführt werden müssen.
Zu Montis Intentionen noch ein paar Takte: Ich vermute, dass er die Lira wieder einführen will, seine Manöver zielen nämlich punktgenau darauf ab (siehe dazu auch "Der Zurück-zur-Lira-Masterplan des Großen Monti").
Er wird die Drohung, dass Italien sich an den Kredittropf der ESM-Bank andocken "muss" benutzen, um kostenlose Kredite herauszupressen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.07.2012 15:33 Uhr
Ulla Nachtmann

möglich, Herr Hayes

...und vorher noch möglichst viel abgreifen ums sich selbst (Monti) einen schönen Abgang zu bescheren!
.
Reuterspunktcom hat heute eine interessante Meldung:
.
"Italy stats office threatens to stop issuing data"
- (Reuters) - Italy's national statistics body ISTAT threatened on Thursday to cease issuing data on the economy, saying it had been crippled by government spending cuts aimed at reducing national debt and righting public finances. -
""Spending cuts are putting ISTAT at risk. From January onwards we will not issue any statistics," Giovannini told daily La Repubblica in an interview."...
.
Damit könnte man alles schön vernebeln und alle und alles im Ungewissen lassen.

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 12.07.2012 12:06 Uhr

Man kann es drehen und wenden wie man will ...

Angela Merkel ist auf internationaler Bühne eher weich, dort beherrscht sie die Kunst nicht, "nein" zu sagen, während sie im Lande und besonders parteiintern, wenn es gilt, Widersacher auszubooten, die "eiserne Lady" gibt.
Sie wird nicht als die Stabilitätskanzlerin in die Geschichte eingehen, sondern als - das krasse Gegenteil davon - die ESM-Kanzlerin, sofern wir es nicht doch noch schaffen, den ganzen Irrsinn zu stoppen. So oder so: Merkels Politik tut Deutschland nicht gut.

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Arne Stanneck

Ich bin nicht bereit, dieser Lesart zu folgen

Also hat sich nur die Presse übers Ohr hauen lassen und nicht Frau Merkel? Das können Sie mir nicht erzählen.
Für mich ist der entscheidende Punkt die Frage nach der europäischen Bankenaufsicht, die an diesem Abend beantwortet wurde. Diese Aufsicht wird bei der EZB angesiedelt. Wir erinnern uns, die EZB, die nach dem Vorbild der Bundesbank geschaffen wurde. Was ist daraus geworden? Die Politik der EZB wird heute von den Südländern Europas bestimmt und deutsche Vertreter werden regelmäßig überstimmt.
Dadurch daß die Bankenaufsicht bei der EZB angesiedelt wurde, wird auch diese an Südeuropa übertragen. Die Südländer werden die Bankenaufsicht so handhaben, wie es ihnen paßt.

Zweitens sollte die EZB ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet werden und nicht politischen Zielen. Der Charaker der EZB wurde klar verändert.

Dieser Gipfel war eine klare Niederlage für Frau Merkel und unser Land.

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 12.07.2012 11:56 Uhr

F-I-ES: Das sind unsere "Freunde" ...

Vielen Dank für diesen gelungenen Hintergrundartikel. Er zeigt deutlich auf, dass weder "Ein Europa", noch ein "Europa der Nationen" sondern lediglich Nationalstaaten (mit nationalistischen Zielsetzungen) haben, die sich zufälligerweise auf einem Kontinent befinden.
.
Nur die blöden Deutschen hängen immer noch an einem irrationalem Traum und verschenken ihre (nicht nur materiellen) Werte - an Gesellschaften, die sich bestenfalls über uns lustig machen - und wenn es ihnen passt, auf die übelste Weise beschimpfen.
.
Nein - so sind Europa und der Euro nicht zu retten. Ursache der ganzen Misere sind strukturelle Leistungsbilanzdefizite - die "Leistungen" der "PIFIGS" sind zu schlecht und zu teuer - sowohl für den Weltmarkt als auch die eigene Bevölkerung. Deshalb kaufen die Bürger dieser Staaten nicht nur deutsche und chinesische Produkte, sondern machen inzwischen auch bei uns Urlaub - während ein normaler deutscher Arbeitnehmer zu Hause bleiben muss.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.07.2012 19:08 Uhr
Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 12.07.2012 19:08 Uhr

