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EU Martin Schulz warnt vor Kettenreaktion bei Euro-Austritt

Martin Schulz hat davor gewarnt, den Euro scheitern zu lassen. Der Präsident des Europäischen Parlaments forderte im Gespräch mit der F.A.Z. einen Platz am Tisch der europäischen Staats- und Regierungschefs.

© Röth, Frank Vergrößern „Wenn es künftig um den Fiskalpakt geht, werde ich einfach sitzen bleiben“: Martin Schulz im Gespräch mit der F.A.Z.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, hat seinen Anspruch auf einen Platz am Tisch der europäischen Staats- und Regierungschefs bekräftigt. Wenn es künftig um den Fiskalpakt gehe, werde er einfach sitzen bleiben, sagte Schulz in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Brüssel.

Der SPD-Politiker, der seit 1994 Europa-Abgeordneter ist und im Januar in sein Amt gewählt worden war, gestand ein, dass das Europäische Parlament ein „schwerwiegendes Legitimationsdefizit“ habe, weil dessen öffentliche Wahrnehmung in keinem Verhältnis zu seiner Macht stehe.

Schulz beklagte die Schaffung „parlamentsfreier Zonen“ durch die jüngste Krise und gab zu bedenken, dass die europäische Einigung reversibel sei. „Europa kann auch scheitern“, sagte er und fügte hinzu: „Heute sind wir in einer Situation, wo das ein realistisches Szenario ist.“

Er warnte davor, den Euro scheitern zu lassen. Der Austritt eines Landes aus der Währungsunion könnte eine Kettenreaktion in Gang setzen, „die wir alle nicht überstehen würden“.

Das Interview mit Martin Schulz lesen Sie am Freitag in der F.A.Z.

Quelle: F.A.Z.

 
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