Zu der Zeit ...

konnte ein Opel-Arbeiter aber noch von Bochum an den "Teutonengrill" fahren und 2 Wochen in der Sonne bruzzeln. Heute kann er sich dort nicht mal mehr eine Espresso leisten.

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Wilhelm Knigge
Wilhelm Knigge (pcleopa) - 12.07.2012 17:22 Uhr

Vielleicht darf

ich mal daran erinnern, dass der € schon mal bei 0,87 $ stand und kein Mensch davon gesprochen hat, dass sich deutsche arbeitnehmer, die wie bekloppt arbeiten, sich keinen Urlaub leisten können... TUI hat vor einigen Tagen gute Verkaufszahlen abgeliefert...

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Ulla Nachtmann

genau!

Der euro ist heute unter 1,22 vs $ gelandet. Ich rechne für die kommenden Monate mit 1,15, Tendenz zu Parität.
Bald können Deutsche sich Urlaub nicht mehr leisten obwohl alle arbeiten wie die Bekloppten.

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Horst Ziegler

Und wir?

Damit die Spanier usf. die guten deutschen und chinesischen Waren auch kaufen bringen wir das Geld mit. Wer nicht arbeitet, darf auch nicht essen - hat schon Paulus gesagt. Was soviel heißt: Kaufkraft muss orginär erwirtschaftet werden. Pump ist tödlich für die Südländer.

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Christoph Runge

Solange das Bundesverfassungsgericht nicht geurteilt hat, liegen ESM und andere

"Plünderinstrumente" auf Eis. Denn bitte nicht vergessen, Nikolaus Busse beschrieb nur "das
Treiben innerhalb der EU". Die wahrlichen EURO Gegener kommen aus den USA u. GB. Sie
werden derzeit keine gute "Hedging - Laune" haben!

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Claus-Peter Leonhardt

Aporien der Ökonomietheorien. Italienisch gelehrt.

Auf Politiker zu hören gleicht dem Versuch, aus dem Klang fallender und aufschlagender Regentropfen das Wetter von Morgen zu prognostizieren. Monti ist Opfer seiner Aufgabe. Das restliche Geschrei ähnelt dem Geheul des Windes. Dass die Ökonomen nicht viel beitragen, hat auch in ihrer mangelnden Theoriebildung zu tun. Sie aufzuzählen, bedeutete mehrere Bücher einer Ausgabe der FAZ füllen zu wollen. Ein Theoriebaustein für die italienische und europäische Wirtschaft wäre eine "Geldtheorie der Mafiaökonomien", die sicherlich 20% oder mehr des Bruttosozialproduktes grau, schwarz, rot verwirtschaften. Die nachhaltigen Schäden im Meer und auf Land sowie in der Kultur nicht eingerechnet. Aber darüber wird niemand reden. Viele können es nicht einmal denken.

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Karl-Heinz Drux
Karl-Heinz Drux (khd54) - 12.07.2012 11:31 Uhr

So lässt sich keine Währungsunion stabilisieren

Die beschriebene Verhandlung und die hier herausgestellten vielen Einzelinteressen der an den Verhandlungen beteiligten Politikern zeigt ganz klar eine für Politiker typische Konditionierung auf, die erstens immer eine Verhandlungsposition im Eigeninteresse aufbaut und als Verhandlungsziel auch unter Kompromissen anstrebt und zweites ein Täuschen der Öffentlichkeit über Positionen, die man nicht offen legen möchte, um seinem Image zu schaden oder Wähler zu vergraulen. Es erstaunt die Öffentlichkeit, dass es in der EURO Gruppe, die sich mit der Stabilisierung der EURO Zone als Thema befasst, es offensichtlich Einzelinteressen einzelner Länder gibt, die für diese Länder über denen der Stabiliserung liegen. Man muss kein Pessimist sein, um zu erkennen, dass es mit derart konditionierten Politikern nie zu einem gemeinsamen Ziel kommen wird und dass es so keine Stabiliserung der Währungsunion geben wird.

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Michael Muscholl

Ohne vollstreckbaren Titel keine Kredite mehr!!!

Allmählich geht es einem wirklich auf die Nerven. Wo sind die Sicherheiten, die IT anbietet?
Wie wärs mal mit einer Zwangsanleihe bei der italienischen Mittelschicht. Wir Deutsche dürfen uns nicht zu den Deppen Europas machen lassen. Unsere unrühmliche Geschichte kann uns beim Thema Europa nicht um die Ohren geschlagen werden. Deutscher Michl, bleib standhaft!!
Der politischen Parallellgesellschaft dieses Landes sollten schlimmste Strafen angedroht werden, falls sie weiter die eigene Bevölkerung verraten.
An Europa ist nichts (rational) alternativlos, aber inzwischen vieles (gefühlt) parasitär- wir sind der Wirt!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.07.2012 11:59 Uhr
Jürgen Dannenberg

"unrühmliche Geschichte

Abgesehen das ich Ihnen aus vollen Herzen zustimmen kann, das der Italien erst mal mit einer Zwangsanleihe die Oberschicht und Mittelschicht im eigenen Land beglücken sollte bevor ich versuche andere Staaten zu erpressen.
Aber welcher europäische Nationalstaat hat denn bisher keine "unrühmliche Geschichte" gehabt?

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Albrecht von Loewenich

Wo Rauch ist

ist auch Feuer: Der erste Absatz der Erklärung der Euro-Gruppe vom 29.07.12 betrifft das Ziel, Banken direkt zu rekapitalisieren. Der dritte Absatz derselben Erklärung betrifft den Einsatz der vorhandenen EFSF/ESM-Instrumente.
Dass sich der Zusatz in den Schlussfolgerungen des Rates vom 28./29.07.12 auf den ersten Absatz der Erklärung der Euro-Gruppe bezieht, ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar.

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Art Bleiglass

Schoenrederei...

... soviele Worte, mir wird's schwindelig. Es hat ja einige Tage gedauert, bis die Redeschreiber Interpretationen und Ansichten formuliert kriegten, die alle als Sieger aussehen lassen. Typisch Politik. Alles klar also, bis zum nächsten Drama. Das Problem ist nur, das wir auf diesem Weg immer mehr Souveränität verlieren, von der Kontrolle über unsere Finanzen ganz zu schweigen. Es ist nicht die Zeit fuer noch mehr Worte zum weiter so, sondern fuer eine Pause zur Besinnung.

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Horst Ziegler

Morgenstreich .... der zweite folgte zugleich.

Montis Morgenstreich wurde locker von der Kanzlerin konterkariert. Heute steht Monti ohne Hosen da und muss sehen, dass ihn Berlusconi nicht bald verjagt. Im übrigen überlege ich, was der Artikel denn jetzt noch soll. Das BfG tagt, dem Monti wird nicht geholfen, die Märkte agieren wie eh und je. Wo ist also das Problem für Deutschland. Wir können abwarten bis der erste unter den 17 Ländern mit EU-Währung austritt. Schwarze Schwäne an den Gütermärkten sehe ich derzeit nicht. Also: Gelassenheit ist angesagt - auch im Siebenschläfer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.07.2012 12:17 Uhr
Jürgen Dannenberg

Da wird keiner austreten, leider.

Dem stehen 730 Mrd. TARGET 2 Salden der BB entgegen (aktueller Stand). Das ist doch eine schöne Hausnummer. Oder?

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Jahrgang 1969, politischer Korrespondent für die Nato und die EU mit Sitz in Brüssel.

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